Hauptstadtflughafen Kompromiss bei Nacht-Lärmschutz in Sicht

Bei all den Problemen in Sachen Hauptstadtflughafen spielt auch der Streit über angemessenen Lärmschutz eine wichtige Rolle. Doch der Flughafenkoordinator für das Land Brandenburg sieht nun Einigungschancen.
Update: 02.01.2014 - 16:27 Uhr Kommentieren
Er ist optimistisch, dass sie sich mit den Lärmgegnern einigen: Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider. Quelle: dpa

Er ist optimistisch, dass sie sich mit den Lärmgegnern einigen: Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider.

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BerlinBrandenburgs Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider ist optimistisch, dass ein Kompromiss für mehr Lärmschutz am neuen Hauptstadtflughafen möglich ist. Dafür lägen einige Vorschläge vor, betonte er am Donnerstag. Wichtig seien nun Verhandlungen mit dem Bund und dem Land Berlin. Eine Ausdehnung des Nachtflugverbots sehe er dagegen nicht. Bretschneider kündigte für den März eine Planungskonferenz an, bei der alle Punkte zusammengefasst werden: „Ich rechne dann mit einem Ergebnis.“

Brandenburg hatte sich entschieden, das erfolgreiche Volksbegehren zur deutlichen Ausweitung des Nachflugverbots anzunehmen. Laut Planfeststellungsbeschluss gilt es bislang für die Zeit von 0.00 bis 5.00 Uhr. Dieser Zeitraum müsste ausgeweitet werden. Das Land Berlin und der Bund – die beiden anderen Flughafen-Gesellschafter – wollen keine Änderung des Planfeststellungsbeschlusses.

Nach Ansicht von Bretschneider müssen für mehr Lärmschutz jetzt alle technischen Möglichkeiten und das Flughafenmanagement genutzt werden. Denn eine Reduzierung der Zahl der Flüge sehe er nicht. Nach Prognosen wird 2025 in einer durchschnittlichen Nacht zwischen 22.30 und 23.00 Uhr mit 13,4 Flugbewegungen gerechnet. Zwischen 23.00 und 23.30 Uhr sind es 10,4 und zwischen 23.30 und 24.00 Uhr 3,9.

Angesichts der Zahlen sei er optimistisch, mit den Airlines oder der Flugsicherung Lösungen zu finden, sagte der Flughafenkoordinator. So könnte der gesamte Luftverkehr nachts zu wechselnden Zeiten nur über eine Start- und Landebahn abgewickelt werden. Dies entlaste die Bewohner unmittelbar betroffener Orte wie Bohnsdorf, Blankenfelde- Mahlow oder Kiekebusch. „Durch werden weder Betriebsgenehmigungen noch der Planfeststellungsbeschluss angetastet“, sagte Bretschneider.

  • dpa
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