Gewerkschaften Tarifrunde für öffentlichen Dienst vorerst ohne Annäherung

Die Stimmung zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Kommunen könnte besser sein. Unerwartete Probleme bremsen die Tarifverhandlungen.
Update: 16.04.2018 - 16:20 Uhr 3 Kommentare
Am Verhandlungstisch zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Kommunen gibt es Probleme. Quelle: dpa
Tarifverhandlungen

Am Verhandlungstisch zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Kommunen gibt es Probleme.

(Foto: dpa)

PotsdamNach anfänglichem Optimismus ist eine Annäherung im Tarifpoker für den öffentlichen Dienst vorerst ausgeblieben. „Es gibt Komplikationen, und wir müssen sehen, wie wir sie bewältigen“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, am Montag in Potsdam. In der vergangenen Woche hatten massive Warnstreiks unter anderem Teile des Nahverkehrs in Deutschland lahmgelegt und den Flugverkehr gestört.

Falls sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht einigen, sind weitere Ausstände programmiert.

Der Verhandlungsführer des Bundes, Innenminister Horst Seehofer (CSU), hatte zum Auftakt am Sonntag ein Angebot der Arbeitgeber „zum geeigneten Zeitpunkt“ angekündigt. Er wolle zügige Verhandlungen und sei persönlich an einem vernünftigen Abschluss interessiert, sagte Seehofer, der als CSU-Chef im Oktober Landtagswahlen in Bayern zu bestreiten hat.

Der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, hatte einen Durchbruch am Montag oder Dienstag für wahrscheinlich gehalten.

Ein Angebot der Arbeitgeber gab es zunächst allerdings nicht. Die Verhandlungsführer kamen am Mittag wieder zusammen. Bsirske wollte keine weiteren Angaben machen. „Das ist es. Kein Kommentar“, sagte er. „Die Stimmung ist mäßig.“

Seehofer, Silberbach und der kommunale Arbeitgeberpräsident Thomas Böhle äußerten sich vorerst nicht öffentlich. Der Spitzenrunde lagen Ergebnisse von Arbeitsgruppen vor, die am Sonntagabend eingesetzt worden waren, um Einigungsmöglichkeiten auszuloten. Diese Ergebnisse ließen keinen raschen Durchbruch erwarten, hieß es.

Somit wurde eine Einigung nicht mehr für Montag erwartet, sondern voraussichtlich erst für Dienstag. Auch ein vorläufiges Scheitern war grundsätzlich möglich.

Vor allem ein von den Gewerkschaften geforderter Mindestbetrag von 200 Euro mehr Einkommen für die unteren Lohngruppen galt als problematisch für die Arbeitgeber. Aber auch die Forderung nach unterm Strich sechs Prozent mehr Geld ist ihnen zu teuer. In dem Tarifpoker geht es um 2,3 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen.

  • dpa
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3 Kommentare zu "Gewerkschaften: Tarifrunde für öffentlichen Dienst vorerst ohne Annäherung"

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  • Herr Michael Müller
    16.04.2018, 11:27 Uhr
    Immer mehr Geld und effektiv immer weniger arbeiten. Das geht nicht lange gut, zumal der öffentliche Dienst ohnehin schon ein beamtenähnliches "Angestelltenparadies" ist.

    ...........................

    Machen Sie doch den Gegen Anfang !

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  • GEWERKSCHAFTEN
    „Komplikationen“ bei Tarifrunde für öffentlichen Dienst
    Die Stimmung zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Kommunen könnte besser sein. Unerwartet Probleme bremsen die Tarifverhandlungen.

    .....................................

    Brauchen wir nochmal in Deutschland jemanden der wieder ein Buch schreibt über :

    " Deutschlands größter Wirtschafts-feind ist Deutschland selber mit seine falsche Einstellungen und Gier ! "

  • Immer mehr Geld und effektiv immer weniger arbeiten. Das geht nicht lange gut, zumal der öffentliche Dienst ohnehin schon ein beamtenähnliches "Angestelltenparadies" ist.

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