Haussanierung Der Traum vom emissionsfreien Leben kostet viel Geld

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Doch auch dies Geld reicht nicht aus. "Da ist bisher noch nichts klar", sagte Norbert Barthle (CDU), haushaltspolitischer Sprecher der Union. Bartholomäus Kalb (CSU) gibt sich schon kämpferisch: "Aus dem Bauetat wird das Geld sicher nicht kommen können. Es geht nur mit zusätzlichen Einnahmen." Fünf Mrd. Euro seien jährlich bis 2050 nötig, um das Ziel zu erreichen, sagte Kohler. Da das Gebäudesanierungsprogramm derzeit je Euro acht bis neun Euro Privatinvestitionen auslöst, belaufen sich die Gesamtkosten der Gebäudesanierung auf bis zu 50 Mrd. Euro pro Jahr. "Wir benötigen Dienstleistungsangebote, die die Investitionen erleichtern und zeigen, dass sich damit die Energiekosten massiv senken lassen", sagte Kohler.

FDP warnt vor "kalter Enteignung"

Die Regierung will Investitionen erleichtern und dazu das Steuer- und das Mietrecht ändern. Weil dies aufwendig ist, werden Ende des Monats noch keine konkreten Gesetzentwürfe vorliegen. Auch in der Koalition besteht Ratlosigkeit, wie die Ziele konkret umgesetzt werden. Fest steht indes, dass Eigentümer nicht per Zwang ihre Häuser sanieren müssen. "Eine kalte Enteignung über faktisch unfinanzierbare und unerfüllbare Sanierungsvorschriften wird es mit uns nicht geben", kündigte FDP-Fraktionsvize Patrick Döring an. Sowohl Röttgen wie auch Ramsauer dürften solche Befürchtungen geahnt haben. Beide haben dies bereits ausgeschlossen.

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4 Kommentare zu "Haussanierung: Der Traum vom emissionsfreien Leben kostet viel Geld"

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  • [2] Peter, richtig, es sind Chaoten.

    "Also haben viele das Fenster angekippt und futsch war die große Einsparung."
    Nebeneffekt ist, die Konvektion wird unterbunden und eine Tiefenlüftung bleibt aus.
    Richtig Lüften heißt Querlüften, auf der Diele muß sich das bemarkbar machen.
    besser ist allerdings Zwanslüftung mit Wärmerückgewinnung.

  • [1] Ron777,

    "Wir ummanteln Altbauten mit Riesendämmschichten. Feuchtigkeit und Schimmel entstehen, wenn nicht täglich vielfach gelüftet wird. Keiner will sehen, dass am Ende genauso viel Energie durch das Lüften verloren geht."
    Ja, dann ist erst einmal die denkmalgeschützte Fassade futsch oder innen angebracht, ein Teil der vermietbaren Fläche.
    10 cm Fassadendämmung hat einen PEi von 70 kWh und kostet erst einmal Energie. Da es sich nur um Laborwerte handelt und Dämmungen die Umgebungsfeuchte aufnehmen, stimmt natürlich und schließlich keine Wärmebedarfsberechnung. innendämmungen haben einen außerordentlich hohen Herstellungsaufwand durch anschließende innenwände und Decken, die nicht ungedämmt bleiben können. Dampfsperren gehören dazu. innenstuck muß versetzt werden. Und was ist dann?
    Es ist wie mit dem Kaffee in der Thermoskanne.
    Damit Nutzer nicht an ihren eigenen Ausdünstungen verblöden, ist eine Luftwechselrate von 0,5 angesagt.
    D.h. die Raumluft soll alle 2 Stunden komplett ausgetauscht werden. Wird die Lüftungszeit überzogen, dann müssen auch alle bauteile und Einrichtungen wieder aufgeheizt werden.
    Und wenn man alles richtig gemacht hat, dann kommt der Heimwerker mit seinem Projekt und bohrt und bohrt und bohrt, bis alle Dämmungen und Dampfsperren durchsiebt sind und seine boxen, Lampen, Regale, Vorhänge usw. richtig sitzen.

    Diese Einsicht ist unseren Vormündern nicht gegeben.
    Räume müssen klimatisiert werden!

