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Gewerbesteueraufkommen Stadtstaaten bricht Gewerbesteuer weg

Das Gewerbesteueraufkommen ist im dritten Quartal gesunken: Gemeinden und Stadtstaaten nahmen im Spätsommer 9,4 Mrd. Euro von den ansässigen Unternehmen ein – gut eine halbe Mrd. Euro weniger als ein Jahr zuvor. Der Boom der wichtigsten Kommunalsteuer ging im Spätsommer zu Ende.

asr DÜSSELDORF. Dies erfuhr das Handelsblatt aus dem Statistischen Bundesamt. Damit summiert sich das Aufkommen aus der wichtigsten Gemeindesteuer nach neun Monaten jetzt auf 29,4 Mrd. Euro – dank des sehr guten ersten Halbjahrs immerhin noch 4,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das Ende des über vier Jahre dauernden Gewerbesteuerbooms zeichnete sich bereits in einer Umfrage des Städtetages ab, die für das dritte Quartal einen deutlichen Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen in den größeren Städten vorhersagte.

Ausschlaggebend waren aber nicht Gewinneinbrüche auf breiter Front, sondern vielmehr ein Einbruch der Nachzahlungen der Unternehmen für Vorjahre. Diese steuern etwa 20 bis 30 Prozent zum Gesamtaufkommen bei. Auf Basis dieser Daten hatte die Steuerschätzung für das Gesamtjahr lediglich noch einen kleinen Zuwachs der Gewerbesteuer von 2,3 Prozent geschätzt. In Folge der Unternehmensteuerreform wird für 2008 mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Laut Bundesfinanzministerium mindert die Reform das Gewerbesteueraufkommen 2008 um 2,1 Mrd. Euro.

Prekär scheint die Lage bereits jetzt in den Stadtstaaten zu sein. Hier brach im dritten Quartal das Gewerbesteueraufkommen um 13,5 Prozent ein. Auf Jahressicht fehlen rund fünf Prozent Steuereinnahmen.

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