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Jens Spahn, designierter Gesundheitsminister (CDU)

„Privat und gesetzlich Versicherte müssen in Zukunft gleich schnell einen Arzttermin bekommen können.“

(Foto: Reuters)

Gesundheitspolitik Diese Projekte will Spahn als Gesundheitsminister zuerst anpacken

Jens Spahn stören die Unterschiede zwischen privat und gesetzlich Versicherten. Was der designierte Gesundheitsminister plant.
22 Kommentare

BerlinDer designierte Gesundheitsminister Jens Spahn will die Kluft bei der Behandlung von privat und gesetzlich Versicherten verkleinern. Beim Arzt hätten die Menschen das Gefühl, es gebe zwei Klassen bei der Terminvergabe, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Das solle sich ändern. „Privat und gesetzlich Versicherte müssen in Zukunft gleich schnell einen Arzttermin bekommen können“, fordert er. Bislang ist die Behandlung von Privatpatienten für Ärzte deutlich lukrativer. Deswegen soll auch die Vergütung der Ärzte für Kassenpatienten soll auf den Prüfstand.

Doch zunächst sei wichtig, dass Patienten klare Ansprechpartner hätten. Dazu sollten Terminservicestellen weiter ausgebaut werden.

Als weiteres Problem benannte Spahn die mangelnde Versorgung mit Ärzten, sowohl auf dem Land als auch in manchen Stadtteilen. „Wenn wir die Akzeptanz des Gesundheitssystems verbessern wollen, müssen wir dieses Problem lösen.“ Gefragt, ob er jungen Menschen noch mit gutem Gewissen empfehlen könne, sich privat zu versichern, antwortete Spahn zurückhaltend. Wenn man sich einmal festgelegt habe, „ist ein Wechsel in späteren Jahren schwerer als eine Scheidung“, sagte er. „Wer immer höhere Beiträge zu zahlen hat, kommt im Alter sicherlich ins Grübeln.“

Innerhalb der privaten Krankenversicherung müssten immer mehr Menschen im Verhältnis zu ihren Einkommen sehr hohe Beiträge zahlen.

Außerdem gebe es wegen der niedrigen Zinsen Probleme mit den Kapitalrücklagen, sagte Spahn. „Wir müssen verhindern, dass für einen einfachen Polizisten stark steigende Beiträge im Alter zu einer sozialen Frage werden.“

Spahn kündigte auch Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in der Pflege an. „Wir werden die Ausbildungskapazitäten erhöhen, die Bezahlung und die Tarifbindung in der Pflege verbessern.“ Pflege sei das große Thema, „das jeden in Deutschland bewegt“.

  • dpa
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22 Kommentare zu "Gesundheitspolitik: Diese Projekte will Spahn als Gesundheitsminister zuerst anpacken"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Na da kann der Herr Spahn mal damit anfangen, diese unsegliche Regelung der Behandlung der betrieblichen Altersvorsorge ( Direktversicherung) abzuschaffen.. von Altersarmut reden und gleichzeitig die die vorgesorgt habe schröpfen das ist CDU/SPD Politik.. Lauter Heuchler wohin man schaut...

  • @Herr Frieder Maier
    Guter Gedanke, je reicher die Ärzte desto weniger arbeiten sie, hab ich schon öfters gehört. Andererseits haben auch viele Ärzte, wenn sie auskömmlich verdienen, keine Lust mehr sich dem exorbitanten Diktat der Dokumentation und Regulierung im Gesundheitswesen zu stellen und begnügen sich mit einer halben Stelle oder schränken die Praxiszeiten ein. Oder sie arbeiten nur für Privatpatienten da ist die massive Regulierung noch nicht vorhanden. Werden Kassen- und Privatpatienten "gleichgeschaltet", dann wird es passieren, dass vermögende Patienten sich eine Rechnung geben lassen, die sie aus eigener Tasche bezahlen. Jene werden dann wohl wieder bevorzugt! Sollte auch das verboten werden, wird es wohl eine Schattenwirtschaft geben - vergleiche Griechenland!

    Toll Herr Spahn, in der Schule hätte Ihr Lehrer gesagt: "Setzen sechs!" - aber Tante Merkel gibt ihnen bestimmt eine fünf minus, vielleicht sogar eine vier, wenn Sie ganz lieb sind. Von 0 auf 100 - Merkel-Punkte in nur einem Tag, dass ist eine extrem schnelle Wendung!

    Übrigens muss die Merkel nicht so lange warten auf einen Arzttermin! Das liegt an uns Deutschen, die immer den Hochgestellten vorzugsweise bedient. Der Professor von Slkdsjfiii bekommt nun mal eher ein Tisch im Restaurant als ein Müller, Maier oder Huber!

    Es liegt auch an Merkels Regulierungswahn, dass viele Menschen in Deutschland nicht mehr gerne ihre Arbeit nachgehen. Alles wird festgelegt, geplant bis keiner mehr durchblickt! Ganz im Sinne von Planwirtschaft!

    Dass der Spahn so schnell zum Sozialisten wird enttäuscht mich sehr!

  • @Herr Old Harold
    27.02.2018, 12:42 Uhr

    "Scheinbar doch nicht so doof, die SPD, mit ihrem Vorschlag einer einheitlichen, gesetzlichen Krankenversicherung für alle, Herrn Spahn ?"

    Doch, nur ist die CD inzwischen auch nicht besser. Hauptsache, man kann irgendwas regulieren, ob das Sinn macht oder nicht, ist egal. Spahn ist mit nichten der Heilsbringer in der CDU.

  • Hoffentlich erkennt Spahn, dass dias Problem nicht der Mangel an Ärzten oder gar deren Unterbezahlung ist, sondern (1) eher deren Überbezahlung (Zahnärzte 190 T€ p.a.) und damit einhergehend die Einschränkung der Praxis-Zeiten und (2) die Vergeudung der Dienstleistungen im Medizinbereich, da der Patient mit der "kostet-mich-ja-nichts"-Haltung diese Leistungen abgreift ("mit Arzt dauert die Erkrankung 7 Tage - ohne 1 Woche").


  • Scheinbar doch nicht so doof, die SPD, mit ihrem Vorschlag einer einheitlichen, gesetzlichen Krankenversicherung für alle, Herrn Spahn ?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • ... das läuft doch darauf hinaus, dass die Ärzte bei gesetzlich versicherten mehr abrechnen können. Ob der Spahn da wirklich hin will. Die Krankenversicherung wird dann immer teurer. Warum darf man einfach nicht alle Beiträge zur Krankenversicherung von den Steuern absetzen, sondern nur einen Teil?
    Warum zahlt der Staat bei seinen Beamten / Politikern soviel zur Krankenversicherung hinzu?
    Warum haben wir so viele Politiker, wenn jene eh ideenlos sind? 709 Bundestagsabgeordnete für 80 Mio Bürger - das ist im Vergleich zur USA extrem viel! Kann man da nicht etwas sparen?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • wetten daß die schon bestens verdienenden Ärzte mehr bekommen und die Versicherten werden das bezahlen- bei marginal "verschlimmbesserten" Leistungen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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