Ilse Aigner Gaskraftwerke statt zweiter Stromtrasse

Über neue Stromtrassen tobt in Bayern seit Monaten ein heftiger Streit. Laut Energieministerin Ilse Aigner braucht das Land keine zwei Leitungen. Stattdessen will die CSU-Politikerin Gaskraftwerke errichten.
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Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will Details ihrer Pläne in wenigen Tagen vorstellen, wenn der Energiedialog mit Gegnern und Befürwortern abgeschlossen ist. Quelle: dpa

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will Details ihrer Pläne in wenigen Tagen vorstellen, wenn der Energiedialog mit Gegnern und Befürwortern abgeschlossen ist.

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MünchenBayerns Energieministerin Ilse Aigner (CSU) rechnet nicht mehr mit dem Bau zweier großer Stromtrassen durch Bayern, sondern mit lediglich einer Trasse. „Ich bin mir sicher, dass wir nicht zwei Leitungen brauchen werden“, sagte sie dem „Münchner Merkur“ (Donnerstagsausgabe). „Wir halten nicht für die Überproduktion im Norden her.“ Stattdessen sollen Gaskraftwerke errichtet werden. „Es deutet sich an: Wir brauchen gesicherte Leistung in Form von Gaskraftwerken.“

Aigner will Details ihrer Pläne in wenigen Tagen vorstellen, wenn der Energiedialog mit Gegnern und Befürwortern abgeschlossen ist. Sie werde den Dialog „mit Erfolg“ beenden, sagte sie: „Für Bayern wird das ein erheblicher Fortschritt sein.“

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7 Kommentare zu "Ilse Aigner: Gaskraftwerke statt zweiter Stromtrasse"

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  • @ Fred Meisenkaiser „..politischen Unsinn Energiewende halte ich für fragwürdig..“

    Die Nutzung der sog. EE hat aufgrund von Subventionen (EEG-Umlage bzw. die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung ist eine solche), nachhaltige negative Folgen für die Volkswirtschaft und deren Arbeitsmarkt. Desweiteren haben Forscher der UNI Hamburg schon 2005, von der EE-Lobby bisher unwiderlegt, nachgewiesen, daß Investitionen in die Offshore-Windmühlentechnik zu wesentlich höheren Kosten und höheren relativen CO2-Emissionen führen, als eine komplette Erneuerung des bestehenden Kraftwerksparks, die ohnehin erneuert werden müssen.

    „Der Wirkungsgrad wird mit 30-70% angegeben, je nach Betrachtung.,...“

    Also „wünsch‘ dir was“ Was sollen denn das für Forschungsergebnisse sein?
    Es geht primär auch nicht darum, ob etwas technisch/physikalisch möglich ist, sondern ob es wirtschaftlich + bezahlbar ist. Welcher Preis für eine kWh schwebt Ihnen vor, 1€?
    In Bayern steht ein fertiggestelltes Gaskraftwerk das wegen der Energiewende nicht in Betrieb geht, weil dessen wirtschaftlicher Betrieb derzeit nicht möglich ist.
    Der strahlende Restmüll ist Energie an der falschen Stelle. Auch nur deshalb, weil in D Ideologen (z.B. Trittin) und Ethikräte Energiepolitik machen. Dieser Bereich gehört in die Hände von Ingenieuren und Technikern. Die abgebrannten Brennelemente gehören wiederaufbereitet. Was das „Endlager“ betrifft, es existiert + darf aus ideologischen Gründen nicht genutzt werden. Wobei sich gleichzeitig die Frage erhebt, ob es nicht sinnvoller ist, diese Reststoffe nicht im Salz zu versenken, sondern weiterhin zugänglich zu lagern um ihn für die nächste Generation Kernkraftwerke als Brennstoff zur Verfügung zu haben, wodurch der Reststoffanteil wesentlich verringert würde. Die Kosten der Entsorgung sind verbindlich im Atomgesetz geregelt und bereits in die Kosten/kWh eingepreist.
    Über die in aufgelassenen Bergwerken eingelagerten hochgiftigen Chemieabfälle macht sich keiner Gedanken.

  • Das mit dem politischen Unsinn Energiewende halte ich für fragwürdig: Weltweit wird an entsprechenden Themen geforscht, und ich finde es gut, wenn das energierohstoffarme Deuschland da mit dabei ist.
    Der Wirkungsgrad wird mit 30-70% angegeben, je nach Betrachtung. Da ist aber sicher noch einiges drin, auch eine Speicherung als Fluid wird diskutiert, ebenso wie die direkte Nutzung von Wasserstoff, welches das CO2-Problem klären würde.
    Alles noch offene Fragen, die aber eben nur bei entsprechendem Druck geklärt werden. Und da dort Geld zu verdienen ist, wird es auch Forschungskapazität geben.
    Zum Geld für Gaskraftwerke ist zu sagen, dass für Kohlekraftwerke auch genügend Geld zur Verfügung stand, alles eine Frage der politischen Steuerung (CO2-Abgabe).
    Viel kritischer als die EE sehe ich aktuell die Kosten für die Entsorgung der KKW und des strahlenden Restmülls. Dies wird die Kosten für Kenenergie noch drastisch erhöhen!

