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Gesundheitssystem Digitalministerin Bär gegen elektronische Gesundheitskarte

Seit 14 Jahren arbeitet die Bundesregierung an einer elektronischen Gesundheitskarte. Jetzt will auch Dorothee Bär der Idee eine Absage erteilen.
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Die Staatsministerin für Digitalisierung zweifelt an dem Nutzen einer digitalen Gesundheitskarte und rät, die Arbeit daran einzustellen. Quelle: dpa
Dorothee Bär

Die Staatsministerin für Digitalisierung zweifelt an dem Nutzen einer digitalen Gesundheitskarte und rät, die Arbeit daran einzustellen.

(Foto: dpa)

BerlinNach Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zweifelt auch die Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär (CSU), am Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte. „In Ländern wie Finnland lachen sich die Leute kaputt, wenn sie hören, dass wir dafür eine Karte haben“, sagte Bär dem „Tagesspiegel“ (Samstag). „Die speichern Informationen wie über Arztbehandlungen, Laborwerte, Krankenhausaufenthalte und Verschreibungen in einem nationalen Archiv für Arztdaten.“ Daher unterstütze sie Spahn, der sage: „Jetzt noch mal alles auf Null - auch, wenn es einen Aufschrei geben wird.“

Die elektronische Gesundheitskarte sollte bereits vor Jahren viel mehr können als heute, etwa Doppeluntersuchungen und Fehlmedikation vermeiden. Bis heute dient sie aber nicht wie geplant als Instrument zu einem sicheren Austausch von Patientendaten etwa zwischen Ärzten. Bei den Medizinern hatte es teils Widerstand gegeben, der Aufbau der technischen Infrastruktur gestaltete sich schwieriger als erwartet.

Spahn hatte zu Wochenbeginn der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt, es sei „völlig inakzeptabel“, dass die Entwicklung der Gesundheitskarte in 14 Jahren nicht über Modellprojekte hinausgekommen sei. Stattdessen forderte er, die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit den Plänen für ein Bürgerportal zu koordinieren, das die Bundesregierung derzeit plant.

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  • dpa
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