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Ifo-Schätzung Athen-Pleite würde Deutschland über 80 Milliarden kosten

Geht Griechenland Pleite, wird es für den deutschen Steuerzahler teuer. Wie groß der Schaden für die Steuerzahler würde, hängt allerdings davon ab, ob das Land im Fall der Fälle in der Euro-Zone bleibt oder ausscheidet.
25.07.2012 - 14:04 Uhr 11 Kommentare
Die Entscheidung über Austritt oder nicht hat laut Ifo auch finanzielle Konsequenzen für Deutschland. Quelle: dpa

Die Entscheidung über Austritt oder nicht hat laut Ifo auch finanzielle Konsequenzen für Deutschland.

(Foto: dpa)

München Bei einem Staatsbankrott Griechenlands würde ein Verbleib des Landes im Euroraum für die deutschen Steuerzahler laut Ifo-Institut teurer werden als ein Austritt. „Falls Griechenland zahlungsunfähig wird und aus dem Eurosystem ausscheidet, müsste die Bundesrepublik Deutschland mit einem Verlust von bis zu 82 Milliarden Euro rechnen“, teilten die Münchner Wirtschaftsforscher am Mittwoch mit. „Falls Griechenland zahlungsunfähig wird und im Euroraum verbleibt, ist mit einem Verlust von bis zu 89 Milliarden Euro zu rechnen.“

In diesen Summen seien die ausgezahlten Beträge aus den beiden Rettungspaketen für Griechenland, die Käufe von griechischen Staatsanleihen durch die Zentralbanken der Euroländer, die Target-Verbindlichkeiten der griechischen Zentralbank, die Verbindlichkeiten Griechenlands aus der überproportionalen Ausgabe von Banknoten und die Forderungen der griechischen Notenbank gegenüber den griechischen Banken enthalten. Nicht berücksichtigt sind Abschreibungsverluste deutscher Banken, Versicherungen und anderer Privatgläubiger, erläuterte das Ifo-Institut.

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    • dpa
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    11 Kommentare zu "Ifo-Schätzung: Athen-Pleite würde Deutschland über 80 Milliarden kosten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Heute bei plusminus..
      http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,fcoujt6u8xgku2c5~cm.asp
      Aus dem link..
      Um die 700 Milliarden des "Europäischen Stabilitätsmechanismus", des ESM, zu transportieren bräuchte man 350 LKWs. Für 95 davon muss Deutschland haften – elf sogar direkt in den Rettungsfonds einzahlen. Und selbst das ist nur ein kleiner Teil der auf Deutschland lastenden Risiken. Wenn man die vorher schon beschlossenen Hilfspakete, Griechenlandrettung, ESFS und die Target2-Kredite zusammen betrachtet, haftet Deutschland heute schon für mehr als 350 LKW-Ladungen voll 100-Euro-Scheinen. Mehr als 700 Milliarden Euro.
      Tatsächlich hätte der Bundestag kaum eine Wahl. Wenn Spanien oder auch andere ausfallen und selbst nicht mehr einzahlen können ist Deutschland laut ESM-Vertrag sogar zwingend verpflichtet, deren Anteil mit zu übernehmen! Im ESM-Vertrag heißt es:

      "Die ESM-Mitglieder verpflichten sich unwiderruflich und uneingeschränkt (...) innerhalb von sieben Tagen ab Erhalt der Aufforderung einzuzahlen."

      Und weiter:

      "Versäumt es ein ESM-Mitglied, diese Zahlung zu begleichen, werden sämtliche Stimmrechte dieses ESM-Mitglieds solange ausgesetzt, bis die Zahlung erfolgt ist."

      Und nach oben gibt es keine Grenzen. Wenn man alle Bank- und Staatsschulden der Krisenländer addiert, geht es um bis zu 13.000 Milliarden.

    • Wie alle müssen für den Zocker Wahn bezahlen, schade das nicht die verantwortlichen zu Rechenschaft gezogen werden und bestraft werden, so müsste das normalerweise sein...

    • Korrektur:
      ...war im vergangenen Jahrhundert DREI MAL PLEITE...

    • Die Griechen haben nun allen gezeigt, wie es geht:
      Man macht Schulden - und erpresst dann die Gläubiger!

