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Gleichberechtigung Maas fordert stärkere Beteiligung von Frauen an internationaler Krisenlösung

Zum Internationalen Frauentag fordert der Außenminister, Frauen mehr in Friedensprozesse einzubeziehen. Bislang sind sie dort unterrepräsentiert.
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Der Außenminister warnt vor Rückschritten bei der Gleichberechtigung von Frauen. Quelle: dpa
Heiko Maas bei Veranstaltung zum Internationalen Frauentag

Der Außenminister warnt vor Rückschritten bei der Gleichberechtigung von Frauen.

(Foto: dpa)

Berlin Außenminister Heiko Maas hat eine stärkere Beteiligung von Frauen bei der internationalen Konfliktlösung gefordert. „Frauen sind nämlich ein wichtiger Stabilitätsanker nach Konflikten und sie sind unverzichtbar bei der Bewältigung von Krisen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Berlin bei einer Veranstaltung des Auswärtigen Amtes zum Internationalen Frauentag.

Das International Peace Institute habe festgestellt, dass ein stabiler Frieden um über ein Drittel wahrscheinlicher werde, wenn Frauen am Prozess beteiligt seien. „Aber nur 8 von 100 Stühlen bei Friedensverhandlungen sind in der Realität von Frauen besetzt.“ Das könne man nicht länger hinnehmen.

„Wir brauchen eine Außenpolitik für Frauen“, sagte Maas. Deutschland setze sich für die gleichberechtigte Mitwirkung von Frauen in allen Phasen von Konflikt- und Krisenbewältigung ein. Die Regierung fördere zum Beispiel die Einbindung von Frauen in den Friedensprozess in Syrien. Im UN-Sicherheitsrat habe Deutschland die Situation von Frauen im Mittleren und Nahen Osten gleich im Januar auf die Tagesordnung gesetzt.

Es gehe aber nicht nur um Fragen, die Frauen ganz unmittelbar beträfen. „Sondern wir brauchen den Input von Frauen zu allen Fragen, mit denen der Sicherheitsrat sich beschäftigt.“ Maas warnte vor Rückschritten bei der Gleichberechtigung von Frauen in der Politik und verwies unter anderem darauf, dass im Bundestag heute weniger Frauen säßen als vor 20 Jahren.

„Frauen die gleichen Chancen einzuräumen, ist nichts anderes als ein Gebot der Vernunft“, sagte er. Eine Politik, die die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Hälfte der Menschen nicht berücksichtige, sei undemokratisch, unsozial und nicht produktiv. „Das belegen zahlreiche Studien, die zeigen, dass Gesellschaften, in denen Frauen und Männer gleichberechtigt sind, stabiler, friedlicher, erfolgreicher und am Ende wahrscheinlich glücklicher sind.“

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  • dpa
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