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Henriette Reker im Silvester-Ausschuss Kölns Oberbürgermeisterin kritisiert Land und Polizei

Ein halbes Jahr nach den Exzessen der Silvesternacht sagt Kölns Oberbürgermeisterin im Untersuchungsausschuss aus und kritisiert die damalige Polizeispitze und die Landesregierung. Fehler bei der Stadt sieht sie nicht.
Kölns Oberbürgermeisterin erklärte im Untersuchungsausschuss, dass Polizeipräsident Wolfgang Albers sie nur unzureichend über die Gewaltexzessen in der Kölner Silvesternacht informiert habe. Quelle: dpa
Henriette Reker

Kölns Oberbürgermeisterin erklärte im Untersuchungsausschuss, dass Polizeipräsident Wolfgang Albers sie nur unzureichend über die Gewaltexzessen in der Kölner Silvesternacht informiert habe.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat nach den Silvester-Übergriffen am Hauptbahnhof die damalige Polizeispitze sowie die Landesregierung kritisiert. Weder Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) noch Innenminister Ralf Jäger (SPD) hätten sich nach den Gewaltexzessen bei ihr gemeldet, sagte die parteilose Politikerin am Montag im Untersuchungsausschuss des NRW-Landtags. Dagegen habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sie telefonisch am 5. Januar nach ihrer Einschätzung gefragt. „Ich habe ihr gesagt, dass viel zu wenig Polizeipräsenz da war und die Polizei die Situation einfach nicht in den Griff bekommen habe.“

Als „angemessen“ bezeichnete es Reker, dass Polizeipräsident Wolfgang Albers in den vorzeitigen Ruhestand geschickt wurde. Albers habe öffentlich von ausreichend eingesetzten Einsatzkräften gesprochen und behauptet, dass es keinen rechtsfreien Raum gegeben habe. Der tatsächlichen Lage habe dies nicht entsprochen. Zudem habe er sie persönlich nur unzureichend informiert.

An Silvester waren am Hauptbahnhof unter den Augen der Polizei Hunderte Frauen ausgeraubt und sexuell bedrängt worden. Laut Staatsanwaltschaft liegen bislang 1200 Strafanzeigen vor. Reker war in den Folgetagen unter Druck geraten. Die Stadt habe sicherheitspolitische Konsequenzen gezogen und biete den Opfern Hilfen an, betonte die Oberbürgermeisterin. Versäumnisse seitens ihrer Verwaltung gebe es nicht: Sie sehe Fehler „in“ der Stadt, aber nicht „bei“ der Stadt, sagte Reker.

  • dpa
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