      Und je mehr Geld man Griechenland gibt (und damit den Schuldenstand erhöht), desto abhängiger und erpressbarer macht man sich von den Eseltreibern!

      Hätte man sie vor 2 Jahren pleite gehen lassen (Griechenland war im vergangenen Jahr DREI MAL PLEITE und hat den Drachme abgewertet!), dann hätte man das heutige Chaos nicht.

      Es ist unglaublich, was die Politik (deutsche, einzelne europäische und EU-Brüssel) in den letzten 10 Jahren angerichtet hat. Unglaublich!

      "Politiker" und "Kompetenz" sind Begriffe, die sich gegenseitig ausschließen.

    • Hätte man vor 15-18 Monaten die Notbremse gezogen, wie es die meisten Finanzexperten und Ökonomen gefordert haben, hätte man viele Steuer-Milliarden nicht verschwendet. Denn es war und ist eindeutig, dass Griechenland nicht zu retten ist, auch, weil sie nicht "reformbereit" sind.

      Ergo: Es war und ist Steuergelder-Verschwendung, Insolvenz-Verschleppung mit der Folge noch größeren Schadens, Veruntreuung von Staatsvermögen und Steuergeldern. Das MUSS Folgen haben!

      Ich fordere, dass die Politiker für das EURO-Desaster (Zulassung der Griechen zum EUR, EZB-Kurs, politische Lügen und Versprechungen in den letzten 10-12 Jahren, fehlende Kurskorrekturen spätestens seit 2005 in Italien, Spanien, Griechenland etc., fehlene Leitung und Korrektur seitens Brüssel usw. usw.) UND an der Veruntreuung von Milliarden EURO in den letzten 2 Jahren zur Verantwortung gezogen werden!
      +++ Kommentar von der Redaktion editiert +++

    • Athen-Pleite würde Deutschland über 80 Milliarden kosten,
      das ist bezahlbar. Würde Griechenland weiterhin dem Euro treu bleiben, wären die Forderungen an Deutschland gigantisch und das endlos. Das Griechenland wird aufgrund der harten Euro-Währung mit oder ohne Hilfe kollabieren.

      Sobald Griechenland eine schwächere Währung hat, können wirtschaftliche Unterstützungen von der EU das Land sehr schnell aus seiner „Depression“ befreien, was der gesamten europäischen Wirtschaft zuträglich ist.

    • Egal was es jetzt kostet, später ist es noch viel teurer.

      Das Problem ist doch, dass wir Deutsche an Verträge Glauben, für die sich andere gar nicht interessieren. Und auf hiesiger Seite muss man den "vermeintlichen Verhandlern" vorhalten, dass sie nie die Ernsthaftigkeit der Verträge eingefordert haben. Dieser Vorwurf gilt sowohl gegenüber den Südländern als auch gegenüber der EZB.

      Für solche verbohrte Ignoranz kann und darf es keine Immunität geben.

    • Was heißt da "wird" teuer?

      Die Verluste sind doch tatsächliche schon längst da - bloß noch nicht buchhalterisch aufgedeckt.

      Jeder Monat die man die Pleite verzögert, kostet Deutschland allerdings 300 Millionen extra.

      Denn der EFSF finanziert das griechische Haushaltsdefizit weiter, und die EZB hält die griechischen Zombiebanken mit Not-Liquiditätshilfen über Wasser.

      Damit muß so schnell wie möglich Schluß gemacht werden.

    • egal was wir zahlen habtsache die sind drausen.

      ansonsten kostet uns das noch viel mehr.

    • 82Mrd Verlust, die der Steuerzahler zahlt. Demgegenüber weit über 100Mrd Euro gesparter Zinskosten von Unternehmen und Staat! Ist doch ein guter Schnitt. Hat sich gerechtnet, insbesondere für die Eigner der Unternehmen.

      Der Depp ist der Steuerzahler und ein Volk im Süden Europas, das man in den Ruin getrieben hat.


      Was würde es den kosten, würde man die spanischen und auch deutschen Pleitebanken Bankrott gehen lassen? Dann wäre das Zockerspiel beendet!
      VOn den gesparten Milliarden könnten die Kontoinhaber bis zu einer Festgrenze entschädigt werden!

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