„Große Vielfalt, weniger Chancen“ Zuwanderer mit schulischer Förderung unzufrieden

Eltern wollen das Beste für ihr Kind und Bildungserfolg steht ganz oben auf der Liste. Das gilt auch für Zuwanderer. Doch der Alltag von Migrantenkindern in deutschen Schulen sieht oft anders aus, so eine Studie.
7 Kommentare
Deutsche Schulen erhalten für konkrete „Willkommenskultur“ und die Wertschätzung von Kindern mit Migrationshintergrund eher mäßige bis schlechte Noten. Quelle: dpa
Studie der Heinrich-Heine-Universität

Deutsche Schulen erhalten für konkrete „Willkommenskultur“ und die Wertschätzung von Kindern mit Migrationshintergrund eher mäßige bis schlechte Noten.

(Foto: dpa)

BerlinViele Zuwanderer erhoffen sich in der Schule mehr Förderung für ihre Kinder, werden im Alltag aber oft enttäuscht. Eltern mit Migrationsbiografie sind zugleich fast immer stark am Bildungserfolg ihrer Töchter und Söhne interessiert. Das ist das Ergebnis einer Studie der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Danach erhalten deutsche Schulen für konkrete „Willkommenskultur“ und die Wertschätzung von Kindern mit Migrationshintergrund eher mäßige bis schlechte Noten.

Die repräsentative Untersuchung weist nach, dass sich 86 Prozent der rund 1700 befragten Zuwanderer-Eltern einen speziellen Deutschunterricht für Migranten wünschen, aber nur 27 Prozent diesen Service an der Schule ihrer Kinder auch vorfinden. Gezielte Förderung von Migrantenkindern durch ihre Lehrer erhoffen sich 83 Prozent der Eltern – doch nur für 29 Prozent geht dieser Wunsch in Erfüllung.

„Die Studie räumt mit dem einen oder anderen Vorurteil auf“, sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig zeige sich aber auch, dass die Kinder von Zuwanderern vor allem dann Schwierigkeiten hätten, wenn schon ihre Eltern - auch im deutschen Schulsystem - „nicht erfolgreich genug waren, um ihren Nachwuchs entsprechend den eigenen hohen Erwartungen zu unterstützen“.

Die Untersuchung der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität mit dem Titel „Große Vielfalt, weniger Chancen“ wurde von den Stiftungen Mercator und Vodafone gefördert. Sie nimmt die Bildungsambitionen von Zuwanderer-Eltern und die teilweise eher triste Realität im deutschen Bildungssystem unter die Lupe. Hohen Bildungserwartungen von Migranten stehen „zahlreiche Barrieren entgegen, mit denen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern tagtäglich zu kämpfen haben“, wie es in der Studie heißt.

Unterschiedliche Bildungsmotive
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: „Große Vielfalt, weniger Chancen“ - Zuwanderer mit schulischer Förderung unzufrieden

7 Kommentare zu "„Große Vielfalt, weniger Chancen“: Zuwanderer mit schulischer Förderung unzufrieden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich glaube dieser "Studie" kein Wort. Sie steht im krassen Gegensatz zu meinen persönlichen Erfahrungen mit Einwanderern. Und zwar als Wohnungsvermieter in einem armen Stadtteil. Ausserdem muss man deutlich zwischen der Tonspur und den tatsächlichen Handlungsmustern unterscheiden.

    Wahrscheinlich sind nur Menschen im Uni-Umfeld befragt worden und keine represantative Gruppe.
    Entspricht der Anteil der armen und ungeblidetet dem tatsächlichen Anteil?

    Um so einer Studie zuglauben muss man schon genau wissen wie die zustande gekommen ist. Allerdings glaube ich das man bei der Befragung von Deutschen aus dem selben Umfeld zu ähnlichen Ergebnissen kommt. Also unter Ausklammerung der Unterschicht.
    Und auch die wären dann falsch.

  • Es ist schon starker Tobak ungebeten und ungefragt in ein anderes Land eindringen und dann auch noch an die Gastgeber Ansprüche und Forderungen stellen. Wer mit dem geboteten nicht zufrieden ist hat immer noch die Möglichkeit zu gehen.

    Die erste Pflicht ist es sich an die Kultur und Gepflogenheiten des Gastlandes anzupassen und nicht anders herum.

    Deutschland ist und kann mangels größe nie ein Einwanderungsland sein/werden.

  • Deutschland war und ist kein 'Einwanderungsland'. Deutschland ist sehr dicht besiedelt und war nie unterbevölkert und ist schon von der Größe her kein Einwanderungsland.

    Deutschland ist seit über 100 Jahren technisch-wissenschaftlich-wirtschaftlich eines der führenden Länder der Welt. Das bedeutet, dass es hier einen starken Wettbewerb gibt, dem offensichtlich viele Zuzügler nicht gewachsen sind.

    Anstelle selbst die Voraussetzungen zu erfüllen, verlangen sie vom Weltsozialamt Deutschland, dass es ihnen einen roten Teppich ausrollt und sie versorgt, ihnen übermäßig gar Stellen im öffentlichen Dienst einräumt ['mehr Lehrer mit Migrationshintergrung'] usw. usf. .

