Geringere Hürden Von der Leyen erleichtert Zuwanderung

Die Vorrangprüfung für Ingenieure und Ärzte fällt weg. Doch das ist erst der Anfang. Die Arbeitsministerin will noch weitere Erleichterungen.
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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Quelle: dpa

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

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BerlinAngesichts des Fachkräftemangels erleichtert die Bundesregierung der Wirtschaft die Anwerbung von ausländischen Ingenieuren und Ärzten. Deutsche Firmen dürfen ab sofort diese Fachkräfte aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) einstellen, ohne dass sie vorher nachweisen müssen, dass im Inland kein geeigneter Bewerber zu finden war.

Der Arbeitsmarkt für Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure, Elektroingenieure und Ärzte sei leer gefegt, sagte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen: „Wir werden deshalb die Vorrangprüfung aussetzen.“ Dies sei Teil des Fachkräftekonzepts, das am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werde.
Noch keine Einigung gibt es demnach in der Regierung auf eine weitere, seit langem diskutierte Lockerung der Zuwanderungsregeln. Von der Leyen und die FDP wollen auch das Mindesteinkommen senken, das Hochqualifizierte aus Nicht-EU-Staaten erzielen müssen, um von Beginn an für sich und ihre Familien ein Daueraufenthaltsrecht zu bekommen. Sie müssen derzeit mindestens 66.000 Euro im Jahr verdienen. Im vergangenen Jahr kamen weniger als 700 Hochqualifizierte auf diesem Weg.

Die Gehaltsschwelle dürfe nicht so hoch bleiben, forderte von der Leyen: „Ich bin sicher, dass wir eine Lösung finden werden.“ In Koalitionskreisen wurde erwartet, dass dies ein Thema der Koalitionsklausur vor der Sommerpause sein wird. Im Gespräch ist ein Jahreseinkommen von etwa 40.000 Euro - das wäre das Eineinhalbfache eines durchschnittlichen Bruttoverdienstes.

Bisher hatten sich vor allem Unions-Politiker gegen jede Lockerung der Vorrangprüfung für inländische Job-Bewerber und der Zuwanderungsregeln gesperrt. Sie überschätzen nach Einschätzung der Ministerin die Attraktivität Deutschlands für ausländische Fachkräfte. „Es werden nicht viele kommen“, sagt die CDU-Politikerin voraus. „Deutschland hat lange signalisiert, dass wir niemanden brauchen.“ Regierung, Gewerkschaften und Wirtschaft müssten gemeinsam im Ausland werben, „dass Menschen zu uns kommen und den Wohlstand hier voranbringen“.

Vorrang vor der Anwerbung ausländischer Fachkräfte habe die Qualifizierung von inländischen Arbeitskräften. „Die Sicherung der Fachkräfte muss auf zwei festen Beinen stehen“, sagte von der Leyen. „Diejenigen, die hier leben, brauchen mehr und bessere Chancen.“ Im Fachkräftekonzept beschreibt die Regierung den Handlungsbedarf, damit trotz Bevölkerungsrückganges hierzulande die Arbeitskräfte nicht ausgehen.

„Der Fachkräftemangel ist die stärkste Bedrohung für Wohlstand und Wirtschaft auf die mittlere Sicht“, sagte von der Leyen. „Uns geht nicht die Arbeit aus, uns gehen die Menschen aus, die gute und qualifizierte Arbeit machen können.“ Das Fachkräftekonzept setzt auf eine Ausweitung der Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren sowie höhere Bildungsanstrengungen für Jüngere, um etwa die Zahl der Schulabbrecher zu halbieren.

Kritik an von der Leyens Konzept kam aus den Reihen der Opposition. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast bezeichnete die Lösung als Stückwerk. „Es muss mehr für die Qualifizierung und Aktivierung von Arbeitslosen in Deutschland getan werden. Gleichzeitig müssen die Chancen der Integration genutzt werden“, sagte Künast in Berlin.

Künast forderte unter anderem „ein ausgewogenes Punktesystem“ in der Zuwanderungspolitik und die Absenkung der Einkommensschwelle für Hochqualifizierte von 66.000 auf 40.000 Euro.

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8 Kommentare zu "Geringere Hürden: Von der Leyen erleichtert Zuwanderung"

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  • Der angebliche Fachkräftemangel ist hausgemacht. Solange Unternehmen wie z.B. Endress&Hauser Infoserve (Freiburg) ihre älteren Akademiker mittels windiger, fadenscheiniger Tricks feuern, sollte man keiner Zuwanderung zustimmen.
    Altersdiskrimierung abschaffen.

  • Wie frech werden die eigentlich nch?
    In Riesenschritten zerstören sie unser Land.
    Die Detuschenw erden zu Hartz IV-Empfängern gemacht, damti sie dann für 1 € arbeiten können und Kulturfremde holt man mal wieder rein.
    Die Gehälter wwerden auch abgesenkt, was im Klartext nichts anderes heißt, als dass auch deutscher Arzt, Ing. usw. fortan weniger verdienen wird.
    Wie lange lassen die Detuschen sich diesen Vaterlandsverrat noch bieten?
    Solche frecksäche hatte Deutschland wirklichnoch nie

  • Dr Mercedes ist auch nicht für Sie gedacht.
    .

  • Die Lüge vom Fachkräftemangel wird nicht dadurch wahr , das sie jeder wiederholt. Ich bin Dipl.Ing der Elektrotechnik und seit 7 Monaten verzeifelt auf der Suche nach Arbeit oder Aufträgen ! Es ist faszinierend , was den Firmen alles einfällt , um eine Anstellung eines über 50 jährigen zu umgehen. Und ich bin nicht der einzige. Alleine in einem Freiberuflerportal , in dem ich mich gemeldet habe , sind rund 14.000 Fachkräfte SOFORT verfügbar. Alles gut ausgebildete Fachkräfte aller Fachrichtungen. ITler , Ingenieure , Architekten ....
    Angeblich in Deutschland nicht zu bekommen ! Fast jeder ist bereit , einen Auftrag irgendwo in Deutschland anzunehmen. Fast jeder ist bereit , für weniger als die Festangestellten zu arbeiten.
    Aber keiner kann für zwei Tassen Reiss am Tag arbeiten.
    Wenn mehr Entlohung nicht mehr zumutbar ist , dann braucht die Industrie tatsächlich Chinesen. Aber bitte jammert dann nicht mehr rum , wenn die Deutschen eure Produkte nicht mehr kaufen wollen. Versuchen Sie doch mal für 4 Tassen Reis einen Mercedes zu erstehen !

  • Also zu eng wird es nicht,
    ich mach Platz, EHRENWORT !
    .

  • Ich bin für die Überprüfung des Geisteszustandes von Frau Ministerin von der Leyen, denn sie hat keine Ahnung wie das wirkliche Leben aussieht.
    Alternativlos.
    Danke

  • Solange der Multikulti Brei von mir deutlichen Abstand hält ist ok...

  • Ganz nach dem Motto: Gewinne werden privatisiert, Kosten sozialisiert. Die Ausländischen Fachkräfte sind günstig und arbeiten zu Gunsten der Unternehmen während der momentanen Wachstumsphase. Sobald die nächste Krise kommt, werden die Fachkräfte wieder abgestoßen und der Staat und seine Bürger müssen die Konsequenzen tragen.

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