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IG-Metall-Chef Wetzel „Wir machen unbequeme Vorschläge“

Der IG-Metall-Chef spricht im Handelsblatt-Interview über Projekte im Bündnis für Industrie, das nicht immer einfache Verhältnis der Wirtschaft zur Politik und darüber, wie der Standort Deutschland gestärkt werden kann.
03.03.2015 - 13:49 Uhr
„Ergebnisse dürfen nicht zwischen Aktendeckeln landen.“ Quelle: dpa
Detlef Wetzel

„Ergebnisse dürfen nicht zwischen Aktendeckeln landen.“

(Foto: dpa)

Berlin An diesem Dienstag konstituiert sich in Berlin das „Bündnis für Industrie“, das nicht zuletzt auf Detlef Wetzels Initiative zurückgeht. Der IG-Metall-Chef ist überzeugt, dass der Dialog zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik wegen gemeinsamer Interessen erfolgreicher wird als einst beim „Bündnis für Arbeit“.

Herr Wetzel, was erhoffen Sie sich vom Bündnis?
Wir müssen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft dafür sensibilisieren, dass die Industrie unsere wirtschaftliche Erfolgsbasis ist, deren Weiterentwicklung beileibe kein Selbstläufer ist. Investitionslücke, bezahlbarer Strom, Digitalisierung, Fachkräftesicherung – all das sind Fragen, auf die Politik, Industriegewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam Antworten finden müssen.

Auch deshalb, weil vieles, was die Politik angestoßen hat, noch nicht rundläuft?
Ja, das ist natürlich ein Grund, nehmen wir als Beispiel die Energiewende. Aber viele Herausforderungen wie die Industrie 4.0 sind noch gar nicht richtig angegangen. Es muss mehr passieren, das ist die klare Botschaft.

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