Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Haushalt Scholz plant für 2021 neue Schulden von mehr als 160 Milliarden Euro

Eigentlich hatte der Bundesfinanzminister 96 Milliarden Euro neue Schulden für das kommende Jahr geplant. Nun soll die Summe deutlich höher ausfallen.
22.11.2020 Update: 22.11.2020 - 18:16 Uhr 3 Kommentare
Das Bundesfinanzministerium wollte bisher keine Stellung zu den Berichten nehmen. Quelle: AFP
Olaf Scholz

Das Bundesfinanzministerium wollte bisher keine Stellung zu den Berichten nehmen.

(Foto: AFP)

Berlin Bundesfinanzminister Olaf Scholz plant für das kommende Jahr weit mehr neue Schulden als bisher bekannt. Die Nettokreditaufnahme für 2021 wird sich nach Handelsblatt-Informationen auf etwas mehr als 160 Milliarden Euro statt der zunächst geplanten rund 96 Milliarden Euro belaufen.

Die Mehrausgaben ergäben sich zum einen aus Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie. So sind unter anderem rund 39,5 Milliarden Euro als „Corona-Unternehmenshilfen“ vorgesehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erhält zudem einen „Zuschuss zur zentralen Beschaffung“ eines Impfstoffes im Höhe von knapp 2,7 Milliarden Euro.

Die Mehrausgaben listete das Finanzministerium in der am Sonntag an die Haushaltspolitiker des Bundestages verschickten Vorlage für ihre am Donnerstag beginnende Bereinigungssitzung auf. Auf 262 Seiten sind in dem Papier die Anpassungen für alle Ministerien beziffert.

Zum Teil resultiert der drastische Anstieg der neuen Schulden nach Angaben aus der Koalition auf einer Verschiebung von Ausgaben von diesem in das nächste Jahr. Die für 2020 bewilligte Neuverschuldung von 218 Milliarden Euro werde daher bei weitem nicht ausgeschöpft, sagte ein Koalitionsvertreter.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Finanzminister Olaf Scholz äußerte sich am Sonntagabend auf einer Pressekonferenz in Berlin: „Wir haben geplant, für das Jahr 2020 und das Jahr 2021 zusammen etwas mehr als 300 Milliarden Euro aufzunehmen“, so Scholz. „Das wird auch mit leichten Modifikationen in der Perspektive so bleiben.“ Schon jetzt sei aber absehbar, „dass wir wohl nicht alles ausgeben müssen, was wir an Kreditermächtigungen für das Jahr 2022 haben“.

    Der Haushaltsausschuss berät am kommenden Donnerstag in der sogenannten Bereinigungssitzung über den Bundeshaushalt 2021. Der Bundestag soll den Etat dann Mitte Dezember verabschieden.

    Mehr: Die Regeln der Schuldenbremse sind für die heutige Zeit falsch konzipiert, meint Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup.

    • rtr
    • mgr
    Startseite
    Mehr zu: Haushalt - Scholz plant für 2021 neue Schulden von mehr als 160 Milliarden Euro
    3 Kommentare zu "Haushalt: Scholz plant für 2021 neue Schulden von mehr als 160 Milliarden Euro"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Frau Dr. Merkel - denkt vom Ende her-
      und Herr Scholz werden diesen Staat schaffen und
      die DDR 2.0 einführen. Das Ende ist uns aus der Vergangenheit
      bekannt; da waren wir alle sehr überrascht. Wie konnte das
      passieren?

    • Ich beginne damit Artikel über das Big Spender Thema zu sammeln und werde mir auch nicht zu schade dafür sein - für den Falls das ich später zum Big Stifter werden soll - mich möglichst mit anderen dagegen zu wehren. Ich hoffe es wird dann Sammelklagen gegen etwaige staatliche Abgreifaktionen jeglicher Art geben.

    • Ich denke, dass wir uns nicht so viel Schulden aufzuladen brauchen.

      Die Landes- und Bundesregierung machen öffentlichkeitswirksam Rettungspakete - lassen dann die Anträge weg oder machen die Beantragung so kompliziert, dass nur Großunternehmen dies nur mit teuren, externen Beratern auf die Reihe kriegen.

      Frei nach dem Motto: Erst produzieren wir unsere Krisen, dann versprechen wir Rettung, sparen dabei und dann lassen wir uns abwählen und schleichen uns so aus der Verantwortung. Guter Plan. Jetzt brauchen wir nur noch die Versorgungsposten für die Mitläufer von Frau Merkel.

      Ist zwar ein wenig übertrieben von mir -aber bin halt ärgerlich und fühle mich für dumm verkauft.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%