  • @ Fred Meisenkaiser
    „Dann würde die powertogas-Variante des Stromtransportes und Speicherung Sinn machen.“

    Dieser Unsinn “power to gas“ ist eine Erfindung der Grünmännchen, genau wie „Acker in den Tank“. Power to Gas ist und bleibt durch Umwandlungs- und Speicherverluste ineffizient. Diese Verluste betragen 70% der eingebrachten Energie, welchen Sinn sollte ein derartiges Verfahren ergeben und wer soll die noch zu bauenden Gaskraftwerke bezahlen? Am besten die, die von dem politisch verordneten Unsinn „Energiewende“ profitieren, denn die sind die Verursacher der durch ihre „Erneuerbare Energie“ entstandenen Netzunbilden.

    „Denkt man soweit, oder haben nur die Lobbyisten der Gaskraftwerksbauer ihre Hände im Spiel?“

    Sie denken offensichtlich gar nicht, denn diese „Energiewende“ hat zunächst eines bewirkt, sie kostet die Stromkunden unendlich viel Geld für nichts. In diesem Jahr ca. 28.000.000.000 € oder 28 Mrd. €. Macht pro Nase Einwohner in D 350€/a Mehrkosten.
    Eine zweite Wirkung ist, ganz im Sinne der grünen Ökolobby, die Zerstörung der hervorragenden Energieinfrastruktur in D. Hätten die Ideologen ihre Finger aus dem Energiesektor gelassen, brauchte man auch keine „Stromautobahnen“. Allerdings wären dann die Pfründe für deren Klientel trocken, weil es kein EEG gäbe, über das sich der Stromkunde hervorragen melken läßt. Welche Lobby hier wohl am Werke ist?

  • @ Werner Sangel,
    "Wie naiv muss man denn sein zu glauben..."
    Naiv oder nicht - diese Wahl haben Bayerische Politiker in der Hand und zwar eigenverantwortlich!!!

  • Wer behauptete, die "Energiewende" würde ohne weitere Trassen funktionieren, sollte sich einmal mit den Szenario auseinandersetzen, was passiert, wenn Bayern die Stromlücke, die nach Abschaltung der Kernkraftwerke entsteht, nicht vollständig schließen kann. Tatsache ist: Bayern mit Wind- Solar- oder Biostrom dezentral mit Strom zu versorgen ist physikalisch nicht möglich, weil es, von den exorbitanten Kosten mal abgesehen, weder auf diesem Planeten ausreichend Rohstoffe für Batterien und / oder dem gelobten Verfahren „Power to Gas“, noch genügend Platz für Pumpspeicherwerke in Bayern gibt. Also werden die europäischen Stromautobahnen kommen müssen. Wie naiv muss man denn sein zu glauben, diese Stromtrassen wären nur dafür gedacht, den Schrottstrom aus Windkraft in den Süden zu transportieren. Dieser fließt höchsten hin und wieder mit ein. Diese Leitungen sind zwingend notwendig für den innereuropäischen Strommarkt. Ob wir das wollen oder nicht, spielt hierbei keine Rolle mehr! Die Realitätsverweigerung in der Politik, aber auch beim Bürger, der um seinen Ausblick auf seine Landschaft bangt, muss endlich aufhören - oder wir setzen weiter auf Kernenergie aus deutscher Produktion.

  • Die Bayerische Landesregierung ist doch autark in ihrer Beurteilung. Im übrigen sind alle Verantwortliche Erwachsene!
    Warum sollten sie nicht entscheiden was gut für ihr Bundesland gut ist? Das natürlich auch in voller Eigenverantwortung!
    Bei Zweifeln kann/müsste der Bayerische Bürger halt aktiv werden.
    Das ist ernst gemeint, kann aber auch ironisch aufgefasst werden.

  • " Stattdessen sollen Gaskraftwerke errichtet werden. „Es deutet sich an: Wir brauchen gesicherte Leistung in Form von Gaskraftwerken.“"
    Dann würde die powertogas-Variante des Stromtransportes und Speicherung Sinn machen.
    Denkt man soweit, oder haben nur die Lobbyisten der Gaskraftwerksbauer ihre Hände im Spiel?

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