„Große Wertschätzung“ Merkel klammert sich an Wulff

Wird Wulff nach den Vorwürfen gegen ihn den Ansprüchen an das Amt des Bundespräsidenten noch gerecht? Die Opposition wollte von der Kanzlerin eine Antwort darauf – und Merkel reagierte prompt.
Update: 06.01.2012 - 12:58 Uhr 60 Kommentare
Merkel und Wulff. Quelle: dpa

Merkel und Wulff.

(Foto: dpa)

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erstmal zu den öffentlichen Erklärungen von Bundespräsident Christian Wulff in seinem Fernsehinterview zu Wort gemeldet. Dies sei ein wichtiger Schritt, Vertrauen der Bürger wiederherzustellen, ließ sie ihren Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin mitteilen. Er bekräftigte, die Kanzlerin habe „große Wertschätzung“ für Christian Wulff als Mensch und als Bundespräsident.

Die Frage, ob ein umstrittener Anruf Wulffs auf der Mobilbox von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann veröffentlicht werden solle, sei eine Sache zwischen diesen beiden. Die Mitteilung Wulffs, dies nicht zu tun, sei zu respektieren. Merkel kommentiere es nicht.

Wulff räumte derweil ein, dass angesichts seiner Kredit- und Medienaffäre schwierige Wochen hinter ihm liegen. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im neuen Jahr machte er in Berlin zugleich deutlich, dass er sich nun wieder verstärkt seinen Amtsgeschäften widmen wolle. Die letzten Tage und Wochen seien so gewesen, dass er sich das „nicht noch mal zumuten“ müsse, sagte Wulff beim Empfang der Sternsinger im Schloss Bellevue auf Zuruf eines Journalisten, wie es ihm gehe. Er sei froh, dass „das Jahr 2012 nun losgeht und man sich wieder seinen eigentlichen Aufgaben zuwenden kann“.


.Zuvor hatten Politiker von SPD und Grünen die Kanzlerin aufgefordert, sich zu Wulffs Kredit- und Medien-Affäre zu äußern. SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil äußerte in der ARD die Erwartung, dass Merkel erkläre, ob Wulff den Ansprüchen, die sie selbst an das Amt des Bundespräsidenten habe, noch gerecht werde. „Schließlich war das ihr Kandidat.“ Ob die Einlassungen des Sprechers zur Beruhigung  der Debatte beitragen werden, ist allerdings fraglich.

Für Heil steht jedenfalls fest, Wulffs Art „im Staatsamt zu agieren, ist etwas, was politische Kultur mittlerweile beschädigt - weit über das Amt des Bundespräsidenten hinaus.“ Die Frage nach einem Rücktritt könne Wulff aber nur selbst beantworten.

SPD will Droh-Anruf veröffentlicht haben
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60 Kommentare zu "„Große Wertschätzung“: Merkel klammert sich an Wulff"

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  • Zu…
    06.01.2012, 13:30 Uhr
    margrit117888
    Ich weiß gar nicht, wo vor ich mich mehr ekele…
    --------------------------------------------------------
    Sie liegen immer wieder so Goldrichtig.
    Da bin ich doch beeindruckt!

    Schön sie hier zu lesen…

    Lassen sie sich nicht immer wieder von den politischen Speichelleckern ablenken. Sie sollten nicht antworten. Es müßte ihnen doch klar sein, das die Wahrheit wie ein scharfes Schert ist!

    Lassen sie nicht nach!

  • Zu…

    06.01.2012, 13:38 Uhr
    margrit117888

    Das alles was derzeit abläuft, wird so lange gut gehen, bis der dumme dutsche Michl doch aufwacht und dann kracht es halt…
    -------------------------------------------------------
    Die Bundesländer wurden darauf vorbereitet.
    Die Breitschaftpolizei bekam neue Spezialfahrzeuge: Unimogs
    So gerüstet, um damit blitzschnell Straßensperren zu durchbrechen, und wegzuräumen!

  • Zu...

    06.01.2012, 13:20 Uhr
    margrit117888
    -----------------------------------
    Sie liegen GOLDRICHTIG!

  • Zu…

    06.01.2012, 13:16 Uhr
    margrit117888
    Horst Köhler konnte das amt gut innehaben.
    ----------------------------------------------------
    Weiter so…

    Nicht nachlassen!

    Lassen sie sich nicht provozieren,
    das haben sie nicht NÖTIG!

    Nicht reagieren!

    Das ist GRÖSSE!

    Herzlichen Dank für ihre Kommentare!

  • Das Timing ist so, wie es Wulff vor ca. 15 Jahren selbst betrieben hat.
    Damals war er der Nutzniesser!
    Die Politiker sind derart verkommen und betreiben ihr schmutziges Spiel auf des Volkes Kosten und mit unserem sauer verdienten Steuergeld.
    Jemand, der so agiert hat, hat es nicht verdient BP zu sein! Dies spiegelt sich ja auch in den 3 Wahlgängen wider, mit denen Wulff gerade mal eben so BP geworden ist. Dieser Mann hätte nie BP werden dürfen und das sagen sogar die eigenen politischen Kollegen der CDU und CSU.

