Haushaltsberatungen: Bundesbauministerin Geywitz kündigt Eigenheimförderung an – Union spricht von „Nullnummer“
Das Bundesbauministerium arbeitet an einem Konzept zur Eigentumsförderung.
Foto: dpaBerlin. Das Bundesbauministerium arbeitet an einem Konzept zur Eigentumsförderung. Eine Neubauförderung werde nicht nur konzipiert, um den Bau von klimafreundlichen Wohnhäusern voranzutreiben, sondern auch, um „Familien bei ihrer Eigentumsbildung“ zu unterstützen, sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) am Dienstag in ihrer Rede im Bundestag zum Etat ihres Ministeriums im Jahr 2023. „Dafür steht zurzeit eine Milliarde Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds zur Verfügung.“
Einzelheiten nannte die Ministerin noch nicht. Die Union sprach denn auch von einer „Nullnummer“. Jan-Marco Luczak, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, sagte dem Handelsblatt: „Im Haushalt ist dafür kein Ansatz erkennbar, kein einziger Cent hinterlegt.“
Dabei wäre es so ungemein wichtig, gerade junge Familien bei ihrem Traum von den eigenen vier Wänden zu unterstützen, sagte er weiter. „Angesichts gestiegener Bauzinsen und galoppierender Inflation zerplatzt aber gerade für viele dieser Traum.“
In ihrem Koalitionsvertrag hatten SPD, Grüne und FDP versprochen, es mehr Menschen in Deutschland zu ermöglichen, im selbst genutzten Eigentum zu wohnen. In der letzten Legislaturperiode war das Baukindergeld auf den Weg gebracht worden. 2021 war das staatliche Förderprogramm aber ausgelaufen.