Großraum- und Schwerlasttransporte: Bauindustrie schreibt Brandbrief an Verkehrsminister – Bürokratie führt zu Bau-Stopps
Maschinen dieser Größenordnung zu den vor Ort zu befördern, wird nach Angaben von Branchenvertretern zusehends zum Problem.
Foto: IMAGO/aal.photoBerlin. Die deutsche Bauindustrie warnt vor massiven Problemen auf Großbaustellen. Angesichts überbordender Bürokratie könnten bald schon schwere Maschinen Baustellen nicht mehr erreichen. Grund seien die aufwendigen und komplizierten Genehmigungsverfahren für die Transporte, wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in einem Brief an Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) mahnend schreibt. Der Brief liegt dem Handelsblatt vor.
Der Minister habe sich selbst auf der Baumaschinenmesse Ende Oktober in München ein Bild davon gemacht, mit welchen Geräten die Unternehmen arbeiten, heißt es in dem Brief. „Diese Maschinen zu den Baustellen vor Ort zu befördern, wird jedoch zu einem extremen Problem.“
Auf der Messe hatte sich der Minister beeindruckt von den Innovationen gezeigt bis hin zu digital arbeitenden Maschinen. Zu den größten ausgestellten Maschinen gehörte ein Kran, so groß wie die Münchner Marienkirche. Ebenso gab es übergroße Muldenkipper, Raupenfahrzeuge, Seilbagger und andere Spezialfahrzeuge. Diese könnten künftig kaum noch zum Einsatz kommen, so der Verband. Bislang wartet er noch auf eine Antwort des Ministers.