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Gesundheitspolitik Spahn hält Herdenimmunität durch freiwillige Corona-Impfung für möglich

Die Minister Spahn und Karliczek haben sich zu den jüngsten Entwicklungen bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff geäußert. Sicherheit habe hierbei die absolute Priorität.
15.09.2020 - 14:29 Uhr 1 Kommentar

Bundesforschungsministerin rechnet erst Mitte nächsten Jahres mit Corona-Impfstoff

Düsseldorf Weltweit suchen Forscher nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus, darunter die Firmen Biontech und Curevac aus Deutschland. Nun äußerten sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) bei einem gemeinsamen Termin zur deutschen Impfstoffstrategie – und dämpften die Erwartungen.

Karliczek geht weiterhin davon aus, dass es erst im kommenden Jahr einen Corona-Impfstoff für große Teile der Bevölkerung geben wird. Absolute Priorität habe die Sicherheit. Ein Impfstoff könne nur zur Anwendung kommen, wenn der Nutzen höher sei als die Risiken, sagte Karliczek. „Von dieser Linie werden wir in Deutschland und Europa nicht abweichen.“ Nach wie vor müsse man sich darauf einstellen, dass es erst Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff für breite Teile der Bevölkerung geben werde.

Auch Jens Spahn schloss sich diesem Gedanken an. Man müsse das Vertrauen der Bevölkerung erhalten. Dabei gelte das sichere Erproben als oberste Prämisse des Impfstoffes. Russlands Entwicklungen in dieser Hinsicht sehe er als problematisch an. Er betonte zudem erneut, dass es keine Impfpflicht geben werde. „Es wird zu einer freiwilligen Impfung kommen“, sagte Spahn.

Um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten sich in Deutschland demnach 55 bis 65 Prozent der Bürger impfen lassen. „Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir das Ziel einer ausreichend hohen Impfquote freiwillig erreichen“, sagte der Gesundheitsminister. Auch er geht weiter davon aus, dass es erst im kommenden Jahr einen Corona-Impfstoff für große Teile der Bevölkerung geben wird.

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    Dafür wird die beschleunigte Impfstoffentwicklung des Tübinger Biotechunternehmens Curevac sowie der Mainzer Firma Biontech vom Bund finanziell unterstützt. Biontech werde mit 375 Millionen Euro gefördert, Curevac wird mit 230 Millionen Euro. Beide Unternehmen forschen an Impfstoffen auf der so genannten MRNA-Basis. Als drittes Unternehmen soll die Firma IDT Biologika aus Dessau-Roßlau finanzielle Mittel erhalten, die Gespräche dazu liefen aber noch, wie Karliczek betonte.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Wissenschaftsministerin Anja Karliczek (beide CDU) bei der Pressekonferenz. Quelle: dpa
    Berlin

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Wissenschaftsministerin Anja Karliczek (beide CDU) bei der Pressekonferenz.

    (Foto: dpa)

    „Wir setzen nicht nur auf einen Impfstoff, nicht nur auf ein Entwicklerteam und auch nicht auf nur eine Technologie, sondern wir wollen ein breites Portfolio fördern“, sagte Spahn. Mit der Förderung würde auch der Wissenschafts-, Wirtschafts- und Biotechnologiestandort Deutschland gestärkt.

    Mit der Produktion des Impfstoffes werde außerdem schon begonnen, bevor die Zulassung erteilt wurde, so Spahn. Zwar gehe man dabei das Risiko ein, Teile umsonst investiert zu haben. Doch die Vorproduktion sei wichtig, um möglichst vielen Menschen schnell einen Impfstoff bereitstellen zu können.

    Man werde irgendwann ausreichend Impfstoffe für die ganze Bevölkerung haben, aber nicht sofort für jeden, der sich impfen lassen will, so Spahn. Deshalb müsse priorisiert werden. Dabei sollen Vorerkrankte und Personen mit beruflichen Risiken, wie Ärzte und Pfleger, Vorrang haben.

    Mit Agenturmaterial

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    1 Kommentar zu "Gesundheitspolitik: Spahn hält Herdenimmunität durch freiwillige Corona-Impfung für möglich"

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    • ..Freiwillige vor, ich schließ mich Eurer Herde an.

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