    EU-Bürger kommen über die Arbeitnehmerfreizügigkeit auf eigene Verantwortung nach Deutschland, sie wandern nicht ein, das ist einer der Zwecke der EU.

    Kontingentflüchtlinge und Asylsuchende sowie erst recht Eingeschleuste sind genau das. Zu- oder gar Einwanderer sind sie nicht.

    Wer aus einem Nord- oder gar zentralafrikanischen Land mit Französisch oder Englisch als Amtssprache ausgerechnet nach Deutschland kommt, muss sich fragen lassen, warum er nicht in das entsprechende ehemalige koloniale Mutterland geht. Die Antwort ist einfach: sie werden dort abgewiesen, aus guten Gründen.

    Was wir in Deutschland absolut nicht brauchen, ist eine ständige Belastung der Gesellschaft. Das wirft uns zurück und zieht uns runter.

    Richtige Einwanderer kommen über die Blue Card. Gebraucht werden gemessen an den bereits vorhandenen eigenen Fachkräften nur wenige hochspezialisierte Kräfte. Denn es gibt ca. 1,6 Mio. Ingenieure in D, dazu kommen ca. 500.000 Wissenschaftler an den 428 Fachhochschulen und Universitäten sowie 3 Mio. unternehmerisch, selbständig, freiberuflich, verbeamtet oder angestellt tätige Akademiker. Von den 20 Mio. dual ausgebildeten Fachkräften [Facharbeiter, Meister, Techniker, techn. Assistenten u.v.a.m.] ganz zu schweigen.

    Zum Bildungsstand von Migrantenkindern lese man die IQB-Studie von 2012.

  • @ Margrit Steer
    "Aber nein, wir schaden den Zuwandererkindern und unsern eigenen."
    Eine echte Bildungspolitik ist doch, wie auch "Verantwortung übernehmen", überhaupt nicht gewollt.
    Eine der Streikenden sagte in einem Interwiev, dass "Kaffetasse halten und Kinder beaufsichtigen längst (insbesondere) durch Lehren von Grundkenntnisse in Deutsch ersetzt wurde und sie sich bei Netto 2.400 über einige Hundert EURO mehr freuen würde."
    Nun Deutsch ist die Voraussetzung für einen sinnvollen Schulbesuch!
    Hier sind die Eltern gefordert - von mir aus auch der Finanzminister des Herkunftlandes mit der Kostenübernahme solch erforderlicher Sonderprogramme.
    Entsprechende Eltern die leider die Mehrheit bilden haben ganz andere Interessen.
    So ist z.B. kaum möglich, dass eine vierköpfige Familie (Eltern und zwei Jugendliche) aus vier Selbständigen besteht.
    Unsetre Behörden = Chrrr....
    Bezügl. der Einkommenssituation empfehle ich das statistische Bundesamt zum Thema Lohnentwicklung zu kontaktieren.
    Im übrigen ist der stupide Weg - mehr Geld - höhere Kosten - mehr Geld - usw anzugehen.
    Es könnten z.B. Sozialabgaben vom Betrag nach Steuerabzug berechnet werden (oder umgekehrt), ALLE Gehälter (Hilfsarbeiter bis Bankvorstand) nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze als Betriebsausgaben behandelt werden können - der überschießende Teil würde direkt den Betriebsgewinn mindern, aber keinen Konzern und kein Kleinunternehmen finanziell schwächen.
    Dann hatte Prof. Kirchdorf seinerzeit durchaus den richtigen Weh aufgezeit: "Rigorose Reduzierung von Subventionen."
    Alles das ist von der Finanzwelt nicht gewollt und lässt sich mit Bildungsfernen Menschen auch leicht verhindern - es müssen nur genügend sein!
    Und es sind genügend!!!

  • Warum machen Sie nicht selbst etwas, sondern weigern sich? Warum sind sie nicht in den Heimatländer und stellen dort ihre erpresserischen Forderungen??

  • Warum machen Sie nicht selbst etwas, sondern weigern sich? Warum sind sie nicht in den Heimatländer und stellen dort ihre erpresserischen Forderungen??

  • Dass wir tun ist auch so dumm wie nur irgend etwas.
    Warum tut man die Kinder nicht erst einmal in eine Sonderklasse, dort lernen sie dann Deutsch bis es ihnen zu den Ohren raus kommt und dann wrden sie auf die dementsprechenden Klassen verteilt. Dies wäre richtig.Aber nein, wir schaden den Zuwandererkindern und unsern eigenen. Denn wirklicher Unterricht kann ja gar nicht stattfinden, wenn ein Drittel der Kinder oder sogar mehr, gar kein Deutsch verstehen.
    Da ist die eine Seite. Die andre Seite aber zeigt auch, dass Kinder, vorrangig aus moslemi. Familien, die relativ gut Deutsch sprechen, am Unterricht nicht interessiet sind und nur Randale machen.
    Wir müssen mit der KUschpädagogik aufhören, dann klappt es auch wieder bessr

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%