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Griechenland SPD und Union einigen sich auf Aufnahme von Flüchtlingskindern aus Griechenland

Deutschland will „einen angemessenen Anteil“ übernehmen, heißt es in dem Koalitionsbeschluss. Friedrich Merz fordert eine härtere Linie gegenüber der Türkei.
09.03.2020 - 03:18 Uhr 5 Kommentare
Deutschland will Flüchtlingskinder, die aus Syrien nach Griechenland geflohen sind, aufnehmen. Quelle: dpa
Syrische Flüchtlingskinder

Deutschland will Flüchtlingskinder, die aus Syrien nach Griechenland geflohen sind, aufnehmen.

(Foto: dpa)

Berlin Die Spitzen der schwarz-roten Koalition haben sich auf die Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen aus den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland geeinigt. Deutschland sei bereit, im Rahmen einer „Koalition der Willigen“ auf europäischer Ebene „einen angemessenen Anteil“ zu übernehmen, heißt es in einem Beschluss des schwarz-roten Koalitionsausschusses vom frühen Montagmorgen.

„Deswegen wollen wir Griechenland bei der schwierigen humanitären Lage von etwa 1000 bis 1500 Kindern auf den griechischen Inseln unterstützen“, heißt es im Papier weiter. Es handele sich dabei um Kinder, die entweder wegen einer schweren Erkrankung dringend behandlungsbedürftig oder aber unbegleitet und jünger als 14 Jahre alt sind, die meisten davon Mädchen.

An den Beratungen nahmen neben Merkel, Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und den Partei- und Fraktionschefs von CDU, CSU und SPD zeitweise auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) teil.

„Europa darf sich von Erdogan nicht erpressen lassen“

Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz forderte im Migrationsstreit eine harte Linie der Europäische Union gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. „Man muss auf Erdogan einwirken, damit er sein zynisches Spiel dort beendet“, sagte Merz am Sonntag im „heute journal“ des ZDF mit Blick auf die Lage an der griechisch-türkischen Grenze. „Und das muss die Europäische Union insgesamt tun, nicht nur Deutschland.“ Europa dürfe sich nicht erpressen lassen, „und Europa wird sich auch von Herrn Erdogan nicht erpressen lassen“. Je geschlossener Europa auftrete, umso schneller lasse sich das Problem an der griechisch-türkischen Grenze lösen.

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    Erdogan reist am Montag zur Entschärfung des Migrationsstreits mit der EU nach Brüssel. Die Türkei hatte am 29. Februar die Grenze zur EU für offen erklärt, Tausende Migranten machten sich daraufhin auf den Weg Richtung EU. Griechenland wies sie mit Härte zurück.

    „Wir wollen ein Land bleiben, das sich verfolgten Menschen nicht verweigert“

    Merz sprach mit Blick auf die Situation an der griechischen Grenze von einer „wirklich großen humanitären Aufgabe“. „Wir müssen alles tun, um den Menschen dort zu helfen und vor allem den Kindern. Mich bewegen diese Bilder persönlich schon sehr“, sagte der ehemalige Unionsfraktionschef.

    Bundesaußenminister Heiko Maas knüpfte weitere Flüchtlingshilfen für die Türkei an Bedingungen. Zwar werde sich die EU dem Gespräch nicht verweigern, wenn es Finanzierungslücken bei der humanitären Versorgung von Flüchtlingen gebe, sagte Maas der Funke Mediengruppe. „Das setzt aber voraus, dass sich die Türkei an ihren Teil der Vereinbarungen hält.“ Die EU stehe zwar zu einer fairen Lastenverteilung. „Aber wir akzeptieren nicht, dass Menschen, die sich ohnehin in einer verzweifelten Lage befinden, auch noch als politisches Faustpfand missbraucht werden.“

    Mehr: Wegen der angespannten Lage an der griechisch-türkischen Grenze treffen sich die Konfliktparteien am heutigen Montag zu Verhandlungen. Im Mittelpunkt steht dabei der EU-Türkei-Flüchtlingspakt.

    • dpa
    • rtr
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    Mehr zu: Griechenland - SPD und Union einigen sich auf Aufnahme von Flüchtlingskindern aus Griechenland
    5 Kommentare zu "Griechenland: SPD und Union einigen sich auf Aufnahme von Flüchtlingskindern aus Griechenland"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nach wie vor rechtswidrig, auch wenn´s die Groko macht wird´s dadurch nicht legaler. Sondern ganz im Gegenteil. Dieses Stückwerk wird noch mehr "KIndermigranten" an die türkisch-griechische Grenze treiben, weil es ein Zeichen in die Dritte Welt ist und damit einen ungehemmten Sog nach Deutschland auslöst.

      Und es bleibt kriminell und die Groko verdingt sich als verkappte Schleuserbande !

    • Das ist mal wieder typisch für die deutsche Regierung. Probleme, die nicht wir, sondern andere haben, mit Geld zuzukleistern, dass nicht der Regierung, sondern dem Steuerzahler gehört. All die, die an der Grenze ausharren, sind keine Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention, da sie aus einem sicheren Land, nämlich der Türkei, kommen. Unser Nachbarland Österreich ist um seinen amtierenden Bundeskanzler zu beneiden.

    • Die Naivität unser Politiker ist nicht zu überbieten. Wie sind die kleinen Kinder alleine bis zur Grenze gekommen? Sie werden als Türöffner benutzt und Mama und Papa sowie die Großeltern Eltern folgen dann.
      Helfen kann man vor Ort, welches sicher richtig wäre. Einreisen in unser Land müssten nicht sein. Die jungen Männer könnten vielleicht besser ihr Land wieder aufbauen. Aber Deutschland ist ja so reich und Armut und andere Probleme gibt es für die Deutschen nicht. Um es platt auszudrücken =Politik und Medien haben den Schuss nicht gehört =

    • Vor Ort zu helfen wäre die bessere Lösung. Kinder allein unterwegs, ohne Eltern? Der Familiennachzug ist vorprogrammiert, das weiß auch unsere Regierung. Jedes dieser "Kinder" kostet € 50.000 im Jahr, was könnte man damit vor Ort alles machen! Das ist keine Geste der Humanität sondern Populismus.

    • Unbegleitete Mädchen unter 14 Jahren? Wie kommen die überhaupt an die Grenze, vorbei an hormongesteuerten jungen Männern?

      Vermutlich werden dann plötzlich sehr viele Mädchen von ihren Eltern verlassen, so dass diese Mädchen dann unbegleitet sind. Stellen diese dann in Deutschland angekommen sofort einen Antrag auf Familienzusammenführung?

      Sehr viele junge Männer "verlieren" ihre Pässe. Gab es nicht schon "minderjährige" Flüchtlinge mit Vollbart, die dann, wie sich später herausstellte, selbst auch schon Kinder hatten?

      Die Idee der Rettung von Kindern ist ehrenhaft und auch populistisch. Wird auch diese gut gemeinte Aktion von Menschen aller Nationen wieder nur genutzt um das Deutsche Sozialsystem zu unterwandern?

      90% der Syrer sind Araber. Wie helfen die reichen Ölstaaten ihren Glaubensbrüdern?

      Viele Fragen ohne Antworten.

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