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Hartz IV Sätze könnten um bis zu 45 Euro steigen

Aus Scham, Unkenntnis oder anderen Gründen machen viele Bedürftige ihren Anspruch auf Hartz IV nicht geltend. Diese versteckte Armut führt laut einer Studie dazu, dass der Regelsatz niedriger ist als er sein könnte.
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Nach Expertenschätzungen machen rund 40 Prozent der Bedürftigen ihre Ansprüche nicht geltend. Quelle: dpa

Nach Expertenschätzungen machen rund 40 Prozent der Bedürftigen ihre Ansprüche nicht geltend.

(Foto: dpa)

DüsseldorfHartz-IV-Empfänger könnten einer neuen Studie zufolge einen bis zu 45 Euro höheren Regelsatz der Grundsicherung bekommen. Grund dafür sind die fehlende Berücksichtigung von verdeckter Armut bei der Regelsatz-Berechnung sowie Veränderungen in den Berechnungsverfahren, wie eine von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch in Düsseldorf veröffentlichte Untersuchung ergab. Die Grundsicherung liegt derzeit bei 399 Euro pro Monat.

Die Studie der Forscherin Irene Becker untersucht unter anderem den Einfluss der verdeckten Armut auf den Hartz-IV-Satz. Als verdeckt arm gelten laut Böckler-Stiftung Menschen, die ihren Anspruch auf Grundsicherungs- oder Sozialhilfeleistungen aus Scham, Unkenntnis oder anderen Gründen nicht geltend machen. Dies seien nach Expertenschätzungen rund 40 Prozent der Bedürftigen.

Verteilungsforscherin Becker kommt nun zu dem Schluss, dass der Hartz-IV-Satz zwölf Euro höher wäre, wenn die verdeckt Armen vor den Bedarfsberechnungen ausgeklammert würden.

Welche Arbeitnehmer künftig neue Jobs suchen müssen
Bilanz Hella
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Platz 10: Hella

Seit dem 11. November 2014 ist der Autoteilezulieferer Hella an der deutschen Börse notiert. Bisher konnten die Aktien rund 19 Prozent auf 34 Euro zulegen. Analysten des Bankhauses Lampe sind zuversichtlich, dass sich Hella weiterhin positiv entwickeln wird. Sie empfehlen die Aktien zum Kauf und rechnen mit einem Kursziel von 45 Euro. Trotz der guten Entwicklung plant Hella bis 2017 in Deutschland knapp 800 Stellen abzubauen. Betroffen ist vor allem der Standort Lippstadt. International will der Autozulieferer seine Mitarbeiterzahl dagegen ausbauen.

Branche: Autozulieferer
Stellenabbau (in Deutschland): 760

(Foto: dpa)
Bosch Rexroth
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Platz 9: Bosch Rexroth

Während im Mutterkonzern Bosch über 2000 neue Stellen geschaffen werden sollen, werden bei Bosch Rexroth 790 Arbeitsplätze gestrichen. Das Industrieunternehmen im Bereich der Antriebs- und Steuerungstechnik konnte zwar 2014 seinen Umsatz steigern und auch für 2015 erwartet die Konzernführung einen Umsatzanstieg. Doch wegen des erhöhten Wettbewerbs und der ökonomisch schwierigen Lage in Europa und in Teilen Südamerikas sieht sich der Vorstand zu diesem Schritt gezwungen.

Branche: Maschinenbau
Stellenabbau: 790

(Foto: dpa - picture-alliance)
ATU baut Schuldenberg ab
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Platz 8: ATU

Die finanziell angeschlagene Werkstattkette ATU muss sparen. Schulden im hohen dreistelligen Millionenbereich hatten zur Folge, dass 20 Filialen geschlossen und zahlreiche Mitarbeiter entlassen werden mussten. Insgesamt beschäftigt ATU derzeit 10.000 Mitarbeiter, die nach Aussagen des ATU-Chefs Norbert Scheuch den gleichen Umsatz erwirtschaften würden. Für das Geschäftsjahr 2015/2016 peilt die Konzernführung die Rückkehr in die schwarzen Zahlen an.

Branche: Werkstattkette
Stellenabbau: 900

(Foto: dpa)
Siemens Alstom
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Platz 7: Siemens

Siemens-Chef Joe Kaeser (amtlich Josef Käser) verpasst Deutschlands größtem Elektrokonzern eine neue Struktur. Geplant ist die Aufteilung in die vier Sektoren Energie, Industrie, Medizintechnik und Infrastruktur. Zusätzlich zu der Aufteilung soll die Hörgeräte-Sparte des Münchener Konzerns an die Börse gebracht werden. Die Neuausrichtung des Konzerns kostet allerdings zahlreiche Arbeitsplätze. Allein in Deutschland sollen vor allem in der Energiesparte mehr als 1000 Stellen wegfallen.

Branche: Technologie
Stellenabbau: 1200

(Foto: dpa)
Signal Iduna
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Platz 6: Signal Iduna

Der Namensgeber des Dortmunder Stadions steckt mitten in der Neuausrichtung. Im Rahmen des „Zukunftsprogramms“ will der Versicherungskonzern Signal Iduna bis 2018 etwa 1400 Arbeitsplätze streichen. Als Begründung nannte das Unternehmen das Ziel, eine schlankere Organisationsstruktur in Verwaltung und Vertrieb zu erreichen. Wie viele der 1400 Stellen im Hauptsitz in Dortmund wegfallen werden, ist nicht bekannt.

