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Gipfeltreffen im Kanzleramt Merkels Energiepolitik wird zur Dauerbaustelle

Die Energiewende steckt fest. Tausende Kilometer an Netzen fehlen, neue Gaskraftwerke werden gebraucht, rechnen sich aber kaum. Unternehmen und Opposition fordern von der Kanzlerin, das Thema zur Chefsache zu machen.
Update: 01.05.2012 - 16:31 Uhr 46 Kommentare
Bundeskanzlerin Angela Merkel hadert mit der Reform der deutschen Energie-Infrastruktur. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hadert mit der Reform der deutschen Energie-Infrastruktur.

(Foto: dpa)

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss die Energiewende nach Meinung von Wirtschaft und Opposition stärker zur Chefsache machen, um die großen Probleme beim Netz- und Kraftwerksbau zu lösen. „Es hapert an allen Ecken und Enden, diese Energiewende ist ein Desaster“, sagte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier dem „Hamburger Abendblatt“. „Das Ausstiegskonzept wurde mit heißer Nadel strickt, der Netzausbau kommt nicht in Gang und die Integration der erneuerbaren Energien misslingt.“

Merkel (CDU) will an diesem Mittwoch mit führenden Branchenvertretern über Probleme bei der Umsetzung der Energiewende sprechen. An dem Treffen im Kanzleramt sollen unter anderem Spitzenvertreter von RWE, Eon, Siemens und des Stadtwerkeverbunds Thüga teilnehmen. Es soll vor allem darum gehen, welche konventionellen Kraftwerke die Stilllegung von neun Atomkraftwerken bis 2022 auffangen können.

Bisher gibt es zum Beispiel kaum Pläne für neue Gaskraftwerke. Da es einen Einspeisevorrang für Wind- und Solarstrom gibt, ist angesichts von immer mehr Ökoenergie unklar, ob sich eine Milliardeninvestition in ein Gaskraftwerk überhaupt rechnen würde. Denn bisher ist unabsehbar, wie viele Stunden das Kraftwerk pro Jahr Strom produzieren könnte.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sorgt sich daher zunehmend. Der Atomausstieg und die Stilllegung konventioneller Kraftwerke könnten die Versorgungssicherheit in „relevantem Umfang gefährden“, warnte er in einem Brief an Merkel (CDU), aus dem „Mannheimer Morgen“ zitierte. „Ich bin der festen Überzeugung, dass der Strommarkt in seiner derzeitigen Ausgestaltung nicht geeignet ist, die Herausforderungen der Energiewende zu meistern.“ Kretschmann fordert von Merkel, auch über finanzielle Anreize zum Bau neuer Kraftwerke zu diskutieren.

Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) forderte eine bessere Steuerung der Stromproduktion. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann kritisierte eine Verschwendung von Ressourcen und Geldern durch ungesteuertes Wachstum im Bereich der Ökoenergien. 2011 sei der Anteil der Wind- und Solarenergie um 20 Prozent gestiegen, dies aber ohne jede regionale Koordination, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Das ist unwirtschaftlich und ärgerlich.“

So gebe es im Nordosten Deutschlands eine Überproduktion von Windkraft. Der DIHK-Präsident plädierte daher dafür, neue Anlagen mit schwankenden Einspeisungen aus Wind und Sonne nur dort zuzulassen, wo Strom auch nachgefragt werde oder es Netze zum Abtransport gebe.

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46 Kommentare zu "Gipfeltreffen im Kanzleramt: Merkels Energiepolitik wird zur Dauerbaustelle"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wir haben doch ein fast perfektes Stromnetz. Über Jahrzehnte hat es reibungslos und nahezu störungsfrei funktioniert. Stromausfälle gab es zumeist nur dann, wenn irgendwo ein Bagger im örtlichen Verteilungsnetz aus Versehen eine Leitung gekappt hatte.

  • Wer wissen will, wie gut sein Unternehmen, seine eingesetzte Technologie, oder in diesem Fall sein Land wirklich dasteht, benutzt bei komplexen und vernetzten Problemstellungen als Einstiegsschritt am besten einen "Benchmark" - also einen Vergleichstest hier mit anderen Staaten. Wir teuer ist eigentlich "Strom", wenn man die Wirtschaft diesen in Ruhe und Gelassenheit erzeugen läßt? Nun - in Dallas im US-Bundesstaat Texas zahlt ein Privathaushalt dafür derzeit vielleicht nur (umgerechnet auf Euro und "brutto") 7 Cent pro Kilowattstunde. Bei uns liegen wir jetzt oder in Kürze beim Vierfachen. Da die Stromwirtschaft bei uns in den letzten Jahren immer stärker durch politische Zwangsmaßnahmen umgeformt wurde, läßt das nur den Schluß zu, daß unsere Politik fundamental falsch ist.

    Ich halte daher nichts davon, daß wir uns von unseren dafür verantwortlichen Politikern jetzt Detaildiskussionen aufdrängen lassen, "wie die Energiewende gelingen kann". Es geht vielmehr um die Erkenntnis, daß DIESE Politiker ihre Nichteignung hinreichend bewiesen. Die Parteien sollten aufgefordert werden, ihre Fachverantwortlichen sofort abzulösen. Das gilt insbesondere für die pseudoliberale FDP, die mit ihrer Casting-Fehlleistung vor der letzten Bundestagswahl mit diesem politischen Schlüsselthema "Energie" eine Laienspielschar auf die Bühne geschickt hat. Wenn es irgendwo ein Aktionsfeld gibt, indem die Freiheit der Bürger und der Unternehmen SOFORT gegen den politisch- ideologischen Allmachtanspruch durchgesetzt werden müßte, dann wäre es die Energiepolitik.

