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Illner-Talk Willkommen in der Schuldokratie!

„Wer rettet unser Geld?“, fragte Maybritt Illner ihre Gäste. Die Diskussion verlief überraschend kurzweilig, mit allerhand Bonmots und rasanten Wortwechseln. Am Ende besann man sich auf eine Volksweisheit.
  • Gabriela M. Keller
19 Kommentare
Maybrit Illner. Quelle: ap

Maybrit Illner.

(Foto: ap)

Berlin Zum Auftakt der Sendung stellt sich ein Déja-vu-Effekt ein: Der Euro ist angeschlagen. Portugal ist überschuldet, Irland auch, Griechenland sowieso und nun auch noch Italien. Die Politiker basteln an Rettungspaketen. Die Finanzmärkte reagieren nervös - und auch die Steuerzahler. All das wurde in den vergangenen Wochen bereits hin- und herdiskutiert. Aber was soll Maybrit Illner auch machen, die immer neuen Eskalationsstufen der Euro-Krise dominieren die Nachrichten eben nun schon seit Monaten.

Die Wirtschaftspolitik verläuft spiralenförmig, also steckt der Fernsehzuschauer in der Wiederholungsschleife: Man reibt sich kurz die Augen und starrt auf den Fernseher: Der Blick auf bekannte Gesichter stärkt den Eindruck, die Sendung bereits gesehen zu haben, ehe sie losgeht: Die Finanzjournalistin Silvia Wadhwa war erst kürzlich eingeladen, der Ökonom Hans-Werner Sinn ist ohnehin in jeder gefühlten dritten Talkshow zu Gast. Der mediale Murmeltiertag beginnt wie gehabt.

Doch was dann folgt, ist eine Überraschung: Maybritt Illners Runde parlierte so blitzgescheit und witzig über Glanz und Elend der Einheitswährung wie die Besetzung eines  Salons im Paris des 18. Jahrhunderts. So sorgten die überwiegend blendend aufgelegten Gäste mit rasanten Wortwechseln und spitzen Bonmots für eine ziemlich kurzweilige Sendung.

„Flächenbrand in Euroland – Wer rettet unser Geld?“, so hatte Maybritt Illners ihr Motto gedichtet. In der Debatte um Sinn oder Unsinn der Hilfsprogramme teilte sich die Runde in zwei Lager. Wolfram Weimer, Chefredakteur des Magazins „Focus“, zählte zur Fraktion der Rettungsschirm-Gegner: Im Moment, so argumentierte der Journalist, benehmen sich die Staaten Europas „wie Alkoholiker, die einander fragen: Hast du noch einen Schnaps?“ Im Grunde hätten sich alle westlichen Demokratien in den vergangenen Jahrzehnten hoffnungslos überschuldet, kritisierte Weimer und prägte einen neuen Begriff für diese finanziell unausgeglichene Staatsform, die „Schuldokratie.“

"Alles ist vorstellbar"
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19 Kommentare zu "Illner-Talk: Willkommen in der Schuldokratie!"

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  • Zu Anonymer Benutzer:

    Schlimmer als Lehmann. Gehört nicht hierher!

  • Maybritt Illner über Rettung des €. Das ist doch der größte Mist überhaupt. "jack dalton" über die Rettung des €. Was glauben sie wohin die Gelder gehen oder wer Staat in den Bankrott führt. Maybritt Illners by herself oder sie als Reihen Konstrukt von "jack Dalton" . die Pfeife der Kriminellen Polizisten. da Ist jede Frau auf der Welt sogar darüber prostitutiert da steht gleich ein ganzes reisen Bordell dahinter. "die glei lebensversicherung" die Art dieser Leute unmöglich die diese benutzen "schrubbe Schrubbe". Und die hat auch noch Geld am Ende aus so einem Mist. und der "Holyman" ihr Freund im Vollverdacht der Kriegsmache. Die Russin wollte nach ihrer Bank fragen. Wenn die nur irgend was macht stehen schon alle Kopf. Selbst hohner hat die Meinung des Basses. "the jack". bei falschen "baba" verkaufen immer ganz vorne. In ganz großen Mist bauen ganz vorne dabei. Kriegsmache sonst was und so weiter und so hat die sichere Kriegsmache noch selbst aufgebaut. für was!? für die Pfeife "Joe dalton". "lieber Wirshing statt Pershing" das ist der Anführer oder ??? Wenn man es wenigstens einsehen würde ,dass man eine "Pfeife" von komplett geisteskranken ist aber nein bei so etwas wird mitgemacht.

