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Im Ruhestand Bloß weg – Deutsche Rentner zieht's ins Ausland

Die Attraktivität des Auslands lockt immer mehr Deutsche nach Renteneintritt weg vom Heimatland. Aktuelle Zahlen belegen, dass viele ihren Lebensabend in der Schweiz oder den USA verbringen. Aus gutem Grund.
04.08.2016 - 16:44 Uhr
Wandern in den Alpen – deutsche Rentner ziehen gerne in die Schweiz. Quelle: dpa
In den Bergen

Wandern in den Alpen – deutsche Rentner ziehen gerne in die Schweiz.

(Foto: dpa)

Berlin Immer mehr Deutsche kehren im Rentenalter der Heimat den Rücken. Dies belegen aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. Danach ließen sich im vergangenen Jahr 229.160 Deutsche ihre Renten ins Ausland überweisen, 4.574 mehr als im Jahr davor. Seit 2012 stieg die Zahl Jahr für Jahr um insgesamt fast 11.000. Die meisten Auslandsrenten, nämlich 87 Prozent, werden aber immer noch an Ausländer überwiesen, die in Deutschland Rentenanwartschaften erworben haben, darunter viele Gastarbeiter die im Alter in ihr Heimatland zurückkehren. Insgesamt stieg die Zahl der Auslandsrenten seit 2012 um fast 38 000 auf nahezu 1,75 Millionen. Bevorzugter Altersruhesitz für Deutsche ist übrigens die Schweiz: Dorthin überweist die Rentenversicherung knapp 26.000 Renten im Monat an deutsche Staatsbürger.
Rund 70 Prozent aller ins Ausland überwiesenen Renten gehen in Länder der Europäischen Union. Das sind insgesamt rund 1,23 Millionen Zahlungen. Mehr als 240.000 Renten werden in die übrigen europäischen Länder gezahlt. Die restlichen Auslandsrenten gehen in verschiedene Länder weltweit. Den höchsten Anteil hieran hat die USA mit insgesamt 100.000 Zahlungen.

Wie die Welt Urlaub macht
Urlaub
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„Wir kommen, macht euch bereit! Reif für die Insel: Sommer, Sonne, Strand und Zärtlichkeit.“ Für viele Deutsche ist genau das allsommerliches Ritual - der Urlaub am Mittelmeer, wie im Gute-Laune-Song von Buddy & DJ The Wave besungen. Anderswo sehen die Sommerferien dagegen ganz anders aus.

(Foto: dpa)
USA
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Für viele Urlauber weltweit ist eine Auslandreise nicht das Sommer-Highlight. Die meisten US-Amerikaner zum Beispiel gelten als wenig interessiert an fernen Ländern, gerade mal 30 Prozent haben überhaupt einen Reisepass. Sie bleiben meist im eigenen Land.

(Foto: dpa)
Sommercamps in den USA
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Hinzu kommt: Die Vereinigten Staaten haben sehr lange Sommerferien, fast zweieinhalb Monate. Das ist für die Schüler prima, führt aber zu ratlosen Eltern, die oft nur wenige Tage Urlaub haben: Wohin mit den Kindern? Das Ergebnis ist eine florierende Industrie an Camps, in die die Kinder geschickt werden.

(Foto: dpa)
Indien
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In Indien haben Eltern eine einfache Lösung gefunden: Sie schicken ihre Kinder in den Ferien immer zu den Eltern der Mutter, denn traditionell lebt die ganze Familie den Rest des Jahres bei den Eltern des Vaters oder zumindest in deren Nähe. In Indien liegen die großen Ferien etwas früher als in Deutschland, damit sie nicht in die Regenzeit fallen. Wer es sich leisten kann, fliegt oder fährt in die Berge, um der Hitze des indischen Sommers und dem Smog der Großstädte zu entkommen. Beliebte Ausflugsziele heißen Manali, Leh oder Shimla.

(Foto: Imago)
Spanien
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Berge sind in vielen Teilen Europas nicht so der Urlaubsrenner. In Spanien sind die Städte zur traditionellen Ferienzeit im August beinahe verwaist, weil alle am Meer sind. Denn nicht nur ausländische Touristen zieht es im Urlaub nach Spanien. Weil viele Badeorte auf Mallorca oder an der Costa Brava von Deutschen und Briten überlaufen sind, suchen sich Spanier andere Ziele. Dazu gehören Benidorm (Foto), Salou oder Peñíscola an der Mittelmeerküste. Viele Spanier haben Ferienwohnungen am Meer. Nur eine Minderheit verreist ins Ausland.

(Foto: dpa)
Slowakei
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Auch slowakische Touristen haben ein neues Lieblingsland für ihren Urlaub entdeckt: die Slowakei. Bei einer Befragung gaben 52 Prozent an, dieses Jahr mindestens einen Urlaub im Inland verbringen zu wollen. Auslandsziel Nummer eins ist seit jeher Kroatien. Zwängte man vor Jahren noch die ganze Familie in den klapprigen Skoda und stopfte den kompletten Proviant in den Kofferraum, gönnt man sich nun auch mal ein gepflegtes Abendessen in einem Restaurant. Auf das eigene Auto auf dem Weg nach Kroatien will aber kaum jemand verzichten.

(Foto: dpa)
Tschechen fahren nach Kroatien
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„Der erste Urlaub in Jugoslawien, gefolgt vom ersten Kind, und dann das eigene Auto“, heißt es in einem Kultfilm aus Tschechien aus dem Jahr 1987. Mit einem Augenzwinkern könnte man sagen, dass sich für die Tschechen nicht allzu viel geändert hat. Kroatien (im Bild: Dubrovnik) ist nach wie vor das Urlaubsziel Nummer eins, auch weil es mit dem eigenen Auto erreicht werden kann und Kroatisch eine verwandte Sprache ist. Meist aus finanziellen Gründen verbringt die Hälfte der Tschechen die Sommerferien allerdings zu Hause oder in der eigenen Datsche.

(Foto: dpa)

Die meisten deutschen Rentner zieht es damit ins europäische Ausland. Besonders beliebt sind Spanien und Portugal. Aber neben den USA sind auch exotische Ziele wie die Philippinen und Thailand begehrt. Auch im Ausland erhalten Rentner, so lange sie die deutsche Staatsbürgerschaft behalten, die volle gesetzliche Rente. Auch wenn Rentner eine EU-Staatsbürgerschaft annehmen, bleibt der volle Rentenanspruch erhalten. Das gleiche gilt auch für die Schweiz und Norwegen mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat. Bei anderen Ländern wie Thailand kann dagegen der Wechsel der Staatsangehörigkeit zu einer Kürzung der Rente führen. Wer es geschickt anstellt kann durch den Wohnortwechsel ins Ausland auch Steuern sparen. Wer in Spanien, der Schweiz, den USA oder in Griechenland lebt, muss derzeit auf seine Rente nach Auskunft des für die Besteuerung von Auslandsrenten zuständigen Finanzamts Neubrandenburg noch keine Steuern in Deutschland zahlen.

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