Gigafactory: Teslas Produktionsstart in Brandenburg steht auf der Kippe
Die erste europäische Fabrik in Grünheide, die auf 500.000 Fahrzeuge jährlich ausgelegt ist, ist eine wichtige Säule der Zukunftsstrategie von Tesla.
Foto: dpaBerlin. Der für Juli geplante Produktionsstart im Werk des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin könnte sich deutlich verzögern. Hintergrund ist, dass womöglich noch einmal Unterlagen zum Bau der Gigafactory öffentlich ausgelegt werden müssen. „Wenn es die komplexeste Form der Auslegung werden würde, dann sind wir bei drei Monaten“, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) nach Informationen des Handelsblatts am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Potsdamer Landtages.
Eine Aussage zum Zeitpunkt des Produktionsstarts der Fabrik machte der Minister nicht. Das Thema Verzögerung, sagte er indes, hänge mit dem Thema Auslegungsverfahren zusammen. Dabei verwies Steinbach auf bestimmte Fristen, die das Bundesimmissionsschutzgesetz vorschreibt. Dies betrifft etwa die Dauer der Auslegung der Unterlagen sowie die anschließende Möglichkeit, Stellungnahmen dazu einzureichen. Anschließend muss das zuständige Landesamt für Umwelt (LfU) die Einwendungen auswerten und im weiteren Verfahren entsprechend berücksichtigen.
Tesla will in Grünheide, rund 35 Kilometer südöstlich von Berlin, im Sommer die Produktion aufnehmen und 500.000 Autos pro Jahr fertigen. Für das Werk fehlt aber bisher die abschließende umweltrechtliche Genehmigung über das Bundesimmissionsschutzgesetz. Tesla baut deshalb mit vorzeitigen Zulassungen. Sollte die endgültige Genehmigung ausbleiben, muss Tesla auf eigene Kosten zurückbauen.