    Und betrachtet man die Wirkung auf eine sich fortentwickelnde Gesellschaft mit völlig neuen Ansprüchen, so ist die Konservierung kaiserzeitlicher Lebensart das Hauptproblem.
    in den Fabrikhallen verpufft die Wärmeenergie, in den Wohnungen wird sie gebraucht und zwischen beiden rollt der Verkehr. Der dafür notwendige Energieaufwand, ob E-Mobil oder benzinkutsche, ist gleich.
    Werden Kinder an Hauptverkehrsstraßen künftig durch zusätzliche Wärmedämmungen weniger Asthma-Erkrankungen zu erleiden haben?
    Werden durch den Aufwand Mieten billiger? Oder wird der Sozialstaat etwa finanzierbarer? Nein!
    Nationen, die neu bauen, werden uns überholen!

    http://www.bps-niedenstein.de/

  • Chaoten!
    Hier will sich jemand profilieren. ich erinnere mich sehr gut an die Diskussionen um die Außendämmung mit Styropor Anfang der neunziger Jahre. Angefangen hatte man mit Schichten von 4 bis 6 cm, und es hieß immer, der Taupunkt liege in der Dämmung, es könne nichts passieren. Nicht lange darauf kamen die ersten Klagen über Schimmel. Der Schwarze Peter wurde den bewohnern zugeschoben, die nicht richtig lüften würden. Alle paar Stunden solle man für fünf bis zehn Minuten Stoßlüften. Keiner der Spezies, die das erfunden haben, dachte dabei daran, dass moderne Fenster mit Kompriband und Montageschaum luftdicht eingepasst werden und in einem Schlafzimmer üblicher Größe nach einigen Stunden die Luft knapp wird. Da sollte dann der Mieter nachts um drei aufstehen und stoßlüften. Falls er nicht ohnehin gerade beim Stoßen und Lüften war hätte er sich einen Wecker stellen müssen oder wäre vom Sauerstoffmangel aufgewacht. Also haben viele das Fenster angekippt und futsch war die große Einsparung.
    Was ich damit sagen will ist folgendes:
    Gebäudeeigentümer weiteren Anreiz zu geben, Energie zu sparen, ist eine sehr gute Sache. Die Einführung des Energieausweises war eine wirklich gute idee, dem Mieter oder Käufer einer immobilie eine energetische Einschätzung der Wohnung oder des Gebäudes an die Hand zu geben, mit der er u.a. über den Kaufpreis oder die Kaltmiete verhandeln konnte. Null-Emmission im bestand schießt zweifelsohne weit über das Ziel hinaus. Hier muss ein sinnvoller Kompromiss gefunden werden zwischen dem, was wirtschaftlich machbar ist und bezahlbar bleibt. Oder wollen wir wirklich alle Jugendstilfassaden unter 30 cm Styropor verschwinden lassen?

  • immer steht ideologie an erster Stelle. Diese ist oft fehlgeleitet und interessengelenkt. beispiele: Man zwingt der bevölkerung giftige und teilweise unbrauchbare (Zeitverzögertes Einschalten , Flimmern usw.)Energiesparlampen auf. Stattdessen könnten wir ein Mehrfaches an Energie einsparen, wenn wir z.b.verbrauchsgesteuerte Heizungspumpen einsetzen würden. Sie springen nur dann an, wenn auch wirklich neues Warmwasser gebraucht wird. Stromkosten von 100 Euro pro Jahr an Einsparungen.
    Wir ummanteln Altbauten mit Riesendämmschichten. Feuchtigkeit und Schimmel entstehen, wenn nicht täglich vielfach gelüftet wird. Keiner will sehen, dass am Ende genauso viel Energie durch das Lüften verloren geht. Stattdessen sollten wir Wärmetauscher in unseren Abflussrohren (Dusche und Küchenspüle) installieren. Hier gibt es viel kostenlose Wärme zu gewinnen. Es gibt diverse solcher beispiele. bei den Energieeinsparungsmöglichkeiten stehen wir am Anfang einer ehrlichen Auseinandersetzung.

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