Laut einer neuen Studie zahlen private Krankenversicherungen für Laboruntersuchungen vier Mal so viel wie die Gesetzlichen. Doch die Studie ist nicht unumstritten.
BERLIN. Als Willi Kunze (Name von der Redaktion geändert) im vergangenen Jahr an einem Freitag kurz nach 18 Uhr mit einer akuten Entzündung des rechten Auges seine Augenärztin aufsuchte, hoffte er nur auf schnelle Hilfe. Die bekam er auch. Die Medizinerin verschrieb ihm zweierlei Tropfen. Zwei Tage später war der Berliner beschwerdefrei. Die Rechnung über etwas über 50 Euro beglich er umgehend und reichte sie bei seiner privaten Krankenversicherung ein.
Seine Augenbeschwerden hatte Kunze längst vergessen, als er rund drei Monate später eine Rechnung in seinem Briefkasten vorfand. Ein medizinisches Labor aus Leipzig verlangte fast 300 Euro von ihm. Nachfragen ergaben, dass seine Augenärztin einen Abstrich von seinem entzündeten Auge zur näheren Begutachtung genau dort hingeschickt hatte, ohne ihn darüber zu informieren.
Kunze fühlte sich abgezockt. Immerhin war er auch ohne die Laboruntersuchung gesund geworden. Ihr Ergebnis der Laboruntersuchung kennt er übrigens bis heute nicht.
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