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Handelsblatt-Report „Ich ess’ noch eine Currywurst!“

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Im Paul-Löbe-Haus, Donnerstag.

Er wird mit "Ja" stimmen. Dem Kanzler sein Vertrauen aussprechen. Da bringt Klaus Kirschner niemand von ab. Die taktischen Erwägungen für eine Enthaltung würden vielleicht in der "Berliner Käseglocke" verstanden, wettert er: "Aber wie soll ich die Menschen draußen überzeugen, Schröder zu wählen, wenn ich ihm nicht vertraue?"

In drei Jahrzehnten Abgeordnetenleben hat Kirschner zweimal nicht mit der Fraktion gestimmt. Einmal ging es um die Nachrüstung. Das andere Mal 1982 um eine Eigenbeteiligung im Krankenhaus. Die Agenda 2010 hat der SPD-Linke "trotz Bauchschmerzen" mitgetragen: "Ich weiß, dass eine Regierung nur funktioniert, wenn am Ende die Mehrheit steht", sagt er.

Auf seinem Schreibtisch steht ein Strauß roter Nelken. An der Wand des Büros hängt ein Wehner-Druck mit Autogramm. 43 Jahre gehört Kirschner nun zur SPD. Es fällt ihm nicht leicht, im Konflikt mit der Fraktionsspitze zu scheiden. Deshalb will er auch nicht vor das Verfassungsgericht ziehen: "Ich will die Sache nicht noch schlimmer machen." Sollte ihn aber jemand als "Abweichler" denunzieren, dann wird er sich wehren. Das "kleinkarierte Arschloch" würde ihn von einer anderen Seite kennen lernen. Schließlich geht es um sein Lebenswerk.

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