  • Freunde = Amigos!!! „Freunde zu haben, ist das eine Schande bei uns in der CSU?“ Die Anspielung des bayerischen Ministerpräsidenten auf die Verquickung von Politik und Wirtschaft wurde mit großem Beifall und vereinzelten Pfiffen quittiert. Der offensichtliche Versuch, die ganze Sache ins Lächerliche zu ziehen, hatte eine verheerende öffentliche Wirkung: Die Umfragewerte sanken binnen kurzem zeitweilig unter vierzig Prozent und die Attacken aus den Reihen der eigenen Partei gegen seine Person nahmen an Heftigkeit zu. Max Streibl trat schließlich am 27. Mai 1993 von seinen Ämtern zurück. Nachfolger im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten wurde Edmund Stoiber." http://de.wikipedia.org/wiki/Amigo-Affäre
    Frueher hatten die Gauner immerhin noch den Anstand zurueckzutreten... GuttenWulff sind eine neue Generation... Pfui Teufel!!! Geld annehmen, sich erwischen lassen, luegen und dann noch am Sessel klebn?!!! Ist das Demokatrie?

    Die Amigo-Affäre wurde durch Recherchen der Journalisten Michael Stiller, Christiane Schlötzer-Scotland, Hans Holzhaider, Klaus Ott (Süddeutsche Zeitung) und vom Münchener Korrespondenten der Augsburger Allgemeinen, Fridolin Engelfried, durch Material aufgedeckt, das nur von Insidern stammen konnte

  • So hat jeder seine Sicht. Er hat um ufschub gebeten und dies untermalt. Ich sehe da keine Lüge.

    Was ich aber deutlich sehe ist eine Verletzung eins perönlichen Grundrechtes, nämlich der Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes. Da hat Gelhaar Diekmann mal wieder seine ganze Dimension gezeigt und natürlich veröffentlich Burda und keine Mensch weiß, wie nach der ausführlichen Diskussion der Redakteure bei Springer dieser Text den Weg zu Burda fnden konnte, also kann man auch niemand anzeigen.
    Komisch eigentlich müßte man meinen, daß wegen dieser Frechheit ein Aufschrei durch die Medienlandschaft gehen müßte. Es ist an der Zeit einmal die Pressemoral zu diskutieren. Eins ist anz deutlich Diekmann darf ma nie und nie mehr vertrauen.

  • Ihre Anschuldigungen werden durch wiederholung nict besser. Im StGB gibt es einen Straftatbestand der heißt Verleumdung. Den begehen sie wiederholt. Wulf kann man nicht mit Guttenberg gleichsetzen. Das ist eine ganz andere Dimension und die Fakten waren für jeden prüfbar. Ich bin weder Staatsanwalt noch Richter und maße mir auch nicht an jemand mit den von Springer und pressegefährbten Informationen der Bestechung, Korruption und Vorteilsannahme zu beschuldigen. Bestechung und Korruption scheiden ohnehin aus. Und worin liegt der Vorteil einen Privatkredit von einer langjährigen Bezugsperson sich ordnungemäß dokumentiert einräumen zu lassen, wenn die Privatperson zur gleichen Zeit bei der Bank nur 1,75 % Zinsen auf Festgeld erhalten hätte. Da hat doch eher Frau Geerken einen Vorteil gehabt von 2,25 %. Wo leben Sie denn? Nötigung? Da möge doch bitte Herr Diekmann Anzeige erstatten. Das muß ich nicht für diese schillernde Gestalt tun. Wenn Sie sich dafür hergeben wollen. Nach Ihren Grundsätzen müßten Sie die Plenarsääle Deutschlands räumen. Googeln sie doch mal nach den Skandalen um Gabriel. Das sind ganz andere Dimensionen und dennoch tönt er täglich. Oder nach dem ehemaligen Bundeskanzler mit 2 mio. Aufsichtsratsbezügen aus Russland. Wulf genießt nach wie vor mein Vertrauen. Die politischen Schachzüge die hier hintenherum gespielt werden, genießen sie jedoch nicht. Das ganze Timing der ablaufenden Angriffskaskaden sind doch kein Zufall. Machen Sie doch bitte die Augen auf und ween sie nicht Teil des Orchesters.

  • Die braucht es nicht. Das kriegen wir schon selber hin. Man braucht ja nur die Bevölkerungspognosen anschauen und da gibt es kein entrinnen. Die nicht geborenen Kinder bekommen keine Kinder und das ist wahr. Die wirtschaftliche Lage der nächsten 10 Jahre wird auch ncht dazu ermutigen die Familien drastisch zu vergrößern.

  • Verehrter H. Fischer,

    Im vorliegenden Fall ist Ehre für mich, wenn ein Mann seine Stellung hält, auch wenn die Finanzmafia über ihre gekauften Medien seinen Guten Ruf schädigen und zerstört haben. Nur so kann er Schlimmeres (ESM) verhindern. Helden können sich dem Unrecht entgegenstellen, aber nur so lange sie noch leben.

    Gewissen ist das,was ns quält, wenn wir Unrecht gehandelt haben und nun unser Fehlverhalten einsehen


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