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Gesamtmetall-Umfrage Fehlende Nachfrage ist das größte Problem der Metall- und Elektroindustrie

Gut 80 Prozent der Unternehmen klagen über fehlende Bestellungen. Der Arbeitgeberverband fordert ein Konjunkturprogramm, um die Branche aus der Rezession zu holen.
14.05.2020 - 15:52 Uhr Kommentieren
Eine Kaufprämie könnte helfen, die Autokonjunktur wieder anzukurbeln. Doch sie gilt als umstritten. Quelle: dpa
VW-Werk in Wolfsburg:

Eine Kaufprämie könnte helfen, die Autokonjunktur wieder anzukurbeln. Doch sie gilt als umstritten.

(Foto: dpa)

Berlin In der Metall- und Elektroindustrie könnte schon bald die Hälfte der rund vier Millionen Beschäftigten in Kurzarbeit sein. Bereits heute treffe das auf rund 1,6 Millionen Arbeitnehmer zu, deren Arbeitszeit im Schnitt um knapp die Hälfte reduziert ist. Das teilte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Donnerstag unter Berufung auf eine Mitgliederumfrage mit.

Für weitere rund 420.000 Beschäftigte sei in den kommenden fünf Wochen Kurzarbeit geplant. Der Verband fordert nun ein Konjunkturprogramm, um die Branche aus der Krise zu holen.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 4. und dem 7. Mai insgesamt 1400 Mitgliedsunternehmen befragt, die zusammen rund 758.000 Arbeitnehmer beschäftigten. Die Ergebnisse wurden auf die gesamte Branche hochgerechnet. Die Umfrage zeigt, dass die industrielle Schlüsselbranche weiter in einer tiefen Rezession steckt – und baldige Besserung nicht in Sicht ist.

So haben inzwischen neun von zehn Unternehmen aufgrund der Coronapandemie ihre Produktion eingeschränkt. Der Anteil der Firmen, die von starken oder sehr starken Einschränkungen berichten, ist von 31 Prozent Anfang April auf 44 Prozent gestiegen.

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    Vor allem die Automobilindustrie leidet, wo zwei von drei Unternehmen ihre Produktion eingeschränkt haben. Aber auch im sonstigen Fahrzeugbau und in der Herstellung von Metallerzeugnissen ist die Betroffenheit hoch. Schon relativ rund läuft dagegen die Produktion im Maschinenbau oder der Elektroindustrie. Im Schnitt erwarten die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie für dieses Jahr aber einen Umsatzrückgang um knapp ein Viertel. Die Kapazitätsauslastung lag im April und Mai mit jeweils 65 Prozent noch unter dem Tiefpunkt aus der Finanzkrise 2009.

    Ein weiterer Lichtblick: Die Zahl der wegen Corona vollständig geschlossenen Betriebe sank von sieben Prozent im April auf zwei Prozent im Mai. Das größte Hemmnis für eine Rückkehr zur Normalität ist derzeit die fehlende Nachfrage, über die inzwischen 81 Prozent der Betriebe klagen. Im April waren es noch 57 Prozent.

    Fehlende Teile wegen unterbrochener Lieferketten bereiten gut jedem vierten Unternehmen Probleme. Um die Branche aus der Rezession zu holen, macht sich Gesamtmetall für staatliche Unterstützung zur Ankurbelung der Wirtschaft stark: „Da die wesentliche Ursache des Einbruches fehlende Nachfrage ist, wird es ohne ein Konjunkturprogramm keine schnelle Erholung geben.“ In der Finanzkrise habe man beispielsweise mit der Autokaufprämie gute Erfahrungen gemacht.

    IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hatte eine solche Kaufprämie jüngst im Handelsblatt-Interview an drei Prämissen geknüpft: Sie müsse zu einer deutlichen Senkung der Emissionswerte der Autoindustrie beitragen und unmittelbar beschäftigungs- und produktionswirksam sein – vor allem bei den Zulieferern. Und drittens sei auch den Herstellern selbst ein nennenswerter Eigenbeitrag abzuverlangen. „Der Steuerzahler darf nicht die ohnehin gewährten Rabatte finanzieren“, betonte Hofmann.

    Mehr: Warum IG-Metall und Ökonomen vor neuer Abwrackprämie warnen

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