Branche: Versicherung
Stellenabbau: 1400

(Foto: dpa - picture-alliance)
A logo of UniCredit is seen in downtown Milan
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Platz 5: Unicredit

Auf die Unicredit-Mitarbeiter kommt 2015 ein massiver Stellenabbau zu. Rund 240 der 580 Standorte der Unicredit-Tochter Hypovereinsbank sollen entweder geschlossen oder zusammengelegt werden. Insgesamt geht man von 1500 Arbeitsplätzen aus, die noch im laufenden Jahr gestrichen werden sollen.

Branche: Bank
Stellenabbau: 1500

(Foto: Reuters)
Telefonica und E-plus
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Platz 4: Telefonica Deutschland

Der Zusammenschluss von E-Plus und O2 hat Telefonica zum größten Mobilfunkanbieter in Deutschland gemacht. Doch Größe allein macht ein Netz noch lange nicht gut. Den Netzen von T-Mobile und Vodafone kann das Netz von Telefonica Deutschland kaum etwas entgegensetzen. Punkten will der Konzern daher mit innovativen Verträgen. So bietet der E-Plus Ableger Base einen speziellen Whatsapp-Vertrag für Smartphones an, bei dem der Whatsapp-Datenverkehr nichts ins Datenvolumen einfließt. Neben der neuartigen Verträgen greift der Konzern aber auch zu alten Mitteln, um den Umsatz anzukurbeln. Telefonica Deutschland plant bis 2018 zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland zu streichen.

Branche: Telekommunikation
Stellenabbau: 1600

(Foto: dpa)

Hintergrund ist das statistische Verfahren, mit dem die Grundsicherung ermittelt wird. Dabei werden den Angaben zufolge diejenigen nicht herausgerechnet, die kein Hartz IV bekommen, obwohl sie ein Anrecht darauf hätten. Daher enthalte die Referenzgruppe zur Bestimmung des Regelsatzes Menschen, die unter dem amtlichen Existenzminimum lebten, was im Ergebnis zu einem unzureichenden Regelsatz beitrage, erklärte die Forscherin.

Becker kritisierte zudem, es gebe weitere Unzulänglichkeiten bei der Hartz-IV-Berechnung. Würden Veränderungen der vergangenen Jahre rückgängig gemacht und alle vom Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung im Jahr 2010 formulierten Anforderungen an die Grundsicherung berücksichtigt und die verdeckt Armen herausgerechnet, hätte der Regelsatz für einen Erwachsenen 2014 insgesamt um rund 44 Euro höher liegen können. In diesem Jahr wären es sogar gut 45 Euro.

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  • afp
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2 Kommentare zu "Hartz IV: Sätze könnten um bis zu 45 Euro steigen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es gibt Menschen, die kommen ganz oder fast ganz ohne Geld aus. EInfach mal im Internet recherchieren.

  • Die Reform der Regelbedarfe für die Grundsicherung nach SGB II (Hartz IV) und SGB XII (Sozialhilfe), beschlossen am 25. Februar 2011 vom deutschen Bundestag, ist und bleibt eine höchstrichterlich abgesegnete politische Mogelpackung und ein soziales Placebo. Die Regelsatz-Berechnung bzw. das Berechnungsverfahren ist gesetzlich angewendeter Betrug und die Richter des Bundesverfassungsgerichts und des Bundessozialgerichts handelten eindeutig rechtsmissbräuchlich durch Unterlassung als sie dieses perfide staatliche Konstrukt aus diesem Grund nicht stoppten! Eine weitergehende Erläuterung dazu findet man von Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität zu Köln -- Humanwissenschaftliche Fakultät – Politikwissenschaft hier:

    http://www.christophbutterwegge.de/texte.php
    bzw. hier:
    http://www.christophbutterwegge.de/texte/Butterwegge,%20Hartz%20IV-Kuhhandel.pdf

    Das alles ist nur noch ein unwürdiges Schauspiel von drittklassigen Polit- und Justizdarstellern über vorgeführte Rechtsstaatlichkeit, - das bemerkt sogar eine blinde und senile Justitia. Diese Art des betrügerischen Systemkonformismus ist nicht alternativlos und wird den Damen und der Herrenklasse garantiert noch teuer zu stehen kommen!

    Die Richter in Deutschland zeigten wieder einmal mehr als deutlich wie abhängig sie eigentlich gegenüber gewissen Herrschaften sind und ihnen genauso der Rechtsstaat am verlängerten Rückgrat vorbeigeht wie unserer politischen Führung. Die Feudalkruste hat alles fest im Griff und lässt Gerechtigkeit allenfalls ab und zu von ihren bezahlten Darstellern schauspielern! Allerdings wird diese Kunst zunehmend erbärmlich und unglaubwürdig vorgetragen, das Ansehen der “ehrenwerten“ Richterschaft wird von ihnen selbst auf peinlichste Art und Weise desavouiert.

    Im Zuge der Errichtung der feudalen Euro-Diktatur wird das ganz sicher von den Verfassungsrichtern noch wesentlich verheerender heraus gearbeitet werden; - diese Vollidioten sägen damit an dem Ast, dem sie ihre Existenz verdanken!!!

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