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Großdemonstration gegen Bombodrom

Im brandenburgischen Neuruppin haben etwa zehntausend Menschen gegen den geplanten Bombenabwurfplatz protestiert. Auch Ministerpräsident Platzeck und PDS-Chef Bisky gingen auf die Straße.

HB BERLIN. Rund zehntausend Menschen haben am Samstag im brandenburgischen Neuruppin gegen den Bombenabwurfplatz demonstriert, den die Bundeswehr in der Kyritz-Ruppiner Heide einrichten will. An der Kundgebung gegen das so genannte Bombodrom nahmen auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und PDS-Bundeschef Lothar Bisky teil.

Zu dem Protestmarsch hatte "pro Heide", ein lokales Bündnis von Geschäftsleuten, aufgerufen. Die Unternehmervereinigung fordert eine touristische Nutzung der weitgehend unberührten Region nordwestlich von Berlin.

Platzeck sagte, er nehme als Ministerpräsident keine politischen Rücksichten mehr auf die Bundesregierung. Die strukturschwache Region in Brandenburg könne nur vom Tourismus leben; die Chancen dafür dürften nicht zerstört werden.

Vor der Demonstration hatte sich auch CDU-Landeschef Jörg Schönbohm, ein ehemaliger Bundeswehr-General, gegen das Bombodrom ausgesprochen. Am kommenden Mittwoch will der Landtag in Potsdam fraktionsübergreifend eine Entschließung verabschieden, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, das Vorhaben aufzugeben.

Brandenburgs Große Koalition hofft, dass eine derartige Entscheidung noch vor der am 19. September stattfindenden Landtagswahl gefällt wird. Das für das Bombodrom vorgesehene Gelände - 12.000 Hektar, auf dem Bundeswehrpiloten im Tiefflug den Zielabwurf üben sollen - war nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang von der sowjetischen Armee genutzt worden.

Gegen die militärische Nutzung des Gebiets wird seit Jahren ohne letztinstanzliches Urteil in mehreren Gerichtsprozessen gestritten. Zu den Klägern zählt auch die Landesregierung des vom Fluglärm ebenfalls betroffenen Nachbarlandes Mecklenburg-Vorpommern.

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