Hohe Lohnnebenkosten Arbeit verteuert sich besonders in Deutschland

Mehr als doppelt so stark wie in der Euro-Zone sind die Arbeitskosten für die deutsche Wirtschaft gestiegen. Verantwortlich dafür sind bei weitem nicht nur bessere Verdienste.
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Die Arbeitskosten sind in Deutschland so stark gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Quelle: dpa

Die Arbeitskosten sind in Deutschland so stark gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr.

(Foto: dpa)

BerlinArbeit hat sich in Deutschland mehr als doppelt so stark verteuert wie in der Euro-Zone. Die Arbeitskosten für die deutsche Wirtschaft stiegen im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent und damit so stark wie seit fast vier Jahren nicht mehr, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Brüssel mitteilte.

In der gesamten Währungsunion fiel das Plus mit 1,6 Prozent deutlich geringer aus, weil in vielen Krisenstaaten die Löhne gekürzt wurden.

Für den Anstieg in Deutschland sind allerdings nicht nur bessere Verdienste verantwortlich, sondern auch höhere Lohnnebenkosten. Für letzteres sorgte die zunehmende Zahl von Krankheitstagen, die zu höheren Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall führten.

  • rtr
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9 Kommentare zu "Hohe Lohnnebenkosten: Arbeit verteuert sich besonders in Deutschland"

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  • @RDA

    Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar!!

  • "Lohnnebenkosten" ist ein Kampfbegriff, der lediglich dazu dienen sollte, die paritätische Finanzierung der Sozialversicherungen aufzugeben. Auf die schaffung von Arbeitsplätzen haben Sozialabgaben aber keinen Einfluss (in Österreich zahlen Arbeitgeber 12,55% Rentenbeitrag +1,25 Betriebsrente, Arbeitnehmer nur ca. 10% Rentenbeitrag. Massenarbeitslosigkeit gibt es deswegen noch lange nicht).

    Höhere Krankenstände, Dienst nach Vorschrift und generell unmotivierte Mitarbeiter sind dagegen ernsthafte Probleme und Kostenfaktoren für die Arbeitgeber. Und wer mal ganz genau über die Ursachen nachdenkt, könnte schnell zu dem Schluss kommen dass, prekäre Arbeitsverhältnisse, jahrelang stagnierende Reallöhne, zu dünne Personaldecken und insgesamt zu geringe Wertschätzung der Angestellten als Menschen die Ursachen sind. Die gesamte Wirtschafts- und Steuerpolitik der letzten Jahre zielte darauf ab, Unternehmen zu entlasten und die Belastung hin zu Arbeitnehmern zu schieben. Das wirkt nicht gerade motivierend.

  • Auch die hohen Kranken- und Rentenbeiträge, die die AG ja mitzahlen, sollten die AG mal selbst überprüfen, dann kommen sie auch drauf, dass sie Staatsaufgaben mitfinanzieren mit diesen Beiträgen.

  • Ric
    Volle Zustimmung.
    So ist es

  • Krankfeiern ist ansteckend

  • Keiner schafft auf Dauer 12-14 Std. als Führungskraft oder 3 prekäre Jobs als Niedriglöhner. Burnout ist lediglich eine Frage der Zeit.

    Echte Unternehmenskultur findet man nur noch bei kleinen mittelständischen Betrieben, die eigenverantwortlich selbst finanzieren und gut ausgebildete Mitarbeiter langfristig binden möchten.

    Eine Vergleichsstatistik hierzu wäre sicherlich aussagekräftig.

  • Warum nicht mal den Sozialsteuerbereich überprüfen, den größten Posten des Haushalts und der Abgaben an den Staat.
    Wenn das Weltsozialamt geschlossen und dann der Rest mal "ausgemistet" und nur noch für Berechtigte "geöffnet" bleibt ließe sich mit Sicherheit sehr viel einsparen.

  • Warum sind die Arbeitnehmer mehr krank? Das muss doch Ursachen haben. Sie liegen meistens nicht im privaten Bereich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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