Germanwings-Tragödie Flugschreiberdaten erhärten Verdacht gegen Copiloten

Laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gibt es keinen Zweifel mehr, dass der Copilot Flug 4U9525 absichtlich zum Absturz brachte. Ein Zwischenbericht soll „relativ bald“ veröffentlich werden.
Kommentieren

Dobrindt: „Testflug soll weitere Fragen klären

BerlinDie detaillierte Auswertung der beiden Flugschreiber der Germanwings-Maschine erhärtet den Verdacht, dass der Copilot den Airbus mit voller Absicht gegen einen Berg gesteuert hat. Es sei nun abschließend klar, dass der Copilot mehrfach bewusst eingegriffen habe, um die Maschine zum Absturz zu bringen, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Bundestags-Verkehrsausschusses in Berlin.

Der 27-Jährige habe sowohl die Höhe als auch die Geschwindigkeit nachgesteuert und zudem aktiv das Steuer betätigt. Damit sei durch die Aufzeichnungen von Stimmenrekorder und Flugdatenschreiber die Handlungsfähigkeit des Mannes „voll nachgewiesen“.

Ein Land trägt Trauer
Dom vor Trauergottesdienst
1 von 15

150 Kerzen - 149 für die Opfer und eine für den Piloten - stehen auf einer Treppe vor dem Altar im Dom. Um die Kerze für den Piloten gab es im Vorfeld noch eine Kontroverse. Etwa 500 Angehörige werden zu einem Trauergottesdienst und einem staatlichen Trauerakt erwartet

Gäste der Trauerfeier
2 von 15

Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Daniela Schadt, Partnerin von Joachim Gauck und der Bundespräsident sind unter den Trauergästen im Kölner Dom.

Trauerfeier für Germanwings-Opfer im Kölner Dom
3 von 15

Der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr (l) und Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann (r) gehen in Köln in den Dom zur Trauerfeier für die Opfer des Absturzes des Germanwings-Fluges.

Trauerfeier im Kölner Dom
4 von 15

Vor dem Dom hat unter anderem die Stadt Köln einen Trauerkranz niedergelegt.

Trauerkranz
5 von 15

Dieser Trauerkranz wurde von der Airline Germanwings niedergelegt.

Trauerfeier für Germanwings-Opfer im Kölner Dom
6 von 15

Polizisten sichern den Kölner Dom vor der Trauerfeier der Germanwings-Katastrophe. Bei dem Absturz in den französischen Alpen waren am 24. März 150 Menschen ums Leben gekommen.

Trauerfeier für Germanwings-Opfer im Kölner Dom
7 von 15

Eine schwarze Schleife mit der Flugnummer der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine ist auf einer Tafel vor dem Dom in Köln zu sehen. Hier findet der Ökumenische Gottesdienst für die Opfer des Absturzes statt. Eingeladen dazu hat die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Den Gottesdienst leiten der Kölner Kardinal Rainer Woelki und die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus.

Dobrindt kündigte für Mai einen Testflug auf der Route von Unglücksflug 4U9525 an, um letzte noch offene Fragen zu klären. Das soll etwa helfen, aufgezeichnete Geräusche besser einzuordnen, zu denen sich nichts auf dem Datenrekorder wiederfindet. Ein Zwischenbericht soll nach Dobrindts Worten „relativ bald“ veröffentlicht werden. Es werde noch einige Wochen dauern, aber bei weitem nicht das vom Gesetzgeber maximal vorgesehene Jahr.

Dobrindt hatte den Ausschuss gemeinsam mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

0 Kommentare zu "Germanwings-Tragödie: Flugschreiberdaten erhärten Verdacht gegen Copiloten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%