Gigafactory: Tesla übt scharfe Kritik an langwierigen Genehmigungsverfahren in Deutschland
Der Tesla-Chef bei seinem Baustellen-Besuch im vergangenen September.
Foto: AFPBerlin. Der US-Elektroautobauer Tesla kritisiert die oftmals lange Dauer von Genehmigungsverfahren für Industrieprojekte in Deutschland als Bremse für den Klimaschutz. Beispielhaft nennt der Konzern seine erste Fabrik in Europa, die derzeit im brandenburgischen Grünheide errichtet wird.
„Tesla Brandenburg hat hautnah erfahren, dass Hindernisse im deutschen Genehmigungsrecht die notwendige industrielle Transformation und damit die Verkehrs- und Energiewende verlangsamen“, heißt es in einer Stellungnahme des Konzerns, die dem Handelsblatt vorliegt.
„Werden diese Hemmnisse nicht schnell beseitigt oder verbessert, besteht ein hohes Risiko, dass Deutschland sowohl seine Klima- und Energiewendeziele verfehlt als auch nicht die nachhaltigen Produkte herstellen kann, die wiederum anderen Ländern helfen könnten, ihre Ziele zu erreichen.“
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Als „besonders irritierend“ bezeichnet es Tesla in diesem Zusammenhang, dass es 16 Monate nach Beantragung der Genehmigung für den Bau der Gigafactory in Grünheide noch immer keinen Zeitplan für die Erteilung einer endgültigen Genehmigung gebe. Das „eklatanteste Problem“ sei, dass in aktuellen Verfahren und Gesetzen Projekte, die den Klimawandel bekämpften, und solche, die ihn beschleunigten, gleich behandelt würden.