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Informationsgesellschaft Sieben von zehn Erwachsenen sind unsicher im Umgang mit digitaler Technik

Fast 50 Millionen Deutsche tun sich schwer mit digitalen Medien und Geräten. Viele würde gern dazu lernen – wissen aber nicht wie.
18.02.2020 - 13:44 Uhr Kommentieren
Digitale Technik: Sieben von zehn Erwachsenen sind unsicher im Umgang Quelle: dpa
Computernutzer

Mehr als zwei Drittel sagen, sie würden gern digitale Grundfähigkeiten erlernen, um etwa besser im Internet recherchieren zu können.

(Foto: dpa)

Berlin Smartphones und Computer sind allgegenwärtig, digitale Sprachassistenten erleichtern das Leben, das Auto wird zum rollenden Computer – doch die Bevölkerung hinkt der Entwicklung offenbar weit hinterher. 70 Prozent der Erwachsenen geben an, dass sie sich im Umgang mit digitaler Technologie unsicher fühlen – hochgerechnet sind das rund 48 Millionen Bürger.

Das ergab eine repräsentative Studie des Stifterverbandes und von Amazon, die dem Handelsblatt vorliegt. Dafür wurden 1000 Menschen telefonisch interviewt. Selbst von den Befragten mit Hochschulabschluss gaben noch 63 Prozent an, sie fühlten sich „weniger sicher“.

Die meisten möchten etwas ändern an der Misere: Mehr als zwei Drittel sagen, sie würden gern digitale Grundfähigkeiten erlernen, um etwa besser im Internet recherchieren zu können. Ein Drittel zeigt sich auch bereit und interessiert, sich Spezialfähigkeiten wie Programmieren oder Datenanalyse anzueignen. Das sind immerhin noch 22 Millionen Menschen.

Unterm Strich zeigen die Zahlen „die immense Qualifikationsaufgabe, die auch außerschulisch gelöst werden muss“, schreiben die Autoren. Denn zumindest die Grundschule helfe hier kaum weiter: Eine Mehrheit der Befragten meint, sie sei bei der Vermittlung digitaler Fähigkeiten „eher schlecht“.

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    Überraschend gut schneiden allerdings die weiterführenden Schulen ab: Zwei Drittel sagen, diese seien „eher gut“ beim Vermitteln von digitalen Kompetenzen. Für Ausbildung und Studium sowie den Berufsalltag sagen das sogar 70 bis 80 Prozent.

    Um die verbreitete Unsicherheit zu bekämpfen, fordert Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CDU) ein breites zivilgesellschaftliches Engagement: „Die Vermittlung wichtiger digitaler Fähigkeiten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die von Schulen allein nicht gestemmt werden kann.

    „Mehr denn je braucht es auch eine engagierte Zivilgesellschaft und Wirtschaft“, sagte die Schirmherrin der Förderinitiative digital.engagiert von Stifterverband und Amazon. Die Initiative fördert junge Teams, die sich mit digitalen Ansätzen für die Gesellschaft engagieren.

    Mehr: Viele Ingenieure fühlen sich nicht gut auf die Digitalisierung vorbereitet

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