Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Gewobag Berlin kauft fast 6000 Wohnungen von Immobilienkonzern zurück

Die kommunale Gesellschaft Gewobag übernimmt die Immobilien von Ado Properties. Der Kaufpreis: 920 Millionen Euro.
4 Kommentare
Berlin kauft fast 6000 Wohnungen von Immobilienkonzern zurück Quelle: dpa
Berliner Skyline

Erst Mitte Juli hatte Gewobag rund 670 Wohnungen auf der Berliner Karl-Marx-Allee zurückerworben.

(Foto: dpa)

Berlin Das Land Berlin hat knapp 6000 Wohnungen von einem Immobilienkonzern zurückgekauft. Die kommunale Gesellschaft Gewobag übernimmt sie nach eigenen Angaben vom Donnerstagabend von Ado Properties (Luxemburg). Es handele sich um ehemalige Sozialwohnungs-Bestände des Unternehmens GSW, das mittlerweile zur Deutsche Wohnen Gruppe gehört, sagte Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke).

Der Kaufpreis der Wohnungen sowie 70 Gewerbeeinheiten in zwei großen zusammenhängenden Quartieren in Berlin-Spandau und Berlin-Reinickendorf betrage 920 Millionen Euro, hieß es. Die Übernahme sei für Dezember 2019 geplant. Für den Erwerb gibt es keine Zuschüsse des Landes.

„Mit dem Erwerb von knapp 6000 Wohneinheiten schließen wir heute den größten Re-Kommunalisierungsankauf in der Geschichte Berlins ab“, sagte Lompscher (Linke). „Die Fehler, die in der Vergangenheit mit dem Verkauf dieser Bestände gemacht wurden, können wir nicht rückgängig machen, wohl aber den Mieterinnen und Mietern die Sicherheit zurückgeben, die sie durch die zwischenzeitliche Privatisierung verloren hatten“, so die Senatorin.

Ran Laufer, Chief Executive Officer von Ado Properties S.A., sagte laut Mitteilung des Unternehmens: „Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Vertrag mit Gewobag abschließen konnten.“ Der Verkauf entspreche der Wertschöpfungsstrategie der Gesellschaft. Dazu gehöre nicht nur der Erwerb wertsteigernder Immobilien, sondern auch der Verkauf von Objekten, wenn sich die Gelegenheit zu Bedingungen biete, die für das Unternehmen vorteilhaft sind.

Erst Mitte Juli hatte Gewobag rund 670 Wohnungen auf der Berliner Karl-Marx-Allee zurückerworben. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Der Konflikt um die Wohnungen in der „KMA“ galt als Symbol für die Mietmisere in deutschen Großstädten.

Mehr: Die Mietanstiege haben sich in den deutschen Großstädten zuletzt allgemein verlangsamt. Für Studentenwohnungen gilt das jedoch nicht. Im Gegenteil.

Der Handelsblatt Expertencall
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Gewobag - Berlin kauft fast 6000 Wohnungen von Immobilienkonzern zurück

4 Kommentare zu "Gewobag: Berlin kauft fast 6000 Wohnungen von Immobilienkonzern zurück"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • 1 - Woher kommt das Geld?

    2 - Es wurde kein einziger m2 Wohnraum geschaffen. Die Wohnungen sind
    restlos vermietet. Werden die jetzt billiger? Wenn ja, ist mir nicht bekannt
    dass die derzeitigen Mieter nicht in der Lage waeren, die Miete weiter
    zu bezahlen.

    3 - Die einzige Wohnraum-Erleichterung waere, mit diesem Geld neuen
    Wohnraum zu schaffen. Wieso wird das nicht gemacht?

  • ...mal so schnell Kopfgerechnet...komme ich auf 150000/Wohnung und bei im Schnitt 60m²/Wohnung - lande ich irgendwie bei 2.500€/m² mal DM bin ich bei 5.000 DM/m². Da Mietwohnungen bei Verkauf im Dutzend unter dem 10fachen(je nach Lage bis runter auf 5fach) der Jahresnettokaltmiete gehandelt wurden, frage ich mich, wer hat da alles mitverdient. Da muss ich ebenso nicht warten bis der Markt wieder einknickt, im hier und jetzt mit Unterschrift, ist richtig Steuergeld umverteilt worden. Mal so nebenbei, bei dem Preis hätte man ebenso neu bauen können und nicht den alten Schrott kaufen müssen.

  • Mich hätte interessiert, wie die Wertsteigerung der Wohnungen für den Investor war?
    Wenn der Wohnungsmarkt irgendwann bald einbricht, dann wird wieder gejammert.
    Das ganze ist Verschwendung von Steuergeldern

  • Genau um diese Summe den Länderfinanzausgleich kürzen bitte. Das sage ich als Berliner(West).