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Gesetz BDI wehrt sich gegen gesetzlich verordnete Frauenquote

Der Bundesverband der Deutschen Industrie will sich in Sachen Frauenquote nichts vorschreiben lassen. Der Frauenanteil in den DAX30-Aufsichtsräten habe sich in zwei Jahren mehr als verdoppelt. Berlin reicht das nicht.
25.06.2011 - 09:31 Uhr 1 Kommentar
Mehr Frauen in den Chefetagen, fordert die Regierung. Der BDI wehrt sich gegen eine gesetzliche Vorgabe. Quelle: gms

Mehr Frauen in den Chefetagen, fordert die Regierung. Der BDI wehrt sich gegen eine gesetzliche Vorgabe.

(Foto: gms)

Berlin Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) will sich von einer aus Berlin und Brüssel angedrohten gesetzlichen Frauenquote nicht unter Druck setzen lassen. „Eine gesetzliche Einheitsquote - ob national oder europäisch - lehnt der BDI (...) ab“, heißt es in einem Schreiben an Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und EU-Justizkommissarin Viviane Reding. Das Schreiben liegt der Nachrichtenagentur dpa in Berlin vor.

Die beiden Politikerinnen hatten vor gut zwei Wochen den BDI aufgefordert, endlich mehr Frauen in Vorstände und Aufsichtsräte aufzunehmen. Sollte die Industrie nicht freiwillig handeln und eine Frauenquote von rund 30 Prozent in den nächsten Jahren erreichen, droht Reding, die auch Vizechefin der EU-Kommission ist, mit einer verbindlichen EU-weiten Quote.

Der BDI weist in seinem Antwortschreiben darauf hin, dass die Unternehmen „bereits seit mehreren Monaten“ dabei seien, die zur Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen eingegangenen Selbstverpflichtungen umzusetzen. „Die ersten Erfolge zeigen sich bereits“, schreibt BDI-Hauptgeschäftsführer Dieter Schweer. Bei Wahlen zu Aufsichtsräten bei börsennotierten DAX-Unternehmen seien in diesem Jahr fast 40 Prozent der den Kapitaleignern zustehenden Posten (9 von 23) mit Frauen besetzt worden.

„Der Frauenanteil auf der Kapitalseite der DAX30-Aufsichtsräte hat sich damit von 4,8 Prozent vor zwei Jahren auf nun 10,9 Prozent mehr als verdoppelt.“ Dies zeige, „dass die vielfältigen Maßnahmen sowie die die freiwilligen und unternehmensspezifischen Zielsetzungen der Unternehmen erfolgreich sind“. Eine stärkere Beteiligung von Frauen in Führungspositionen liege „im ureigensten Interesse“ der Unternehmen selbst.

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    • dpa
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    1 Kommentar zu "Gesetz: BDI wehrt sich gegen gesetzlich verordnete Frauenquote"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wir sind auf dem Weg in die DDR 2.0!

      Jetzt fehlt nur noch das Märchen, daß Frauen bei gleicher Arbeit (!) deutlich weniger verdienen! Dann wären alle Unternehmer blöd, die Männer einstellen, wenn es Frauen gibt, welche die gleiche Arbeit (!) für weniger machen...

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