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Ifo-Beschäftigungsbarometer Abkühlende Konjunktur bremst deutschen Jobboom kaum

Obwohl Unternehmen ihre Geschäftsaussichten verhaltener bewerten, sind sie weiter auf Personalsuche. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer steigt kräftig.
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Ifo-Barometer: Abkühlende Konjunktur bremst Jobboom kaum Quelle: dpa
Baustelle in München

Vor allem Architektur- und Ingenieurbüros suchen neue Mitarbeiter.

(Foto: dpa)

Berlin Die „Fachkräfteklemme“ sei ein ernstes Wachstumshemmnis, warnte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), als er diese Woche zusammen mit den Ministern für Inneres und Wirtschaft den Entwurf für das Fachkräfteeinwanderungsgesetz vorstellte. Und Entspannung ist hier vorerst nicht in Sicht.

1,2 Millionen offene Stellen zählt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) derzeit in Deutschland. Und die Unternehmen suchen weiter Personal. Zuletzt hat ihre Einstellungsbereitschaft sogar wieder leicht zugenommen. Darauf deutet das Ifo-Beschäftigungsbarometer hin, das die Münchener Konjunkturforscher monatlich für das Handelsblatt berechnen.

Der Indikator, der auf einer Befragung über die Beschäftigungsabsichten von rund 9.000 Unternehmen fußt, ist nach drei Rückgängen in Folge im Dezember wieder gestiegen. Und das kräftig – von 103,5 Punkten im Vormonat auf 104,2 Zähler. „Trotz abkühlender Konjunktur in Deutschland wächst die Zahl der Beschäftigten“, kommentierte Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe die Werte.

Insbesondere Architektur- und Ingenieurbüros suchten neue Mitarbeiter. Im Handel zog die Einstellungsbereitschaft wieder an, im verarbeitenden Gewerbe ist sie seit drei Monaten weitgehend konstant. Einen leichten Rückgang verzeichnete im Dezember nur das Bauhauptgewerbe, das besonders unter Arbeitskräfteknappheit leidet.

In der Herbst-Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) nannten 62 Prozent der befragten Unternehmen den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko – ein Rekordwert. Obwohl die Firmen angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen verhaltener auf ihre Geschäftsaussichten blickten, schlage sich dies bisher nur bedingt in den Beschäftigungsabsichten nieder, so der DIHK.

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Der Jobboom führt auch mit zu einem steigenden Arbeitsvolumen. So arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland laut IAB im dritten Quartal 15,64 Milliarden Stunden – so viel wie nie in einem Vierteljahr seit Beginn der gesamtdeutschen Datenreihe im Jahr 1991.

Für das kommende Jahr rechnet das Ifo-Institut aber mit einer Abschwächung des Beschäftigungsbooms – auch wegen des Arbeitskräftemangels. Die Münchener Forscher erwarten jedoch, dass die Zahl der Erwerbstätigen 2019 um rund 380.000 Personen weiter deutlich steigen wird – nach voraussichtlich 577.000 in diesem Jahr.

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