Grundsatzdebatte im Bundestag AfD nennt Klimawandel „Irrlehre“ und will Energiewende beenden

Die AfD hat im Bundestag den Klimawandel bestritten und das Ende der Energiewende gefordert. Die Rede eines Abgeordneten löste Empörung aus – und Gelächter.
31 Kommentare
Bundestag: AfD nennt Klimawandel Irrlehre Quelle: AFP
Alternative für Deutschland

Der durch den Menschen ausgelöste Klimawandel ist von einem UN-Expertengremium und der weit überwiegenden Mehrheit der Wissenschaft festgestellt worden.

(Foto: AFP)

BerlinDie AfD hat in der umweltpolitischen Grundsatzdebatte im Bundestag den Klimawandel bestritten und ein Ende der Energiewende verlangt. „Die AfD sagt hier und heute der Irrlehre des von Menschen gemachten Klimawandels den Kampf an“, sagte ihr Umweltpolitiker Karsten Hilse am Freitag: „Wir wollen den Ausstieg aus allen diesbezüglichen nationalen und internationalen Verträgen und Gremien.“

Es gebe keine Beweise für den Klimawandel. Studien gäben nur wieder, was die Aufraggeber wollten. Auch der Umstieg auf erneuerbare Energien sei daher falsch. Die AfD sage auch der Energiewende den Kampf an.

Die falsche Politik der Luftreinhaltung in Deutschland werde das erste Ziel der AfD sein, sagte Hilse: „Wir werden mit der Bekämpfung der nur ideologisch begründeten Stickoxid- und Feinstaubwerte begründeten Grenzwerte beginnen, die nichts weiter zum Ziel haben, als die Enteignung von Millionen von Autofahrern.“

Die Rede löste im Bundestag Empörung und auch Gelächter aus. Der durch den Menschen ausgelöste Klimawandel ist von einem UN-Expertengremium und der weit überwiegenden Mehrheit der Wissenschaft festgestellt worden. Im Pariser Klimaabkommen hat sich die Weltgemeinschaft auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt, um den Anstieg der Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Feinstaub oder auch Stickoxide, wie Diesel-Fahrzeuge sie produzieren, gelten auch schon in Konzentrationen unter den bestehenden Grenzwerten als Auslöser für eine Vielzahl von Krankheiten und vorzeitige Todesfälle.

  • rtr
Startseite

31 Kommentare zu "Grundsatzdebatte im Bundestag: AfD nennt Klimawandel „Irrlehre“ und will Energiewende beenden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zufällig beschäftige ich mich seit über 20 Jahren mit den Themen "Klima" und "Klimadebatte". Aus dieser Erfahrung muß ich sagen, daß nahezu alle dazu gebrachten Aussagen Quatsch sind: Auf kaum einem Gebiet werden FAKTEN so konsequent ignoriert wie hier. Das gilt durchgängig für die Alarmisten, aber es gilt leider auch für viele der Kritiker.

    Man muß leider mit den Definitionen anfangen, denn die vorausgegangenen 30 Kommentare zeigen, daß auch einige Leser diesbezüglich nicht sattelfest sind. Also:
    (1) "Wetter" ist der momentane Zustand der Atmosphäre AN EINEM ORT. Jede Vorstellung eines "Durchschnittswetters" ist sinnlos.
    (2) "Klima" ist EINE statistische Sicht auf Wetterdaten der Vergangenheit. Man kann beliebig viele solcher statistischen Sichten DEFINIEREN und sie "Klima" nennen. Rein willkürlich wurde zu Vergleichszwecken eine "Klimanormalperiode" definiert, die 30 Jahre dauert.
    (3) "Klimawandel" ist ein Begriff, der zwar dauernd benutzt wird, aber nirgendwo ABGRENZUNGSSCHARF definiert ist. Eine solche Definition müßte nämlich ein Regelwerk enthalten (oder darauf verweisen), mit dem man in einem meteorologischen Datenpaket einen "Klimawandel" von einem "Nichtklimawandel" unterscheiden kann. Erstaunlicherweise gibt es eine solche Definition aber gar nicht.
    (4) Das hat eine schwerwiegende Konsequenz: In dem modernen, von Karl Popper entscheidend mitgeprägten Wissenschaftsverständnis muß jede Hypothese von ihrer Struktur her überprüfbar ("falsifizierbar") sein. Die Aussage "Gerade herrscht Klimawandel" ist aber mangels brauchbarer Definition ihrem Wesen nach eben NICHT FALSIFIZIERBAR. Damit steht sie außerhalb der Wissenschaft, was auf jene inkompetenten Leute zurückfällt, die Andersdenkende stets als "Klimaleugner" verunglimpfen.
    (5) Das gesamte Denkgebäude "Klimawandel"/"Klimaschutz" beruht auf einer einzigen gemeinsamen Basishypothese, daß der CO2-Gehalt der Luft die Temperaturen erhöht. Das aber ist längst gleich auf mehreren Wegen widerlegt.

  • Herr Spiegel, es existiert in der Tat kein Beweis dafuer, dass die Variation der global gemittelten oberflaechennahen Luftemperatur vom der CO2-Konzentration in der Atmosphaere abhaengt.

    Herr Bauer, es war die Kernenergie-Lobby, die das Maerchen vom anthropogenen Klimawandel, hervorgerufen durch CO2, seit Anfang 1973 verbreitete. Die Quelle dieser CO2-Treibhausbloedelei war das Projekt Energiesysteme der IIASA, was von dem Kernenergie-Lobbyisten Wolf Haefele geleitet wurde. Das vielzitierte 2-Grad-Ziel stammt aus dieser Zeit. Es wurde von dem Yale-Volkswirtschaftler William Nordhaus in seinem IIASA-Working Paper "Can we control carbon dioxide?" von 1975 formuliert.

