Gigafactory: „Stressfaktor Tesla“: Genehmigungsbehörde gerät wegen Fabrik in Grünheide unter Druck
Tesla will nach bisherigen Plänen im Juli in dem Werk in Grünheide mit der Produktion von Elektroautos beginnen.
Foto: dpaBerlin. Im Zusammenhang mit dem Bau der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin ist offenbar Druck auf das Landesamt für Umwelt (LfU) in Brandenburg ausgeübt worden, um das Genehmigungsverfahren für die Ansiedlung zu beschleunigen. Es sei „möglich, dass vonseiten Dritter Erwartungen gehegt werden, dass das Verfahren zügiger vonstattengeht“, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Potsdam dem Handelsblatt. Aufgabe der Genehmigungsbehörde sei es aber, „ihren Mitarbeitenden dafür so viel Zeit wie notwendig einzuräumen“.
Hintergrund ist eine kürzlich ausgestrahlte Dokumentation des ZDF-Magazins „Frontal 21“ über die Tesla-Ansiedlung. Das Magazin zeigt interne Unterlagen der Behörde, die nahelegen, dass sich Mitarbeiter unter Druck gesetzt fühlen. Die Rede ist demnach von einem „Stressfaktor Tesla“.
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In diesem Zusammenhang fällt der Name von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). In der Doku kündigt Umweltminister Axel Vogel (Grüne) daraufhin an, den Vorwürfen nachzugehen. „Dann rede ich mal mit meinem Ministerkollegen“, sagte Vogel dem ZDF.