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Handwerk Umfrage: Jeder fünfte Betrieb will Steuerstundung

Das Handwerk leidet unter der Coronakrise, zeigt eine ZDH-Umfrage. Nicht in jedem Betrieb kommen beantragte Hilfen rasch an.
08.04.2020 - 13:36 Uhr Kommentieren
Staatliche Hilfen kommen in vielen Betrieben in der Coronakrise nicht schnell genug an. Quelle: dpa
Handwerk

Staatliche Hilfen kommen in vielen Betrieben in der Coronakrise nicht schnell genug an.

(Foto: dpa)

Berlin Das Handwerk nimmt die in der Coronakrise angebotenen staatlichen Hilfen dankbar an, klagt aber zum Teil über umständliche Antragsverfahren oder Unklarheit über den Ansprechpartner. So haben 36 Prozent der Betriebe bereits Kurzarbeit beantragt, weitere 17 Prozent haben das vor, zeigt eine Umfrage unter 2750 Unternehmen, die der Zentralverband ZDH vom 2. bis zum 5. April durchgeführt hat.

Nur knapp jeder fünfte Betrieb gab an, dass die Arbeitsagentur den Antrag schnell und unbürokratisch geprüft hat. Allerdings dürfte ein großer Teil der Anträge noch in Bearbeitung sein.

Eine Stundung von Steuerzahlungen hat bislang jeder fünfte befragte Handwerker beantragt. 22 Prozent berichten von einer großzügigen Bewilligung, 24 Prozent von einer raschen Prüfung innerhalb von zwei Wochen. Aber nur gut jedem achten Unternehmen, das eine Steuerstundung beantragt hat, verlangte der Fiskus dafür keine Zinsen ab.

Ein Fünftel der Handwerksbetriebe berichtet von Problemen bei der Beantragung von Überbrückungsdarlehen und Zuschüssen. Vier von zehn Unternehmen haben Schwierigkeiten, die nötigen Unterlagen zu beschaffen. 26 Prozent melden Probleme, die zuständigen Stellen ausfindig zu machen, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. 23 Prozent der Anträge auf Liquiditätshilfen wurden abgelehnt. Und das, obwohl sich sechs von zehn Handwerksbetrieben nicht oder nur teilweise rückzahlbare Zuschüsse wünschen.

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    Viele Verwaltungen, Institutionen und Banken drückten ordentlich aufs Tempo und bearbeiteten Hilfsanträge schnell und effizient, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dem Handelsblatt. Aber viele Betriebe beklagten lange und überfrachtete Antragsverfahren oder einen Wirrwarr bei den Ansprechpartnern. „Es ist dringend nötig, die von Bundesland zu Bundesland teils sehr unterschiedlich ausgestalteten nichtrückzahlbaren Liquiditätszuschüsse anzugleichen“, forderte Wollseifer.

    Die Lage des Handwerks ist verglichen mit der vorherigen Umfrage vom 23. bis 25. März weitgehend unverändert. So berichten 74 Prozent der Betriebe von coronabedingten Umsatzrückgängen. 56 Prozent melden stornierte Aufträge, 45 Prozent des Auftragsvolumens sind betroffen.

    Mehr: Abgesagte Familienfeiern und Installateurstermine, geschlossene Ladenlokale – das Handwerk leidet stark unter den Coronafolgen. Ohne Hilfen stehen viele vor dem Aus.

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