  • Ich wollte nach der gestrigen Sendung und diesem Artikel, der nahtlos an das fragwürdige Niveau Illners anknüpft, hier meine Entrüstung zum Ausdruck bringen. Aber andere Blogger sind mir zuvorgekommen. Ich schließe mich widerspruchlos "dp30" an, Herr Lehmann war eine Zumutung. Ebenfalls "Kraeftemangel", Herr Sinn war der Einzige der nicht sinnfrei gesprochen hat. Und abschließend "Hade", die deutsche Fernsehlandschaft ist immer noch auf der Suche nach fähigem und mit Empathie ausgestatteten Moderationspersonal. Frau Illner könnte sich hier ein Bespiel an Larry King nehmen, auch wenn das nicht die gleiche Sparte abdeckt. Zuhören bis man glaubt, der Gast sitze alleine da und nicht der Drang nach eigener endlosen Profilierung sind hier der Schlüssel.
    Zum Glück stehe ich nicht alleine mit diesen Ansichten da.

  • Guter Kommentar, auf dem Punkt. Was die Wanderarbeiter in China sind die Leiharbeiter und Billiglöhner in Deutschland. Perspektive Grundsicherung statt Rente. Nie die Chance sich Wohneigentum zu schaffen. Wenn die ins Rentenalter kommen ist das die nächste soziale und menschliche Katastrophe.

  • Diese Dummschwätzerei des Euro als Friedensprojekt komnmt aus Merkels Politbüro.
    Die große Staatsratsvorsitzende hat je letzens diesen bulshit von sich gegeben "fällt der Euro, fällt ganz Europa, der Euro entscheidet über Krieg und Frieden"
    Diese dämlich dreiste FDJ-Kuh hat wohl vollig vergessen, dass wir, die alte Budnesrepublik, seit fast 40 Jahren schon eine sehr gut funktionierene EU hatten ohne diesen Euro.
    Merkel maßt sich immer mehr an ohne Kenntnisse zu haben
    Die aht einen krankhaften Geltungsdrang und richtt damit mehr und merh Schaden an

  • Prof. Sinn hat doch als Einziger auch mal die Fakten genannt über den ach so enormen Export. Nämlich, dass die Überschüsse finanziell gar nicht mehr unserem Land zugute kommen, sonder im Ausland verbleiben.
    Das sind doch in Wirklichkeit alles Luftbuchungen. Das Geld ist doch gar nicht da.
    Herr Lehmann war völlig fehl am Platze, er ist nur ein dummer Schwätzer
    Und der der Weimar, der ja jetzt bei Focus ist, hat doch keine Ahnung. Früher bei seinem Blatt Cicero hat er völlig andere Meinungen vertreten als jetzt bei Focus, dem regierungstreuen Blatt
    Und Graf Lambsdorff, der die EU und das Euroland so verteidigt hat doch gewaltig einen an der Waffel. Er hat doch nur Angst, dass er evlt. seinen hochdotieren Job in Brüssel verliert.
    Und genau darum geht es es nämlich den ganzen Euro-Festhaltern, sie fürchten um ihre eigenen Fründe.
    Eine Dummschwätzer-Runde die nur wieder dem dummen deutschen Michl Sand in die Augen streuen sollte.
    Und dieses s tändige verlogene Gerede dier Euro nützt hauptsächlich Deutschland und wir sind so gut aus der Krise gekommen.
    Der Euro aht die deutschen Bürger verarmt, er hat den Binnenmarkt zum Erleigen gebracht, da er eine 100%ige Preissteigerung war.
    Und warum sind wir aus der Krise gekommen? Durch Billislöhner, darauf müssen wir nciht stolz sein.
    Im Geg enteil, dadurch betreiben wir Wettbewerbsverzerrung, denn andere Länder zahlen ihre Leute ordentlich

  • Heute gilt mehr denn je, was unsere Großväter noch wussten:

    SCHULDEN SIND EINE SCHANDE!

