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Grüne fordern Castoren sollen auch nach Bayern rollen

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„Das Geld muss aus öffentlichen Töpfen kommen“
Wie Merkel zur Anti-Atom-Kanzlerin wurde
Debatte ueber Sicherheit deutscher Atomanlagen
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12. März: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigt Sicherheitschecks für die 17 deutschen Atomkraftwerke an. Auf dem Bild sind 12 davon zu sehen: Grafenrheinfeld (oben, v.l.), Neckarwestheim, Biblis und Lingen, Gundremmingen (Mitte, von links), Brunsbuettel, Niederaichbach und Brokdorf, Kruemmel (unten, von links), Unterweser, Philippsburg und Grohnde.

(Foto: dapd)
Merkel zu Tod von Osama bin Laden
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14. März: Merkel will die längeren Laufzeiten für die deutschen AKW für drei Monate aussetzen.

(Foto: dpa)
Aus für älteste Atomkraftwerke rückt näher
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15. März: Nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder mit Atomstandorten kündigt Merkel plötzlich an, dass die sieben vor 1980 gebauten AKW bis zum 15. Juni abgeschaltet werden. Auch das ohnehin stillstehende AKW Krümmel bleibt vom Netz.

(Foto: dpa)
Toepfer: Kampf gegen Klimawandel schafft Arbeitsplaetze der Zukunft
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22. März: Die Regierung beauftragt mit der Klärung technischer Fragen die Reaktorsicherheitskommission (RSK). Eine Kommission unter Führung des früheren Umweltministers Klaus Töpfer (Foto) und des Präsidenten der
Deutschen Forschungsgemeinschaft, Matthias Kleiner, soll klären, welches Risiko für die Gesellschaft ethisch vertretbar ist.

(Foto: ddp)
AKW Biblis
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1. April: RWE reicht beim Verwaltungsgerichtshof Kassel Klage gegen die vorübergehende Abschaltung des AKW Biblis A (Foto) in Hessen ein.

(Foto: dpa)
Greenpeace: Atomausstieg kostet Konzerne bis zu 75 Milliarden
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8. April: RWE, Eon, Vattenfall und EnBW kündigen an, dass sie die Millionen-Zahlungen in den Fonds zum Ausbau der erneuerbaren Energien einstellen, da diese an die Laufzeitverlängerung gekoppelt seien.

(Foto: dpa)
Pressekonferenz zur Ueberpruefung der Kernkraftwerke
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7. Mai: Abschlussbericht der RSK: Sie empfiehlt keine Abschaltung einzelner Meiler und attestiert den deutschen Anlagen ein sehr robustes Niveau. Rudolf Wieland (links), neuer Vorsitzender der RSK, und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) stellten die Ergebnisse vor.

(Foto: dapd)

Unabhängig von der Frage, welche Bundesländer die Castoren letztlich unter sich aufteilen, die politische Einigung ist nur der erste Schritt. Viel wichtiger ist die Bereitschaft der AKW-Betreiber, die Castoren bei sich in Biblis (Hessen), Philippsburg (Baden-Württemberg) oder Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) aufzunehmen.

Bislang bringen die Betreiber die verbrauchten Brennstäbe neben ihren Kraftwerken in Lagern unter, die vom Bundesamt für Strahlenschutz abgenommen wurden. Sollten weitere Castoren hinzukommen, müssten die Betreiber die Aufnahme beim Bundesamt beantragen. Sprich: Ohne Antrag, kein Transport.

Doch zeigen die Betreiber bislang wenig Interesse, einen solchen Antrag zu stellen. Schließlich sind damit erhebliche Mehrkosten verbunden. Ihr Argument: Wir haben eine noch gültige Genehmigung für Gorleben, haben in den Standort investiert und sehen daher keinen Grund, weitere Millionen in die Hand zu nehmen.

„Die entscheidende Frage in der Standortdebatte ist, wer diese Mehrkosten übernimmt“, sagt ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service. Im Raum stehe ein dreistelliger Millionenbetrag. Es sei daher nicht vertretbar, dass die Zwischenlagerbetreiber diese zusätzlichen Kosten übernehmen. „Das Geld muss aus öffentlichen Töpfen kommen.“

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11 Kommentare zu "Grüne fordern: Castoren sollen auch nach Bayern rollen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Warum soll eine lange Lagerung von Atommüll viel Geld kosten?

    Meinen Sie das man sich das aktuelle Spektakel dauerhaft leisten möchte, bzw. künftige Generationen überhaupt an dem sinnlosen Spektakel interessiert sind?

  • Bei der Wiederaufbereitung wird am Ende ein Gemisch aus Spaltprodukten und geringen Mengen Aktinide (Trennschärfe) mit Glas gemischt in einen Edelstahlbehälter gefüllt.

    Die meisten Spaltprodukte sind bereits bei der Abfüllung zu stabilen Barium, Caesium, Neodym.. zerfallen.

    Gem. einer Anlyse einiger Brennstäbe eines Druckwasserreaktors, 4% Anfangsanreicherung, 50 MWd/Kg Abbrand machen die Minoren Aktinide ca. 0.3% und die langlebigen Spaltprodukte gleichfalls 0,3% der Spaltproduktoxide aus.

