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Hasskommentare Facebook-Hetze fordert Schulen heraus

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„Ziel muss sein, in die pädagogische Vorhand zu kommen“

Für den SPD-Bildungsexperten Ernst Dieter Rossmann steht außer Frage, „dass im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft Themen wie Cybermobbing, Hasskommentare und Gefahren im Netz in den Schulunterricht mit aufgenommen werden müssen“. Dabei sei Medienbildung gefragt, und Medienpädagogen seien wichtiger denn je. Die digitalen Medien entwickelten sich so rasant, dass es nicht nur eine Herausforderung sei, schnell und kontinuierlich darauf zu reagieren. „Das eigentliche Ziel muss ja sein, in die pädagogische Vorhand zu kommen und grundsätzlich auf zukünftige Entwicklungen vorzubereiten“, sagte Rossmann dem Handelsblatt. Hier sei nicht zuletzt die Kompetenz der Lehrkräfte gefordert.

Umso erfreulicher sei es, so Rossmann weiter, dass die Kultusministerkonferenz 2016 eine Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ entwickelt habe, in der auch die Medienkompetenz der Lehrkräfte eine Rolle spiele. Ganz ist das Thema aber nicht. Medienbildung in der Schule und die damit verbundene Qualifizierung von Lehrern hat die Kultusministerkonferenz schon vor fünf Jahren auf die Agenda gesetzt. „Dabei sollte es für alle Lehrkräfte und in ausreichendem Umfang Fortbildungsseminare hierzu geben“, sagte Rossmann. Für ältere Lehrkräfte sei dieser Schritt oft nicht einfach, „aber dringend notwendig, um junge Menschen überhaupt noch zu erreichen“ fügte der SPD-Politiker hinzu.

Die medienpädagogische Kompetenz von Lehrern sei deshalb auch Bestandteil der vom Bundesbildungsministerium geförderten Qualitätsoffensive in der Lehrerbildung. „Medienbildung muss fester Bestandteil der fachspezifischen Lehrerausbildung jeglicher Stufe sein“, verlangte Rossmann. „Lehrkräfte jeglichen Alters müssen Medienkompetenz besitzen oder diese erwerben.“

Den Digital-Plan von Ministerin Wanka sieht Rossmann dabei aber nur „flankierend“ – quasi als Hilfsinstrument, um die Schulen ausreichend mit den entsprechenden Bildungsmedien auszustatten. „Entscheidend wird dabei sein, dass gerade die Kommunen als der wesentliche Schulträger hier mit einbezogen werden und kommunale Konzepte in Ausstattung und Pflege dieser digitalen erweiterten Lernwelten an allen Schulen mit Verbindlichkeit und nachhaltiger Wirkung erstellt werden“, sagte der SPD-Bildungsexperte.

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2 Kommentare zu "Hasskommentare: Facebook-Hetze fordert Schulen heraus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der Kampf der Kulturen findet nicht nur auf den Strassen statt sondern erst recht in Schulen. Je nachdem wer ein Bundesland regiert , je nachdem wird Schulpolitik gemacht. Eine Schule muss einer grundsätzlichen Ordnung unterliegen und die muss in allen Bundesländern gleich sein. Das wird gerade in ROT/GRÜN regierten Ländern untergraben . Hier bekommt jeder zweite das Abitur, auf den Fluren wird gebetet und rituelle Waschungen finden in den Waschräumen statt.

    Eine Schule muss ein neutraler Ort sein , wo nur gelernt wird.

    Auch Religionsunterricht gehört nicht dazu , zu gefährlich wenn Kinder von zu Haus
    aus radikalisiert werden und den glauben über alles stellen.

    Hasskommentare gegen Lehrer und Schüler müssen gesichtet werden und die Schuldigen müssen betraft werden .

    meine alte Meinung, dass man Muslimische und Europäische Schüler trennt und in getrennten Schulen unterrichtet, behalte ich bei . Dann können Muslime 5 mal beten sich rituell waschen und können von Imane unterrichtet werden.

    Das würde Ruhe bringen auch was Hasskommentare betrifft.

  • Schauen sie doch mal vom Weltraum auf die Erde und sagen sie mir wie viele Grenzen und Kulturen sie erkennen können. Ich empfehle jedem das Buch HOMO DEUS und dann lassen sie uns mal auf einem wirklich intellektuellen Niveau diskutieren. Alles andere ist billige Polemik um eine andere Gruppe an die Macht zu bringen ohne den Blick auf das ganze zu werfen geschweige das in Betracht ziehen zu wollen.