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Gesundheitsminister Bahr Ehec-Kliniken bekommen Extravergütung

Die Ausbreitung des Ehec-Erregers überfordert etliche Kliniken. Denn durch die Behandlungen entstehen Kosten, die sich durch das Vergütungssystem kaum abdecken lassen. Gesundheitsminister Bahr verspricht rasche Hilfe.
23.06.2011 - 16:09 Uhr Kommentieren
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sichert den Ehec-Kliniken finanzielle Hilfe zu. Quelle: dpa

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sichert den Ehec-Kliniken finanzielle Hilfe zu.

(Foto: dpa)

Rostock Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat den an der Versorgung von EHEC-Patienten beteiligten Kliniken besondere finanzielle Unterstützung zugesichert. Er werde sich die Ausgaben der Krankenhäuser genau anschauen und mit den Kassen über eine Extravergütung beraten, sagte Bahr am Donnerstag auf dem Medizinischen Fakultätentag in Rostock. Er erwarte demnächst einen Bericht der Krankenkassen.

Bahr sagte, die Kliniken hätten mit ihren Mitarbeitern Großartiges geleistet. Vor allem in Norddeutschland habe die Zusammenarbeit der beteiligten Krankenhäuser hervorragend funktioniert. „Die Kliniken haben nicht rein betriebswirtschaftlich, sondern ökonomisch gedacht, sie haben schnell agiert und nicht nach Extravergütungen gefragt“, sagte der Minister. Das müsse jetzt auch honoriert werden, damit nicht der falsche Schluss gezogen werde und sich die Kliniken bei der nächsten Krise zurückhielten.

Von den Krankenhäusern waren zuvor Befürchtungen laut geworden, auf den größten Teil der Kosten für die Behandlung Hunderter EHEC-Patienten sitzen zu bleiben. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, hatte am Mittwoch zwar eingeräumt, die Zusatzkosten noch nicht bilanzieren zu können. Jedoch seien die durch die zahlreichen Erkrankungen entstandenen Kosten deutlich höher, als das, was konventionell erstattet werde.

Baum betonte, es gebe bereits eine große Kluft im System zwischen der Höhe der erhaltenen Vergütungen und den tatsächlich zu bewältigenden Kosten durch die Krankenhäuser. Die nicht geplanten Kosten für Behandlungen würden über das derzeitige Vergütungssystem „absolut unzureichend abgedeckt“, hatte Baum am Mittwoch kritisierte.

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    Gerade die Unikliniken als Maximalversorger hätten im Moment eine besondere Last zu tragen, sagte Bahr weiter. In den vergangenen Wochen mit immer weiter gestiegenen EHEC-Fallzahlen habe es - im Gegensatz zur Debatte, ob das Krisenmanagement besser hätte sein können - nie Kritik an den Krankenhäusern, den Ärzten und Mitarbeitern gegeben. Trotz komplizierter Zuständigkeiten der Häuser sei die Kooperation der Kliniken exzellent gewesen.

    EHEC habe eben auch gezeigt, wie sehr der Erfolg medizinischer Behandlungen nicht nur von neuen medizinischen Möglichkeiten, sondern vom Engagement der Mitarbeiter im Gesundheitswesen abhänge. Den Ärzten und Schwestern sei es zu verdanken, dass die meisten EHEC-Patienten die Erkrankung überstehen würden, sagte Bahr.

    • dapd
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