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Handelsstreit China reduziert laut Trump Zölle auf US-Autos

Nach dem G20-Gipfel vereinbarten die USA und China einen 90-tägigen Waffenstillstand im Handelsstreit. Jetzt berichtet Trump von einem weiteren Erfolg.
Update: 03.12.2018 - 09:26 Uhr Kommentieren

So einigten China und die USA sich auf dem G20-Gipfel

Peking, DüsseldorfChina baut nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Einfuhrzölle für US-Importautos ab. Die Regierung in Peking habe zugesagt, die Abgaben zu „reduzieren und zu entfernen“, die derzeit bei 40 Prozent liegen, erklärte Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Aus Peking gab es zu der Behauptung bislang keine Reaktion. In einem Briefing wenige Stunden nach dem Tweet lehnte der Sprecher des Außenministerium eine Stellungnahme ab. Ursprünglich galten in China auf eingeführte Autos Zölle von 25 Prozent. Zum 1. Juli senkte China diese für andere Länder auf 15 Prozent. Für Autos aus US-Produktion erhöhte Peking die Importabgaben im Handelsstreit dagegen auf 40 Prozent.

Das wirkte sich auf die Verkaufszahlen der amerikanischen Marken in China deutlich negativ aus. Dieses Jahr verkauften Ford und General Motors in den ersten zehn Monaten zusammen nur rund zwei Millionen Autos – fast 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Für Oktober sehen die Zahlen noch düsterer aus: Mit 220.000 verkauften Neuwagen waren es fast 27 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2017.

Sollten die Zölle tatsächlich reduziert werden, würden davon aber nicht nur amerikanische Autobauer profitieren, sondern auch deutsche Hersteller wie BWM, das in seinem US-Werk in Spartanburg beispielweise den in China beliebten Geländewagen X3 produziert.

Zuletzt schwächelte der chinesische Automarkt im Allgemeinen. Während Premiummarken wie BMW, Audi und Daimler noch immer Zuwächse im Verkauf verzeichnen, fällt die Nachfrage im Massenmarkt. Grund dafür sei zum einen die Verunsicherung durch den Handelskrieg, hauptsächlich aber das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum in China, so Cui Dongshu, der Generalsekretär der Vereinigung chinesischer Personenwagenhersteller.

Er weist darauf hin, dass vor allem die Nachfrage in den kleineren Provinz- und Kreisstädten gefallen sei. Die wären in der vergangenen Zeit aber für den rapiden Wachstum des Automarktes zuständig gewesen. “In den Großstädten läuft das Geschäft relativ normal, weil die Stadtregierungen die Immobilienpreise kontrollieren”, sagt er. “Aber im Hinterland besteht die Gefahr einer Immobilienblase.” 

Trump und Chinas Präsident Xi Jinping hatten erst am Samstag im Anschluss an den G20-Gipfel bei einem zweieinhalbstündigen Abendessen einen 90-tägigen Waffenstillstand im Handelsstreit vereinbart. Zudem sollen die Verhandlungen zu Streitfragen wie den Schutz geistigen Eigentums oder Technologietransfer fortgesetzt werden.

Konkret vereinbarten beide Seiten, dass Trump in diesem Zeitraum – anders als angedroht – keine weiteren Zölle auf chinesische Ware erheben oder die bestehenden erhöhen werde. Im Gegenzug, so teilte das Weiße Haus mit, werde China „sofort landwirtschaftliche Produkte“ aus den USA kaufen.

Außerdem werde China künftig seine Importe aus den USA ausweiten, „um schrittweise die Handelsungleichgewichte abzumildern“, sagte Wang. Laut Washington gehe es dabei um Waren aus dem Energie-, Industrie- und Landwirtschaftssektor. Beide Seiten wollen weitere Verhandlungen aufnehmen, mit dem Ziel, alle bisher verhängten Strafzölle zu beseitigen.

Laut Mitteilung des Weißen Hauses habe Xi zudem zugestimmt, eine Genehmigung für die zuvor gescheiterte Übernahme von NXP durch Qualcomm zu erteilen, sollte ihm der Antrag noch einmal vorgelegt werden. Des weiteren habe Xi in einer „wunderbar humanitären Geste zugestimmt“, Fentanyl als kontrollierte Substanz dem Betäubungsmittelgesetz zu unterwerfen.

Mit Agenturmaterial.

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