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Handelsblatt Energie-Gipfel Diskussion um Erneuerbare Energien: „Nicht die Klagerechte platt machen“

Ökostrom wird in den kommenden Jahren dringend benötigt. Doch während die einen die Förderung umbauen wollen, fordern die anderen mehr Klagerechte.
15.01.2021 - 08:48 Uhr 3 Kommentare
Die schwarz-rote Koalition hat sich auf eine Reform für einen schnelleren Ausbau von Ökostrom in Deutschland verständigt. Quelle: dpa
Schnellerer Ökostrom-Ausbau

Die schwarz-rote Koalition hat sich auf eine Reform für einen schnelleren Ausbau von Ökostrom in Deutschland verständigt.

(Foto: dpa)

Berlin Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die EEG-Umlagen innerhalb der nächsten fünf Jahre abschaffen. Das kündigte er am Donnerstag auf dem Handelsblatt Energie-Gipfel an – und heizt damit die politische Debatte an. Am Ende des zweiten Tages des Energie-Gipfels diskutierten CDU-Politiker Pfeiffer, Ingrid Nestle (Grüne) und Martin Neumann (FDP) über die Energiewelt der Zukunft und den Umgang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das vor 20 Jahren zur Förderung von Ökostrom eingeführt wurde.

„Das EEG ist leider eines der größten Innovationshemmnisse, das wir haben“, betonte Joachim Pfeiffer, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion. Pfeiffer sprach sich dafür aus, die Umlagen zunächst auf Null zurückzuführen – „und das möglichst schnell“. Mit dem Ende der Kohleverstromung müsse das EEG und seine Förderung dann auslaufen. Das EEG, so Pfeiffer, sei als Anschubförderung für Erneuerbare Energien gedacht gewesen. Mittlerweile liege deren Anteil am Strommix jedoch bei knapp 50 Prozent.

Der CDU-Politiker forderte zudem, die Ausbauziele von grünem Strom zu erhöhen. Derzeit gehe der Ausbau von Wind- und Solarkraft nur schleppend voran – dabei werde der Ökostrombedarf in den nächsten Jahren eher steigen.

Bis März will Wirtschaftsminister Altmaier die Frage klären, wie viel Strom Deutschland im Jahr 2030 vermutlich benötigen wird. Elektroautos, Wärmepumpen und auch die CO2-arme Industrieproduktion werden die Nachfrage nach Strom drastisch nach oben treiben, davon ist auch SPD-Energieexperte Bernd Westphal überzeugt,

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    Und weil dieser Strom in der neuen Energiewelt grün sein soll, heißt das: die Produktion von Wind- und Solarstrom muss trotz aller Widerstände deutlich ausgebaut werden, ebenso wie die Produktion von Wasserstoff.

    Wasserstoff wird für die Energiewende gebraucht

    Das Problem: obwohl die Menschen mehr Ökostrom einfordern, gibt es Akzeptanzprobleme etwa für Windkraftanlagen. Da sollten die Grünen und das SPD-geführte Umweltministerium nun liefern, stichelte Pfeiffer und betonte, dass bei Fragen naturschutzrechtlicher Art bei den Genehmigungen Verbesserungen erreicht werden müssten. „Wir kommen ja nicht voran, weil wir zu wenig Ausbaupfade definiert haben, sondern weil zu viele Windräder beklagt werden.“

    Die Parteivertreter debattieren mit Handelsblatt-Redakteur Klaus Stratmann über die Zukunft der EEG-Umlage.
    Handelsblatt-Energiegipfel

    Die Parteivertreter debattieren mit Handelsblatt-Redakteur Klaus Stratmann über die Zukunft der EEG-Umlage.

    Grünen-Politikerin Nestle widersprach: „Ich will ja gar nicht abstreiten, dass man auch im Genehmigungsrecht noch Dinge verbessern kann, aber man schafft doch keine Akzeptanz, indem man die Klagerechte plattmacht.“

    Einig waren sich die Diskutanten, dass ein enormer Hochlauf bei Wasserstoff nötig sei – auch mit Kapazitäten im Ausland. Ohne Wasserstoff könne die Energiewende nicht gelingen, so die Überzeugung. Nur bei der Farbe scheiden sich die Geister. Während etwa SPD-Politiker Westphal den Fokus auf CO2-freien grünen Wasserstoff forderte, plädierte FDP-Energiepolitiker Neumann auch für blauen Wasserstoff auf Erdgasbasis.

    Mehr: Blau oder grün: Streit um den besten Wasserstoff

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    3 Kommentare zu "Handelsblatt Energie-Gipfel: Diskussion um Erneuerbare Energien: „Nicht die Klagerechte platt machen“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Deutschland muss für die Energiewende endlich Aufwachen, denn es gibt neueste Neutrino-Technologie für die Energiewende. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlichte dazu aktuell: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters" Weltbuch Verlag, 224 Seiten, ISBN 978-3-906212-56-2. Die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind berei Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung mit Strom zu speisen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. In Indien und Russland sind bereits grosse Investitionen geflossen, um die industrielle Standardisierung umzusetzen und erste Prototypen zu bauen.

    • Herr Becker - so ist es.

      Es sollten endlich Politiker in Führung gehen dürfen, die auch über fachliche- und charakterliche Führungskompetenz verfügt.
      Ein Schlaumeier - in Form eines erfolglosen Kinderbuchautors kann mir als Minister gestohlen bleiben.
      Ich liebe dieses schöne Land - aber so langsam kann man diese Inkompetenz nicht mehr ertragen.

      Die Wirtschaft und damit die Steuereinnahmen laufen nicht durch die gute Regierungsarbeit sondern trotz dieser geringen Performance dieser "Führungsmanschaft".

      Vielleicht ist die Schweiz auch schön - jedenfalls vernünftiger.

    • Es geht ums Klima, aber kein Wort über Kernenergie.

      Denke da fehlt eine Facette in der Diskussion.

      Es wird kein grüner Strom benötigt sondern klimaschonender Strom, und da müsste man ja wohl zumindest mal nachdenken dürfen. Machen nach meinem Wissen alle Staaten, nur Deutschland ist völlig borniert.

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