    Schulden sind:
    - Selbstüberschätzung
    - Arroganz
    - Gier
    - Realitätsverweigerung
    - Masslosigkeit

    Jeder, auch Staaten, sollten ihre Grenzen kennen. Wer seine Grenzen nicht kennt, stösst schnell an Grenzen, und das manchmal ziemlich hart.

  • Auch ich fand Herrn Sinns Äußerungen richtig und nicht von Ideologie verblendet. Trotzdem muss man bei diesem Herrn vorsichtig sein. Zu oft hat er in der Vergangenheit (Un-)Sinn gesprochen, weshalb es auch zu eben diesem Spitznamen kam. Er ist das Sprachrohr einer gewissen Gruppe recht einflussreicher Leute. Insofern sagt er uns, was in jenen Kreisen gedacht wurd. Und da denkt man offenbar an eine Zeit "danach". Das ist interessant daran.

    Interessant fand ich auch, als Frank Lehmann gerade etwas sagen wollte, was wohl in Richtung "Rettung des Vermögens" gehen sollte (also vermutlich Sachwerte, Edelmetall, Ackerland...), da wurde er grob unterbrochen.

    "Der Euro als Friedensprojekt" - diese Phrase kann ich ja mal gar nicht hören. Aus welchem Politbüro kommt sie? Wie hier richtig bemerkt wurde, herrschte auch ohne Euro Frieden in Europa nach 1945. Und die Schweiz ist auch nicht im Kriege, soweit ich weiß. In Wahrheit zeigt der Euro sich nun als Spaltpilz in Europa. Ressentiments und Anfeindungen steigen seit der Krise an und die Gossenjournaille befeuert dies durch Hetzartikel. Vor dem Euro haben wir uns und unsere unterschiedlichen Lebensweisen mehr respektiert.

  • Jeder hat Angst die Wahrheit zu erzählen ! Politiker, Journalisten, sogenannte Börsenexperten etc. Entweder sie werden von ihren Bossen gezwungen die Situation schön zu reden, oder sie haben Angst um ihren hochbezahlten Job.
    Ich habe noch nie gesehen, dass man mal Leute eingeladen hat, die unverblümt die Wahtrheit erzählen. Ich denke, das will man nicht hören. Und die Fernsehanstalten und Redakteure sind von der poltischen Kaste und der Bankendynastie schon so manipuliert, dass sie harte Kritiker gar nicht mehr einladen.
    Wenn ich dann gestern noch hören musste, dass der Euro maßgeblic dafür verantwortlic ist, dass es in Europa keine Kriege mehr gibt und manche Zuschauer noch Beifall klatschen. Gute Nacht Deustchland. Ohne Euro hat es in Europa seit 1945 auch keine Kriege mehr gegeben.
    Lediglich Herr Sinn, von dem ich früher kein gute Meinung hatte, hat bravorös die Situation offengelegt. Bravo Herr Sinn !!!! Von den Leuten müsste es mehr geben !!

  • Zu den Sendungen Will/Ilner möchte ich einmal etwas anderes sagen, weil es so nicht mehr weiter geht.
    Besonders diese beiden Typen müssen umgehend einen Schuß vor den Bug bekommen, weil es keine Freude macht, diesen Sendungen zu folgen. Es ist unerträglich, wie sie den eingeladenen Gästen fortlaufend in die Parade fahren. Ich will mir das nicht mehr mit ansehen und fordere die Programm-Direktoren der Sender auf, dass dieses unappetitliche Auftreten bei den beiden Personen abgestellt wird.

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