Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Hauptstadtflughafen Drohende Zahlungsunfähigkeit: Bund und Länder wollen Hilfe für BER-Betreiber beschleunigen

Wenige Wochen vor dem Start des BER ist die Betreibergesellschaft knapp bei Kasse. Weitere Hilfe soll fließen. Doch es fehlt die Zustimmung aus Brüssel.
07.09.2020 - 08:40 Uhr 4 Kommentare
Drohende Zahlungsunfähigkeit: Hilfe für BER-Betreiber soll beschleunigt werden Quelle: dpa
BER

Der neue Hauptstadtflughafen soll in wenigen Wochen in Betrieb gehen.

(Foto: dpa)

Schönefeld Bund und Länder machen Tempo bei der geplanten Finanzhilfe für die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft (FBB). Sie hatten dem angeschlagenen Unternehmen für dieses Jahr 300 Millionen Euro zusätzliches Eigenkapital in Aussicht gestellt. Weil die Zustimmung der EU-Kommission für die Beihilfe noch aussteht, soll das Staatsunternehmen das Geld nun zunächst als Zuschuss und als Darlehen erhalten, wie das Bundesfinanzministerium dem Haushaltsausschuss des Bundestags mitteilte.

Durch die Zusage der Eigentümer könne die Flughafengesellschaft auf eine verbürgte Kreditlinie zurückgreifen, betont die Parlamentarische Staatssekretärin Bettina Hagedorn den Handlungsbedarf in dem Schreiben, dass der dpa vorliegt.

„Ohne die Finanzierungszusage der Gesellschafter wäre die Zahlungsfähigkeit der FBB für das Jahr 2020 nicht gesichert gewesen.“ Hagedorn verwies auf den Einbruch der Passagierzahlen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld in der Corona-Krise. Die Flughafengesellschaft benötige einen Teil der zugesagten Mittel spätestens im Oktober. Am 31. Oktober soll nach jahrelangen Verzögerungen der neue Hauptstadtflughafen BER ans Netz gehen.

Die drei Flughafen-Eigentümer - neben dem Bund die Länder Berlin und Brandenburg - wollen nach Hagedorns Angaben 98,8 Millionen Euro als direkte Zuschüsse zahlen. Das sei durch die „Bundesrahmenregelung Beihilfen für Flugplätze“ gedeckt. Die übrigen 201,2 Millionen Euro sollen zunächst als Darlehen fließen. Es solle in Eigenkapital umgewandelt werden, wenn Brüssel entschieden hat.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte in der vergangenen Woche gesagt, man benötige doch nur 250 bis 260 Millionen Euro von den Eigentümern. Grund seien Einsparungen. Vorsichtshalber will der Bund dennoch gemeinsam mit Berlin und Brandenburg 300 Millionen Euro bereitstellen. „Der tatsächliche Abruf der Mittel erfolgt natürlich bedarfsgerecht“, betont Hagedorn in dem Schreiben.

    Das Thema steht am kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung des Haushaltsauschusses im Bundestag. Der FDP-Abgeordnete Christoph Meyer konstatierte: „Für die FBB geht es nur noch ums Überleben.“ Die 300 Millionen Euro werden aus seiner Sicht nicht reichen. „Der Bund kann sich schon jetzt auf neue Kreditbitten einstellen.“

    Mehr: Die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft baut in den nächsten Jahren hunderte Stellen ab. Schon in diesem Jahr sinkt die Mitarbeiterzahl um 124.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Hauptstadtflughafen - Drohende Zahlungsunfähigkeit: Bund und Länder wollen Hilfe für BER-Betreiber beschleunigen
    4 Kommentare zu "Hauptstadtflughafen: Drohende Zahlungsunfähigkeit: Bund und Länder wollen Hilfe für BER-Betreiber beschleunigen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • ..... früher wurde die Druckerpresse angeworfen
      ... heute ist es nur ein Tastendruck
      .... und schon stehen Milliarden bereit!

    • der steuerzahler hat es ja.....

    • Wenn die EU-Bürokratie wieder einmal hinderlich ist, kurze Frist setzen und dann trotzdem machen.
      Wir sind doch wohl immer noch ein autark für sich selbst zuständiges Land und unser politisches Führungspersonal gemäß Amtseid dem "Wohle des deutschen Volkes" verpflichtet.
      Seitens der EU wird schon nichts passieren, als das die Damen und Herren sich wieder einmal blamieren.
      Wir sollten diesen bürokratischen Wasserkopf / Bremser nicht mehr ernst nehmen.
      Schließlich sind dort offensichtlich EU-Grundsätzverträge nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben sind.

    • Da kann doch der Scholz einfach die Betreibergesellschaft verstaatlichen und alles ist gut! Dieser Kommentar ist rein sarkastisch gemeint.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%