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Industrie Saarland bittet Merkel um Milliardenhilfe wegen Stahlkrise

Innovative Stahlprodukte „made in Germany“ sind im Saarland bedroht. Das Bundesland fordert nun Strukturhilfen von der Bundesregierung.
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Viele Stahlproduktionen sind vom Saarland in andere Länder abgewandert. Quelle: dpa
Saarstahl

Viele Stahlproduktionen sind vom Saarland in andere Länder abgewandert.

(Foto: dpa)

Berlin Das Saarland dringt einem Medienbericht zufolge auf Hilfen des Bundes für seine kriselnde Stahlindustrie. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ, Freitagsausgabe) vorab berichtet, warnt Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einer Abwanderung der Stahlproduktion in andere Länder mit geringeren ökologischen und sozialen Standards. Die Produktion von sauberen und innovativen Stahlprodukten „made in Germany“ müsse erhalten werden. Hans verweise auf die beiden saarländischen Stahlunternehmen Dillinger Hütte und Saarstahl, die einen Abbau von annähernd 20 Prozent der Beschäftigten in den kommenden drei Jahren angekündigt hätten.

Hinzu kämen nun die drohenden Zusatzbelastungen für den Klimaschutz und Energieauflagen. Die Stahlproduktion der Zukunft sei für ihn eine Schlüsselfrage der wirtschaftlichen Stabilität. Der Regierungschef in Saarbrücken sucht der Zeitung zufolge den Schulterschluss mit den Kollegen aus den übrigen betroffenen Bundesländern, um den Druck auf Berlin erhöhen zu können.

Mehr: Der Jobabbau in der saarländischen Stahlindustrie geht weiter. Die Stahl-Holding-Saar will weitere Stellen streichen. Ein harter Schlag für die Region.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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