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Hoffnung auf neuen Job ist gering Arbeitslose ziehen für neue Stelle nicht um

Die meisten Arbeitslosen in Deutschland würden nach einer Umfrage für eine neue Stelle nicht umziehen. 63 Prozent der Arbeitslosen sind nicht bereit, ihren Wohnort zu wechseln, wenn dies für eine neue Arbeitsstelle nötig würde, ergab eine Umfrage des Instituts Infratest dimap für die Tageszeitung „Die Welt“.

HB BERLIN. 36 Prozent würden dagegen den Möbelwagen bestellen. Laut Umfrage würden zudem 54 Prozent der Befragten auch keine mehrstündigen Fahrten zum Arbeitsplatz in Kauf nehmen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind Arbeitslose unter bestimmten Bedingungen gesetzlich dazu verpflichtet, zur Beendigung der Arbeitslosigkeit den Wohnort zu wechseln. Ein Umzug sei laut Sozialgesetzbuch zumutbar, „wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird“. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an sei Arbeitslosen ein Umzug in der Regel zumutbar, wenn dem nicht familiäre Bindungen entgegenstünden.

Die Befragung durch Infratest dimap bestätigt weitgehend das Ergebnis einer Umfrage des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus 2002. Damals hatten 63 Prozent der befragten Arbeitslosen erklärt, sie würden für eine Stelle „auf keinen Fall“ den Wohnort wechseln; 26 Prozent waren dazu „nur ungern“ bereit. Lediglich 11 Prozent hatten erklärt, sie wären dazu „ohne weiteres“ bereit. Das zur BA gehörende Institut hatte damals 20 000 Erwerbslose befragt. Infratest dimap befragte am 21./22. März telefonisch 1000 Arbeitslose.

Gering ist die Hoffnung der Arbeitslosen, einen neuen Job zu finden. Lediglich fünf Prozent bezeichnen den Angaben zufolge ihre Chance als sehr groß, weitere acht Prozent als groß. Im Gegenzug schätzen 43 Prozent ihre Chance als sehr gering und 29 Prozent als gering ein, wieder eine Arbeit zu finden, obwohl jeder zweite Arbeitslose angibt, dass er sich intensiv um einen neuen Job bemüht.

Unterdessen lehnt die Mehrheit der Bundesbürger einen Stellenabbau im Inland ab, auch wenn dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Großkonzerne leidet. Rund 62 Prozent der Bürger fordern, dass Großkonzerne an ihren Arbeitsplätzen festhalten, auch wenn dies die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schwächt, wie „Focus-Money“ unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage des Bonner Europressedienstes berichtet. 31 Prozent seien mit einem Stellenabbau einverstanden.

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