    Interessant ist, dass Schellnhuber im vorigen Jahr den Blue Planet Prize erhielt, wobei in der Laudatio auch das 2-Grad-Ziel aufgelistet wurde.

    "His activities eventually created a torrent of measures against global warming worldwide, resulting in the 2-degree guardrail agreed upon by more than 190 countries at the UN climate summit COP21 in 2015."

    Nun wusste Schellnhuber aber, dass Nordhaus der Erfinder des 2-Grad-Ziels ist. Schellnhuber erwaehnte es naemlich selbst in seiner "Selbstverbrennung" von 2015.

  • @ Herr A. Bauer
    Naturschutzgebiete, die auch von Fußgängern nicht betreten werden dürfen, sind bekannt. Ich hätte nichts dagegen diese auszuweiten, etwa im Amazonas.
    Aber Sie sehen da offenbar einen Zusammenhang zu der Diesel-Debatte, während Sie die Gefährdung unserer Gesundheit durch Stickoxide nicht wahrnehmen wollen.

    Der Wunsch nach individueller Fortbewegung ist so ausgeprägt, dass ich die Prognose wage, niemand wird es schaffen, daran etwas zu ändern.
    Ich stehe bei diesen ganzen Fragen weitgehend hinter der Politik Trumps. Diesel war, zum Glück für die Amis, dort nie ein Thema, und deshalb brauchen sie diesen minderwertigen Antrieb jetzt auch nicht wegzuräumen.

  • Tatsächlich sind die Ursachen für den Klimawandel in der internationalen Wissenschaft strittig.
    Eine Energiewende macht aber aus nationaler Sicht dennoch Sinn.
    Die Kosten für saubere Energie sind fast wettbewerbsfähig und sinken weiter.
    Eine Abhängigkeit von Öl und Gas kann sehr teuer werden und macht uns politisch abhängig von
    arabischen Ländern und Rußland.
    Bis jetzt decken wir ca. 15% des Gesamtenergiebedarfs selbst. Diese 15% brauchen wir nicht importieren
    weil wir Sie selber produzieren können. Diese Produktion sorgt auch für Arbeitsplätze und Beschäftigung.

  • Hi Hi halten Sie schon mal die Luft an und retten Sie die Welt wegen des CO2
    Wir haben nur diese eine Welt und die Verpflichtung sie unseren Kindern und Kindeskindern

  • Herr Caruso, Ihr Versuch meine sehr wahrscheinliche Vorhersage ins Lächerliche zu ziehen kann in Anbetracht von Fakten nur scheitern. Forscht man etwas nach was die Vereinten Nationen für die langfristige Zukunft der Menschheit planen, findet man in der "Convention on Biological Diversity" den Plan, Naturschutzgebiete enorm auszuweiten, und die Bevölkerung in Ballungszentren auf hoher Dichte zu konzentrieren. In den genannten Naturschutzgebieten haben auch Fußgänger keinen Zutritt, ähnlich wie bei manchen Wasserschutzgebieten usw. Wenn Sie die sehr langfristige Zukunftsaussicht betrachten, dann wird in der Tat auch die Bewegungsfreiheit für Fußgänger eingeschränkt werden.

  • Ach Herr Bauer, Sie schon wieder!
    Ich hatte Sie bereits eindringlich auf die Überlegungen hingewiesen, als letzten Schritt auch die Fußgänger einzuschränken, indem man ihnen die Schuhe wegnimmt.

  • Zur Stickoxid/Diesel Diskussion muß man sich nur 2 Fragen stellen: 1. Warum ist nur von PKW die Rede, kaum von LKW? 2. Warum ist nur von Fahrzeugen die Rede, nicht von den Öl-/Gasheizungen die in den Städten genauso Abgase erzeugen? (Heizöl ist gefärbter Diesel). Warum hört man keine Rufe, die Gebäudeheizungen auf Stromheizungen umzustellen und damit die Stickoxidwerte in den Städten zu reduzieren? Warum immer die Fokussierung auf Fahrzeuge? Es gibt nur eine Erklärung, nämlich daß Stickoxid nur der "Fuß in der Tür" ist um Fahrzeuge generell einzuschränken. Man fängt beim Diesel an, dann kommt der Benziner, dann das E-Auto, und dann die Fahrradfahrer dran.

  • Herr Heinz Walde 23.03.2018, 18:47 Uhr

    Sie haben Recht, Herr Walde. Der Wert von 40 mcg NOx im Freien ist schlicht zu hoch festgesetzt!
    Erinnern Sie sich, wie lange Asbest als völlig unschädlich galt? Es sind die "interessierten Kreise", die solche Gifte möglichst lange verharmlost wissen wollen.
    Daher frage ich mich, wann das - schon längst überfällige - totale Diesel-Verbot kommen wird.
    Beim Thema Stickoxide haben wir es mit einer ganz realen Gefahr für Leib und Leben zu tun! Das CO2 der Benziner wurde nur als Begründung vorgeschoben den weitaus schädlicheren Diesel steuerlich zu fördern.

  • Man kann an eine mit CO2 verursachte Klimakatastrophe glauben, die um jeden Preis verhindert werden muß. Dann muß man aber auch kleinere Gesundheitsrisiken von CO2-freien Atomkraftwerken akzeptieren. Beides zu fordern, also Null CO2 und Null Gesundheitsrisiken, ist unseriös und läßt in der Tat vermuten, daß man selbst nicht wirklich an die Klimakatastrophe glaubt. Genau das vermute ich bei den lachenden Abgeordneten - sie wissen genau was wirklick gespielt wird, die Klimahysterie ist nur Theater.

Alle Kommentare lesen
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%