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Gleichberechtigung Mehr Frauen leben von eigener Erwerbstätigkeit, spüren im Job aber mehr Vorurteile

Nur jede dritte Frau hält es für realistisch, in eine Führungsposition aufzusteigen, belegt eine Umfrage. Viele kämpfen mit Vorurteilen am Arbeitsplatz.
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Eine Studie legt nahe, dass es Frauen im Job schwerer haben. Quelle: dpa
Gleichberechtigung

Eine Studie legt nahe, dass es Frauen im Job schwerer haben.

(Foto: dpa)

BerlinImmer mehr Frauen in Deutschland können vom eigenen Einkommen leben. Im Jahr 2017 bestritten rund 72 Prozent der Frauen zwischen 25 und 54 Jahren ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch zum Internationalen Frauentag (8. März) mit.

Zehn Jahren zuvor lag der Anteil noch bei 65 Prozent. Besonders deutlich sind die Veränderungen bei den 55- bis 64-Jährigen. 2017 konnten rund 57 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe vom eigenen Einkommen leben. Zehn Jahre zuvor waren es 36 Prozent.

Einer Umfrage zufolge fühlen sich Frauen im Beruf jedoch zunehmend mit Vorurteilen wegen ihres Geschlechts konfrontiert. Fast jede Vierte hat solche Situationen schon erlebt, wie eine repräsentative Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Civey für die „Initiative Chefsache“ ergab. Der Anteil stieg im vergangenen Jahr leicht von 21,1 auf 23,7 Prozent. Dagegen gab nicht einmal jeder zehnte Mann an, wegen seines Geschlechts Vorurteile zu spüren.

Ein Klassiker sei, dass Führungskräfte jungen Müttern beispielsweise kein Auslandsprojekt zumuten wollten und daher gar nicht erst fragten, sagte Julia Sperling von der Unternehmensberatung McKinsey.

Nur etwa jede dritte Frau hält es der Umfrage zufolge für realistisch, im Laufe ihrer Karriere in eine Führungsposition aufzusteigen. Bei den Männern sind es immerhin 43,9 Prozent.

Allerdings wollen auch längst nicht alle überhaupt Karriere machen: Rund jede vierte Frau und jeder fünfte Mann schließen das für sich aus – Tendenz steigend. Groß ist der Karrierewunsch nur noch bei 34,3 Prozent der Frauen und 41,6 Prozent der Männer.

Der Wunsch nach Karriere hänge auch davon ab, für wie realistisch man den Aufstieg im Job halte, betonte Sperling. „Wer sich nicht vorstellen kann, Karriere und Familie unter einen Hut zu bekommen, verfolgt eigene Karrierepläne nicht so konsequent oder zögert.“ Es sei schon länger klar, dass Frauen auch Karriere machen wollten, aber an der Kultur in den Unternehmen habe sich wenig geändert.

Die „Initiative Chefsache“ ist ein Netzwerk von 25 Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Medien, das sich für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzt.

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  • dpa
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