    Die Gesamtmischung weist dann nach ca. 300 Jahren eine Radioaktivität analog Uranerz und nach 700 - 1000 Jahren eine Radioktivität wie Natururan auf. Strahlen wird diese Mischung wie die ganze Erde auch bis zum Ende des Universums.

    Wenn Sie nach Endlagern suchen und auf den ökoreligiösem Gruselwohlfühleffekt verzichten möchten, sollten Sie auf Wikipedia und Texte die "verstrahlt" und "radioaktiv verseucht" enthalten verzichten. Kein Naturwissenschaftlich orientierter Kernfachman/Strahlenschützer würde solche undefinierten Ausdrücke wählen.
    Googlen Sie direkt die Seiten der Betreiber wie die der WIPP Anlage.

  • @Riesener
    Hier gings erstmal um Atommüll.
    Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, wenn der Atommüll sachgerecht gelagert wird, stellt er ein kleineres Problem als die chemischen Abfälle dar. Aber der Atommüll muss sehr lange gelagert werden, was Unsummen kosten wird, damit ist der "günstige" Atomstrom nur heute günstig, auf die Länge gesehen nicht mehr.

    Die Chemieabfälle sind meiner Meinung nach bedenklicher, denn wenn da ein Leck entsteht, kann man die Auswirkungen gar nicht vorhersehen. Bei einem Problem der Atommülllagerung dürfte das Problem geographisch gesehen kleiner sein.

    Von den so tollen umweltfreundlichen Energiesparlampen bleibt auch eine Menge Giftmüll übrig, der recycled werden könnte, aber ebenfalls zwischengelagert wird.

  • @holger29
    Gut, Uran 235 und Plutonium 239 werden abgespalten un´m sie wiederzuvrwenden. Bleiben die restlichen Bestandteile, darunter

    Cäsium-137 (30 Jahre)
    Strontium-90 (28,1 Jahre)
    Technetium-99 (210.000 Jahre)
    Neptunium-237 (2,1 Millionen Jahre)
    Was ist damit?

    Wegn den Endlagern werde ich mich nochmal informieren.

  • In dem Artikel geht es soweit man diesen verstehen kann um die Zwischenlagerung von Abfällen aus der Wiederaufbereitung. Plutonium ist ein wertvoller Brennstoff für Kernkraftwerke. Bei der Wiederaufbereitung wird das Plutonium mit dem Uran abgetrennt und wieder zu Kernbrennstoff (MOX Brennelemente) verarbeitet.

    Die verbleibenden Spaltprodukte klingen exponentiell ab. Abhängig von der Zusammensetzung des Ausgangsbrennstoffs, des Abbrands und der Trennschärfe sind die verbleibenden Spaltprodukte nach 700 - 1000 Jahre auf die Radioaktivität des Natururans abgeklungen.

    Gem. meiner bescheidenen Kenntnisse werden ausserhalb Russlands, Chinas und der Ozeane etwa 1 Dutzend Endlager für radioaktive Abfälle betrieben. Dazu kommen noch zahlreiche mittlerweile aufgegebene Endlager wie Morsleben in D und Joachimsthal in der CSR.

  • Find ich in Ordnung, dass Bayern diesen Uran-Wertstoff aufnimmt. Dieser Uran-Wertstoff ist nochmal Gold wert für Bayern. Ich, als Franke, begrüße dies ausdrücklich.

  • Plutonium ist neuer Brennstoff. Nur wir Deutschen sind so blöd diesen "wegzuwerfen". Ein paar Generationen später werden unsere Nachfahren die Castoren alle wieder aufmachen um daraus seltene Isotope und neuen Brennstoff zu gewinnen. Die Panikmache der Grünen vor der Strahlung ist ebenfalls idiotisch. So wie ein starkes Feuer sich selbst schnell aufzerrt sind auch in den Castoren die wirklich gefährlichen Isotope nach wenigen Jahrzehnten abgeklungen. Aber Wissenschaft zählt in diesem Land nicht mehr... Ganz davon ab, ich bin für Zwischenlager, dann ist die Rückholbarkeit leichter gewährleistet als wenn wir die Castoren in der Erde verbuddeln.

  • @zeit_ist_relativ:
    Geben Sie mal in der Wikipedia (oder Google) "Untertagedeponie Herfa-Neurode ein"! Und schauen Sie sich mal die Zahlen an! Danach werden Sie sich fragen, warum Atommüll ein Problem sein soll. Allein in dieser Deponie lagern 2 Mio Tonnen chemischer Giftmüll. Der ist auch nicht ungefährlicher als Atommüll. Letzterer lässt sich schon heute weiterverarbeiten.


  • bayern ist zu schön für atommüll

  • @holger29
    "...nach einigen Jahrhunderten ..."
    so nach 240 Jahrhunderten(Plutonium-Isotop), ja im Lauf des Universums ist das nicht viel, dann ist aber auch erst die Hälfte weg....in Menschengenerationen gerechnet ne ganze Menge, auf die Perspektive kommts an....erst nach 250.000 Jahren ist so viel Plutonium zerfallen, dass eine akzeptable Strahlung übrig bleibt...

    "In anderen Staaten Europas haben sich Gemeinden bewusst für ein atomares Endlager entschieden, da dieses Arbeitsplätze und Steuern bringt."

    Es gibt weltweit kein einziges atomares Endlager, das sind alles Zwischenlager.

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