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Gigafactory Bundesregierung lobt Teslas Bautempo – CEO Elon Musk sagt: „Dankeschön!“

Die Bundesregierung bezeichnet die Geschwindigkeit als vorbildhaft, mit der der E-Autobauer sein neues Werk bei Berlin baut. Das Lob ruft Konzernchef Musk auf den Plan.
20.08.2020 - 11:09 Uhr 5 Kommentare
Zufrieden mit dem Baufortschritt seines neuen Werks. Quelle: AFP
Tesla-CEO Elon Musk

Zufrieden mit dem Baufortschritt seines neuen Werks.

(Foto: AFP)

Berlin Tesla-Chef Elon Musk hat sich für die zügigen Baufortschritte seines neuen Werks in Grünheide bei Berlin bedankt. Anlass sind Stimmen aus der Bundesregierung und von führenden Wirtschaftsexperten, die das Bautempo Teslas als Vorbild für andere Großbauprojekte sehen.

Auf Twitter schrieb Musk dazu auf Deutsch: „Dankeschön Brandenburg & Grünheide!“

Zuvor hatte der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), die Baufortschritte in Grünheide gelobt. „Tesla zeigt, was möglich ist, wenn politischer Wille sowie effiziente und schnelle Bearbeitungsabläufe bei Verwaltung und Gerichten auf Umsetzungswillen in Wirtschaft und Industrie treffen“, sagte Bareiß dem Handelsblatt.

Sollte die endgültige Baugenehmigung tatsächlich im November 2020 erfolgen, sei die Verfahrensdauer mit gerade mal zwölf Monaten „mehr als rekordverdächtig“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Tesla könne damit „nicht nur den deutschen Automarkt aufmischen, sondern vielmehr auch unseren Standort Deutschland in Sachen Genehmigungsverfahren für Industrieanlagen revolutionieren“.

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    Musk hat sich schon öfter zu seinem neuen Gigafactory-Projekt auf Twitter geäußert. Zuletzt schrieb er Ende Juli, dass die Fabrik „Giga Berlin“ in unvorstellbarer Geschwindigkeit entstehen werde. Als „äußerst beeindruckend“ bezeichnete er die Art des Bauens, dass der Rohbau der Gigafactory größtenteils aus vorgefertigten Elementen entsteht – eine Art Lego-Prinzip.

    Weil die umweltrechtliche Genehmigung für das Projekt durch das Land Brandenburg bisher noch nicht abgeschlossen ist, baut Tesla auf dem Gelände auf eigenes Risiko.

    Mitte Juli hatte Musk selbst seine Fabrik auf Twitter mit einem Bild vorgestellt. Darauf ist ein Entwurf des fertigen Werks mit einem breiten Eingang im Vordergrund und einer Glasfensterfront im zweiten Stock unter einem Solardach zu sehen.

    Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, sprach mit Blick auf das Bautempo von einer „Signalwirkung“. Die zügigen Baufortschritte in Grünheide seien „ein großartiges Beispiel dafür, wie eine kluge und frühzeitige Abstimmung nach einer Grundsatzentscheidung Planung und Umsetzung beschleunigen kann“, sagte Hüther dem Handelsblatt. Schon die Tatsache, dass Tesla nun auch die Batterieproduktion in Deutschland plant, spreche für einen „Sogeffekt“.

    Ähnlich sieht es der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. „Tesla gibt uns Entwicklungshilfe“, sagte Dudenhöffer dem Handelsblatt. „Unsere Zulieferer werden mitgezogen und auch die Autobauer“. Das Projekt sei „ein Segen für Deutschland“. Ein Scheitern wäre eine „Riesenblamage“, Grünheide und Brandenburg „würden zum Spott der Welt“.

    Mehr: Der Tesla-Effekt: Experten erwarten von Gigafactory Signalwirkung für andere Projekte

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    5 Kommentare zu "Gigafactory: Bundesregierung lobt Teslas Bautempo – CEO Elon Musk sagt: „Dankeschön!“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Herrn Namberger
      hmmm, beim Lesen des Artikels und Ihres Kommentars fällt mir auf:
      1. Der Bau eines Autowerks erhebt nicht den Anspruch, die Welt bewegen zu können. (Allerdings scheint ein Teil der Welt zumindest ab und zu einen Blick auf die Fortschritte zu werfen. Was ja auch Bewegung ist - Augen auf, Augen zu...)
      2. Zur Sache: Wie HB schreibt, baut Musk auf eigenes Risiko, muss bis November auf die endgültige Baugenehmigung warten.
      Ich vermuste, dass Herr Musk auch bei diesem Projekt weiß, was er will und daher in der Lage ist, schnelle Entscheidungen zu treffen, was wohl auch seine Baupartner anspornt und motiviert, ebenso wie seine Gesellschafter/Aktionäre...
      4. Persönlich empfinde ich ein wenig Stolz darauf, dass Tesla in Deutschland sein neues Werk errichten will. Und rein wirtschaftlich kann es uns viel bringen. So ist die Rede von 2.000 Arbeitsplätzen, die Bahnwird verdienen, Zulieferer finden einen neuen Abnehmer und ein wenig Gewerbesteuer muss wohl auch bezahlt werden ;-)
      Also hoffe ich, dieses futuristisch anmutende Werk entsteht ohne große Hindernisse, damit wie geplant mit neuen Technologien gearbeitet werden kann, bei denen sich die deutsche Politik wohl eher nicht als besonders entscheidungsfreudig zeigt.

      Und die Autos sind pure Freude - optisch, akustisch, olfaktorisch und was den Fahrspaß und -komfort angeht. Konnte es vor einigen Jahren anlässlich der 1. eruda-Rallye (elektrisch rund um den Ammersee) selbst erleben. Rund rum feine Sache!

    • Dann zeigen ja deutsche Unternehmen, dass sie können?!

    • weder Elon Musk noch ein anderer Amerikaner hat weltbewegendes geleistet, gebaut wird von deutschen Firmen mit deutschen und osteuropäischen Arbeitern

    • Ein Armuts-Zeugnis für die Bundesregierung, die es ja bisher nicht geschaft hat für effektive Beschleunigung von Großprojekten einen Weg zu finden.

    • Da sollten die Behörden incl. der Bundesregierung mal für ihre eigenen Projekte ein Beispiel nehmen. Hier ergeben sich eine ganze Reihe von Fragen:
      1.) Klagerecht von irgendwelchen dubiösen Vereinen und vermeintlichen Naturschützern.
      2.) Naturschutz ist wichtig, aber darf ein wichtiges Bau-Projekt verhindert werden, weil dort der Juchtenkäfer oder eine Kreatur angeblich gesichtet wurde?

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