  • "Der Atomausstieg und die Stilllegung konventioneller Kraftwerke könnten die Versorgungssicherheit in relevantem Umfang gefährden", das sagt ausgerechnet ein grüner MP. ALso mehr Kohle und Gas, mehr CO2 her!

  • horstel,

    "eine stunde in den reaktor"

    ja, dann aber bitte ein Betonschneidegerät (gibt's so was???) und vor allem ganz ganz ganz viel Zeit, dicke Arbeitshandschuhe und jede Menge Pflaster für die Blasen mitbringen.

  • kleine fettwürstchen: Investoren sind einfach kleine Frettchen.
    Atomindustrie: die investieren in ein Fremdwort.
    Genausogut könnten die in eine Marmeladenschüssel investieren.
    Gehen wir mal an die Fakten: was weiß Tepco?
    Nichts und gleich garnichts, die haben einen einzigen Job: ihre Investoren und Nordjapan zu retten.
    Machen die das?
    Nein.
    Warum sollten die auch?
    Wenn schon sonst keiner eine Ahnung davon hat was das bedeutet mit Dampfmaschinentechnologie an Uran heranzugehen?
    Was sollten die anders machen?
    Und warum sollte sich die deutsche Atomindustrie um etwas anderes kümmern als um Dampfmaschinen?

  • Das bedeutet_ Unsere Atomwehrwirtschaftsführer erklären uns was?
    Nix erklären die uns, weil die selbst keine Ahnung haben.
    Und das ist doch schon mal sehr beruhigend wen die selbst nichteinal wissen, auf welchen tektonisch gefährdeten Gebieten die ihre Dampfmaschinen gebaut haben.

    Dafür machen die die Netze dicht: um Recht zu behalten.

    Das ist ungtefähr so als wollten Schimpansen der Nasa erklären wollen: so geht das nicht.
    Was ja auch beweisen würde, dass hier schimpansen mit eine Substanz herumexperimenmtieren wollen von der sie erklärtermassen gleich garnichts wissen, eben ausser, dass man damit wasser kochen kann.

    fein.

  • Investitionskosten: scheiß der hund drauf.
    Nichteinmal, dass die wissen was aus ihrem Müll in den kommenden 250.000 Jahren wird.
    Weil die nichteinmal über die Linguistik in 250.000 Jahren verfüügen, um das handlen zu können.
    Die wissen ja noch nichteinmal was Uran ist: die wissen lediglich, dass man damit Wasser kochen kann.
    Und das nennen die Zukunftsorientiert.

    Mit Dampfmaschinenverwertern sollte man eigentlich keine Technologien bauen wollen, die aus dem 19.Jarhundert sind.
    Die haben ja schlichtweg einfach keine Ahnung.

  • Die Damen und Herren der Energiekonzerne wirken wie in einem kleinen "Energiepuder" ganz weich gebettet: Es gibt nicht Tepco, ein Erdbeben samt nachfolgendem Tsunami.
    Das haben sich alles diese Kommunisten ausgedacht: die sitzen nämlich den ganzen Tag und überlegen, wie man Atomkraftwerke explodieren lassen kann.
    Das geht allerdings auch ohne die Kommunisten: 2 Kernschmelzen bislang.
    Das mal 400 und der Laden ist im Eimer.

    Stochastik: 1 Mal alle 10.000 Jahre geht ein Atomkraftwerk hoch, Politiker müssen damit nun mal eben rechnen, das macht 10.000:400= alle 25 Jahre geht ein Atomklraftwerk hoch. Linear gerechnet.
    Bis zur Rente macht das welche Rendite?
    Für wen?
    Hochgerechnet auf den volkswirtschaftlichen Ertrag macht das was?
    Bei Verstrahlungsintensitäten von bis zu Millionen Jahren macht das noch mal was?
    Volkswirtschaftli9ch gerechnet?

    Bei Investitionskosten von bald 100.000 Milionen Euro rechnet sich das also wie?

    Und wer zahlt eigentlich die Kosten für eine saubere Strahlungsentsorgung?

  • Radiputz

    >> Aber Sie wissen, eine Trasse vor dem eigenen
    >> Vorgarten, um Gottes willen, ein paar
    >> Kilometer weiter

    Das ist ja der hinterf*tzige Teil meiner Idee - dadurch, daß das eine kommunale Angelegenheit wäre, wäre der Bürger "vor Ort" direkt involviert ...

    Das mit der "Energiewende", da haben Sie komplett Recht - das ist der hinterf*tzige Teil des merkelschen Plans - am Ende ist die Idee "verbrannt". War halt so eine spontane Reaktion auf die "Temperatur" des Volkes.

    Ach, die Timoschenko, die ist süß, die Leute lieben die, da muss doch die Merkelsche was machen ... oder doch zumindest so tun als ob.

    Und damit hätten wir das große Leitmotiv der Regentin:

    Einfach mal so tun als ob ...

    Die Leute sind vergesslich und solange sie auf dem Wellenkamm reiten kann, why not?

    @revisor

    Also, ich kann sie nicht leiden, aber - wenn sie mal was gutes macht oder zumindest nicht ganz so falsch, dann verliere ich auch schon mal ein gutes Wort über sie.

    Aber im Moment ist sie mal wieder voll auf ACID!

  • reinen atomstrom bekommst du in tschernobyl. am besten stellst du dich eine stunde in den reaktor, dann brauchst du auch kein licht mehr, da deine birne leuchtet

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