Gesetzliche Regelung geplant Von der Leyen heizt den Kampf um die Frauenquote an

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen will eine gesetzlich vorgeschriebene Quote noch in dieser Legislatur auf den Weg bringen. Bisher stand sie damit in der Regierung allein, doch der Widerstand bröckelt.
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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. Quelle: Reuters

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen.

(Foto: Reuters)

Der Druck auf die Wirtschaft in punkto Frauen in Führungspositionen steigt. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt Bundessarbeitsministerin Ursula von der Leyen: "Mein Ziel ist, die Quote noch diese Legislatur auf den Weg zu bringen." Auf die erklärten Selbstverpflichtungen der Konzerne will sich von der Leyen nicht länger verlassen. "In den Großkonzernen, hat sich fast nichts getan. Dort sind die meisten Vorstände immer noch frauenfreie Zonen mit blamablen drei Prozent Frauenanteil im Schnitt. Nach zehn Jahren fruchtloser Lippenbekenntnisse, brauchen wir echte Ziele und Zeitleisten. Damit meine ich nicht selbst gesteckte Unternehmensvorgaben von wenigen Prozent Frauen in Führungspositionen für die nächste Dekade. Damit lösen wir das Problem nicht."

Als Arbeitsministerin treibt von der Leyen dabei der prognostizierte Fachkräftemangel an. "Der Fachkräftemangel ist die zentrale Herausforderung für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren. Experten gehen davon aus, das im Jahr 2025 rund 6,5 Millonen Arbeitskräfte fehlen, wenn wir nicht handeln. Wir brauchen alle Talente. Ein riesiges Potenzial schlummert bei den Frauen. Ein Viertel der Frauen im erwerbsfähigen Alter ist nicht berufstätig, in Summe rund sechs Millionen. Wir könnten bis 2025 mit Blick auf die Frauen bis zu 1,5 Millionen Vollzeit-Fachkräfte dazu gewinnen", erklärte von der Leyen auf der Veranstaltung "Frauen in Führung" vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und Handelsblatt in Köln.

Bisher steht von der Leyen in der Bundesregierung allerdings noch recht allein da. Die für Frauen zuständige Familienministerin Kristina Schröder (CDU) will die Unternehmen lediglich zu einer Selbstverpflichtung zwingen: Danach müssten sie ein Ziel öffentlich festlegen und dann innerhalb von zwei Jahren erreichen.

Auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ist gegen eine starre Quote, verschärfte aber zuletzt den Ton: Staatlicher Zwang sei nur solange verzichtbar, "wie freiwillige Lösungen zu signifikanten Veränderungen führen", sagte sie vergangene Woche. Rechtlich wäre eine Quotenregelung machbar. Die Kanzlerin hält noch schützend die Hand über die Wirtschaft. Auch sie bezeichnet es allerdings als "ziemlichen Skandal", dass in den 200 größten deutschen Unternehmen nur drei bis vier Prozent der Führungsjobs mit Frauen besetzt sind.

Das Handelsblatt startet mit der morgigen Zeitungsausgabe die neue zehnteilige Serie "Die 100 einflussreichsten Geschäftsfrauen der Welt".

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17 Kommentare zu "Gesetzliche Regelung geplant: Von der Leyen heizt den Kampf um die Frauenquote an"

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  • Hier besteht die Möglichkeit, der Frau Ministerin die eigene Meinung mitzuteilen:

    http://www.ursula-von-der-leyen.de/index.php?id=345

  • Ich lese, daß das Volk genug hat von der Frau.

  • Was will diese inkompetente Ministerin eigenlich wirklich?
    Für mich zählt bei der Besetzung von Führungsaufgaben nur das Können und die Leistung der Person und nicht ihr Geschlecht.
    Ich bin dafür, diese Ministerin einmal auf ihren Geisteszustand zu untersuchen!!!
    Alternativlos.
    Danke

  • Was hat eigentlich die Verkäuferin bei Lidl oder Aldi davon, dass wir diese Quotendebatte führen. Ist doch nur für von der Leyen und ihresgleichen und somit für einen Promillebereich der Arbeitnehmerinnen interessant.

  • Wir leben in einer Zeit, wo in Deutschland die "Frauenquote" in der Machzentrale bereits übererfällt ist! NIIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEMMMMMMMMAAALLLLSSSSS vergessen!

  • Gerade wurde in Hessen eine Führungs-Quotenfrau entlassen im Verf.-Schutz, da sie untauglich war für diese Aufgabe.
    Sie fiel durch Mobben auf.
    Und genau das ist es nämlich. Diese Emanzenweiber die ja die Quote wollen, sind meist enorme Intrigantinnen, ich möchte so eine nicht als Chefin, ich würde auch einer Quotenfrau täglich meine Verachtung zeigen

    Diese v. d. Leyen soll nach Hause gehen. Die Frau ist unerträglich

  • Manchmal wäre es besser, wenn so mancher mal seine Klappe halten würde.
    Dieser fürchterlichen v. d. Leyen fällt ja der Sozialismus schon aus dem Gesicht.
    Diese ganze CDU -christlich-demokratische-Union sollte endlich mal das C aus dem Namen nehmen, denn sie ist doch völlig verkommen zur sozialistischen Partei nach SED-Vorbild.
    Frauenquote? Aber bitte nur für Vorstandsetagen, davon reden diese Sozialistenweiber ja.
    Diese dummen Schnepfen reden von Gleichberechtigung, aber Gleichberechtigung heißt bei denen, sich die Rosinen rauspicken.
    Erst wenn wir Frauen bei der Müllabfuhr haben, im Straßenbau usw. kann von Gleichberechtigung gesprochen werden.
    Die Mädels hatten sich den Zugang zur BW per Gericht erstritten wegen der Gleichberechtigung. Aber in die Zivildienst ahben sie sich nicht eingereiht. Diese Emanzen wollen immer nur Gleiochberechtigung so wie sie es für nett befidnen
    im übrigen, können diese Sozialistenweiber nicht endlich mal die Leute in Ruhe lassen? Was haben die sich überhaupt einzumischen wer was tut?
    Das ist ja schlimmer als im Kommunismus.
    Demnächst gibt es noch eine Quote für den Beischlaf. Erklxh5qärt wird das dann mit dem demografischen Faktor.

  • Da kann man dann neu qualifizierte Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen, z. B. einen Betriebsbeauftragten für die Überwachung von Führungsmängeln, die Management-Kontrollfachkraft - oder gleich abwandern! "Mobbing" in allen Varianten scheint das einzige zu sein, was die Frau per Gesetz ins Leben zu rufen in der Lage ist.

  • Ganz genau - so sehe ich (sicherlich nicht alleine) das auch!

  • Wer will schon eine Quoten-Frau im Vorstand bzw. Aufsichtsrat sein? Ich glaube niemand. Das sind die Frühstücksdirektorinnen von morgen. Und was hat diese Quote mit schlummerndem Potetial zu tun? Nichts. Eher vernüftiges Elterngeld, bezahlbare Kitas, gute Ausbildung,...

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