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Ifo-Beschäftigungsbarometer Bauunternehmen stocken weiter kräftig ihr Personal auf

Im Bau- und Dienstleistungssektor ist die Einstellungsbereitschaft laut dem Ifo-Beschäftigungsbarometer gestiegen. Getrieben wird der Jobaufbau durch den Export.
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Das Baugewerbe boomt weiterhin in Deutschland. Quelle: dpa
Wohnungsbau

Das Baugewerbe boomt weiterhin in Deutschland.

(Foto: dpa)

BerlinKaum eine Branche profitiert mehr von staatlichen Investitionen als das Bauhauptgewerbe. 2018 sammelte es laut Statistischem Bundesamt öffentliche und private Aufträge im Volumen von 79,5 Milliarden Euro ein – so viel wie seit 1994 nicht mehr.

Um die hohe Nachfrage decken zu können, hätten die Unternehmen stark in Geräte und Personal investiert – auch im Vertrauen auf Investitionen des Bundes, sagt der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands ZDB, Felix Pakleppa: „Diese Signale dürfen jetzt nicht infrage gestellt werden. Deutschland braucht die Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Wohnungsbau.“

Auch wenn Pakleppa vor dem Tritt auf die Ausgabenbremse warnt, ist von Angst vor einer Auftragsflaute am Bau nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die Unternehmen bauen weiter kräftig Personal auf. Darauf deutet das Ifo-Beschäftigungsbarometer hin, das die Münchener Konjunkturforscher monatlich exklusiv für das Handelsblatt berechnen. Im Baugewerbe wie auch im Dienstleistungssektor ist die Einstellungsbereitschaft im Februar gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen.

Ifo-Barometer sinkt leicht

Etwas abgeflacht hat sich die Beschäftigungsdynamik im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Infolgedessen ist das Ifo-Barometer, das auf den Personalplänen von rund 9000 Firmen fußt, im Februar leicht auf 102,9 Zähler gefallen, nach 103,0 Punkten im Januar. „Trotz abkühlender Konjunktur ist der deutsche Arbeitsmarkt aber weiterhin intakt“, sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

Allein das Bauhauptgewerbe hat seit 2010 unter dem Strich rund 130.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Im laufenden Jahr könnte der Personalbestand die Marke von 850.000 erreichen. In der Metall- und Elektroindustrie (M+E) als industrieller Schlüsselbranche wurden seit März 2010 netto sogar rund 612.000 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt.

Getrieben wird der Beschäftigungsaufbau nicht zuletzt durch den Export. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts haben die Firmen der Metall- und Elektroindustrie 2018 Güter im Wert von 766 Milliarden Euro ausgeführt – so viel wie noch nie. Die Exportquote als Anteil des Auslandsumsatzes am gesamten Umsatz blieb stabil bei 56,5 Prozent.

Wie anfällig der Jobboom sein kann, zeigt aber der größte Kunde. Zehn Prozent der M+E-Ausfuhren gingen in die USA. „Protektionistische Politik oder die Ankündigung von Strafzöllen auf deutsche Fahrzeuge bleiben erwartungsgemäß nicht ohne Folgen, insbesondere für Unternehmen, die über langfristige Investitionen entscheiden müssen“, sagt der Chefvolkswirt des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Michael Stahl.

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